3. Rennen: Vernay siegt vor Huff

2018-05-21T18:34:46+02:00Mai 21st, 2018|WTCR Race of Netherlands 2018|

Jean-Karl Vernay ist im dritten Lauf der WTCR-Rennen der Niederlande in Zandvoort von der DHL Pole-Position zum Sieg gefahren und brachte das Rennwochenende des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) damit zum Abschluss.

Vernay aus dem Team Audi Sport Leopard Lukoil hatte sich am Start gerade so vor Rob Huff durchgesetzt, der ebenfalls aus Reihe eins losgefahren war. Anschließend setzte sich Vernay entscheidend von seinen Verfolgern ab und erzielte seinen zweiten WTCR-Saisonsieg.

Sein Erfolg geriet während des Rennens nur einmal in Zweifel, als die Rennleitung ankündigte, den Start von Vernay untersuchen zu wollen. Der Audi RS 3 LMS des Franzosen schien nämlich vor dem Erlöschen der Startampel in Bewegung geraten zu sein. Doch das Auto stand, als das Rennen schließlich begann.

Der Sieg Vernays ist auch ein Verdienst seiner Mechaniker, die in der Nacht zuvor den Motor an seinem Audi-Rennwagen getauscht hatten.

Vernay selbst spricht von einem „guten Rennen“ und meint: „Der Start war gut. Ich hatte mir Sorgen gemacht, weil ich im Gegensatz zu den anderen in der Spitzengruppe keine frischen Reifen mehr hatte. Doch im Rennen fuhr ich sehr konstant. Die Jungs haben klasse Arbeit geleistet, den neuen Motor über Nacht einzubauen.“

Hinter Vernay fuhr Huff im Volkswagen Golf GTI TCR von Sébastien Loeb Racing sicher auf den zweiten Platz im 15-Runden-Rennen. Doch hinter den beiden Fahrern an der Spitze wurde dem Publikum in Zandvoort wieder einmal einiges geboten.

Frédéric Vervisch hielt anfangs gleich eine ganze Reihe Konkurrenten hinter seinem Audi, setzte sich dann aber ab und schnappte sich den verbliebenen Podestplatz. Esteban Guerrieri und Gordon Shedden machten anschließend Rang vier unter sich aus.

Shedden war von Startplatz drei ins Rennen gegangen, hatte aber noch in der ersten Kurve Vervisch und Guerrieri passieren lassen müssen. Obwohl es ihm an Grip mangelte, griff er wiederholt den Honda von Guerrieri an, fand aber keinen Weg vorbei am Fahrer von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport.

Yann Ehrlacher, der Sieger des ersten Rennens in Zandvoort, fuhr dieses Mal als Sechster ins Ziel und übernahm damit die Führung im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR). Er löste damit seinen Onkel Yvan Muller an der Tabellenspitze ab. Muller wiederum erlebte ein Albtraum-Wochenende im Hyundai i30 N TCR: Er machte auch im dritten Rennen keinen Stich und spielte in Zandvoort nie eine Rolle. Sein Rückstand auf Ehrlacher beträgt nun neun Punkte. Huff folgt weitere sieben Zähler dahinter vor Vernay und Gabriele Tarquini.

Aurélien Comte, der Rennen zwei für sich entschieden hatte, holte erneut Punkte für DG Sport Compétition im Peugeot 308 TCR. Mehdi Bennani fuhr hinter ihm auf Rang acht im zweiten SLR-Volkswagen vor James Thompson im Honda und Pepe Oriola im Cupra.

Kein Happyend nahmen die Zandvoort-Läufe für den Niederländer Tom Coronel, der seinen Honda schon in der ersten Runde abstellen musste, nachdem er mit Zsolt Zsabó kollidiert war. Die beiden Wildcard-Fahrer Prinz Bernhard van Oranje und Michael Verhagen belegten bei ihrem Einsatz im dritten Rennen die Positionen 19 bzw. 20 für Bas Koeten Racing.

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