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1. WTRC-Rennen in Macau: Vernay siegt vor Muller und Huff

2018-11-17T11:31:43+02:00November 17th, 2018|2018, WTCR-Rennen von Macau 2018|

Jean-Karl Vernay hat das Auftaktrennen des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) in Macau gewonnen und sich dabei gegen Yvan Muller und Rob Huff durchgesetzt. Das bedeutet: Muller und Gabriele Tarquini machen den WTCR-Titel 2018 unter sich aus.

Im ersten von drei Rennen an diesem Wochenende gelang es Audi-Fahrer Vernay aus dem Team Leopard Lukoil, sich beim Restart nach einer Safety-Car-Phase an Spitzenreiter Muller vorbeizudrücken. Und das, obwohl Vernay nur von P4 ins Rennen auf dem 6,1 Kilometer langen Guia Circuit gegangen war. Anschließend hielt Vernay dem Druck seines französischen Landsmanns stand und gewann, während Muller vor Polesetter Huff die Ziellinie kreuzte und Zweiter wurde.

„Es war ein gutes Rennen. Ich freue mich sehr für unsere Sponsoren und für das Team“, sagte Vernay. „Wir haben hart gearbeitet, um uns auf das Rennen vorzubereiten. Der Plan sah vor, einen guten Start zu erwischen und dann auf eine Safety-Car-Phase zu hoffen. Yvan und Rob übten viel Druck auf mich aus, beide hatten schnellere Autos. Aber jetzt konzentriere ich mich bereits auf die Rennen am Sonntag, denn noch ist es nicht getan. Den Sieg heute nimmt uns aber keiner mehr.“

Gabriele Tarquini als Tabellenführer im WTCR OSCARO belegte von P7 kommend den vierten Platz im Rennen. Er bleibt Spitzenreiter und Titelfavorit – und hat mit Muller nur noch einen Rivalen um den Gesamtsieg. Bei 33 Punkten zwischen Tarquini und Muller müssen die Rennen zwei und drei am Sonntag die Entscheidung herbeiführen.

Beim Start zum Rennen fiel Muller aus dem Team YMR gleich über Polesetter Huff von Sébastien Loeb Racing her. Mullers weißer Hyundai gewann das Windschatten-Duell hin zur Lisboa-Kurve, auch Vernay schlüpfte noch mit durch. Tarquini wiederum gelang von P7 kommend gleich der Sprung auf P4.

Hinter der Spitzengruppe kam es wie üblich zu Berührungen in der Lisboa-Kurve: Frédéric Vervisch von Audi Sport Comtoyou kollidierte mit Mehdi Bennani von Sébastien Loeb Racing, auch Kevin Ceccon von Team Mulsanne Alfa Romeo wurde noch in den Zwischenfall verwickelt. Ceccon schied mit Plattfuß aus. Vervisch und Bennani wiederum fuhren weiter. In einem weiteren Zwischenfall kam es zu einer Berührung zwischen Denis Dupont im Audi und Aurélien Comte im Peugeot. Anschließend sorgte das Safety-Car für Ordnung auf der Strecke.

Der Restart erfolgte in Runde drei. Vernay erwischte gleich einen guten Windschatten und überholte Muller im Anschluss an die Mandarin-Kurve. Gemeinsam mit Huff und Tarquini auf den weiteren Rängen setzten sie sich umgehend vom Rest des Feldes ab. Dahinter krachte es erneut: Thed Björk und John Filippi gerieten in der Lisboa-Kurve aneinander, wobei der Cupra TCR von Filippi aus dem Team OSCARO by Campos Racing Schäden davontrug. Björk setzte das Rennen an P11 liegend fort.

In Runde fünf wurden dann aber rote Flaggen gezeigt: Gordon Shedden aus dem Team Audi Sport Leopard Lukoil war im Streckenteil Police in die Banden gefahren und blockierte anschließend mit seinem Auto die Fahrbahn.

Wieder gab es einen Restart, dieses Mal allerdings zunächst hinter dem Safety-Car. In Runde sieben ging das Feld dann wieder auf die Reise, wobei sich Vernay vier Runden lang erfolgreich gegen Muller und Huff zur Wehr setzte. Tarquini begnügte sich mit Rang vier. Sein Teamkollege im Rennstall BRC Racing, Norbert Michelisz, holte sich P5 vor Esteban Guerrieri von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport. Guerrieri war aus Reihe eins ins Rennen gegangen, hatte aber gleich zu Beginn einige Positionen verloren. Pepe Oriola erzielte Rang sechs für OSCARO by Campos Racing.

Timo Scheider erreichte mit P8 im ersten Rennen sein bisher bestes WTCR-Einzelergebnis. Er startet im zweiten Lauf von der DHL Pole-Position, weil er im Qualifying Q2 den zehnten Platz belegt hatte und somit von der umgedrehten Startaufstellung der Top 10 profitiert. Ebenfalls in die Punkte fuhren Luigi Ferrara für Team Mulsanne Alfa Romeo und Mato Homola für DG Sport Compétition. Björk sah das Ziel auf Rang elf vor Vervisch. Bennani rettete noch P15 über die Linie.

Der beste der Wildcard-Starter in Macau war Filipe Souza von Champ Motorsport. Er kam im Audi auf Platz 18.

Das zweite Rennen des FIA Tourenwagen-Weltcups in Macau wird am Sonntagmorgen um 1:20 Uhr MEZ gestartet. Das dritte Rennen folgt einige Stunden später ab 4 Uhr MEZ.