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Bánki: Wie der "Superslowake" den Titel im eSports OSCARO WTCR 2018 errang

2018-12-01T06:00:33+01:00Dezember 1st, 2018|2018, eSports|

Bence Bánki krönte sich nach einer eindrucksvollen Saison zum ersten Champion des eSports OSCARO WTCR, der virtuellen Version des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcups.

Wie es der 19-jährige Slowake Bence Bánki als virtueller Benjamin Lessennes im #63 Honda Civic Type R TCR von Boutsen Ginion Racing in der ersten Saison des von RaceRoom präsentierten eSports OSCARO WTCR zum Titelgewinn gebracht hat, lässt sich folgender Chronik entnehmen:

Ermutigende Anzeichen: Nach Gesamtrang sieben mit einem Citroën in der Saison 2017 der eSports WTCC unterschreibt Bánki für die Saison 2018 der von OSCARO präsentierten eSports Multiplayer-Meisterschaft zum WTCR bei ACR Zakspeed und wechselt damit virtuell auf einen Honda.

Starker Beginn: Bánki gewinnt den Saisonauftakt auf dem Hungaroring in Ungarn nach hartem Kampf gegen den Briten Jack Keithley. Nach Platz fünf in Rennen 2 führt er die Gesamtwertung nach dem ersten Rennwochenende der Saison an.

Teamwechsel: Das französische Spitzenteam OSCARO eSports by SDL nimmt Bánki unter Vertrag, aber der Beginn der neuen Partnerschaft gestaltet sich schwierig. Nachdem er auf der virtuellen Nürburgring-Nordschleife einen Podestplatz verpasst hat, verliert der Slowake die Gesamtführung an Keithley.

Neue Herausforderungen: Zwar sieht sich Keithley gezwungen, das Rennwochenende im virtuellen Zandvoort auszulassen, doch Bánki sieht sich direkt neuer starker Konkurrenz gegenübergestellt. Alexander Dornieden, der eSports WTCC Champion von 2017, und auch das starke Trio Jan Stange, Florian Hasse und Kevin Siggy Rebernak setzen Bánki stark zu. Während Dornieden und Stange in Zandvoort die Rennsiege einfahren, gelingt Bánki ein Podestplatz. Der Titelkampf ist extrem spannend.

Heimspiel: Auf dem virtuellen Slovakiaring gelingt es Bánki erstmals, im Pre-Qualifying die schnellste Zeit zu setzen. Dies soll ihm bei den verbleibenden Saisonrennen jedes Mal gelingen. Beim Heimspiel fährt Bánki nach Strafe gegen Hasse einen zweiten Platz ein und baut sich damit im Titelkampf ein kleines Polster auf.

Big in Japan: Dank eines Sieges und eines sechsten Platzes – kombiniert mit schlechten Ergebnissen seiner Rivalen – bei den beiden Läufen im virtuellen Suzuka hat Bánki die Chance, den Titel schon am vorletzten Rennwochenende der Saison (Shanghai) einzufahren. Der Slowake hat sich den Ruf eines kalkulierten und fairen Fahrers erarbeitet, der im bisherigen Saisonverlauf keine einzige Strafe kassiert hat.

Krise in China: Im virtuellen Shanghai jedoch qualifiziert sich Titelfavorit Bánki nur auf P10. Nach einem guten Start kollidiert er bei Rennmitte mit seinem Titelkonkurrenten Rebernak. Was nach nach einem achten Platz aussieht, wird in der letzten Runde dank eines doppelten Positionsgewinns noch Platz sechs.

Glück kehrt zurück: Im zweiten Rennen in Shanghai übernimmt Bánki dank umgekehrter Startaufstellung und einer frühen Kollision in der Haarnadelkurve zwischen Spitzenreiter Adam Pinczes und Dornieden sofort die Führung. Doch Tim Jarschel stellt sich als stärker heraus. Er überholt Bánki und schiebt sich dank eines Doppelerfolgs in Shanghai auf den zweiten Gesamtrang nach vorn.

So gut wie durch: Dank Platz zwei in Shanghai und der Regelung der Streichresultate deutet alles darauf hin, dass Bánki vor dem Finale in Macao nicht mehr abgefangen werden kann. Es gilt jedoch noch einen letzten Stolperstein zu überwinden.

Eine letzte Hürde: Rebernak legt aufgrund des Zwischenfalls im ersten Shanghai-Lauf Protest gegen Bànki ein. Die Rennkommissare untersuchen die Angelegenheit und bestrafen Bánki mit einem Punktabzug in Höhe von fünf Zählern. Doch weil Jarschel und Rebernak ebenfalls Strafen kassieren, ist Bánki der Titel nicht mehr zu nehmen.

Große Ehre: Bánki sichert sich mit dem Titelgewinn ein Gameset von RaceRoom und zudem die Ehre des ersten eSports OSCARO WTCR Champions der Geschichte. Den Titel hat der Slowake dank zweier Siege und fünf Podestplätzen eingefahren. Darüber hinaus gewinnt er die Leaderboard-Wertung aufgrund der meisten schnellsten Rundenzeiten im Qualifying.

„Sobald du die Leidenschaft hast, hast du alles“, sagt Bánki und gesteht: „Ich habe mir niemals mehr erträumt – bis jetzt. Ich habe schon mehr erreicht als ich mir jemals erträumt hätte.“