DAS ERSTE RENNEN IM ELSASS: BERTHON FEIERT IN EINEM DRAMATISCHEN RENNEN IM ELSASS DEN ERSTEN SAISONSIEG

2022-08-11T14:19:23+02:00August 7th, 2022|2022, WTCR Race of Alsace GrandEst 2022|

Nach einer bärenstarken Leistung im ersten Rennen des Rennwochenendes im Elsass feiert Nathanaël Berthon seinen ersten Sieg im diesjährigen FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR).

Dabei kam den Fahrer aus dem Team Comtoyou DHL Audi Sport der überlegene Topspeed seines Audi RS 3 LMS entgegen, mit dem er Polesitter Néstor Girolami aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport überholen und anschließend hinter sich halten konnte.

Berthon, der als einziger Franzose in Anneau du Rhin an den Start ging, schaffte es seinen Verfolger immer rund 0,5 Sekunden hinter sich zu halten. Am Ende reichte das für seinen zweiten Karrieresieg im WTCR und den ersten seit dem Rennwochenende in der Slowakei im Oktober 2020.

Für den Audi RS 3 LMS war es bereits der dritte Rennsieg 2022 und der zweite in Folge, nachdem Berthon Comtoyou-Teamkollge, Gilles Magnus, am vergangenen Rennwochenende in Vallelunga triumphiert hatte.

„Meinen ersten Saisonsieg in Frankreich einzufahren, ist ziemlich cool“, sagte Berthon. „Ich musste das Maximum herausholen und gleichzeitig versuchen, die Reifen und alles andere zu managen.“

„Nach all der Arbeit, die wir in dieser und der vergangenen Saison investiert haben, freue ich mich unheimlich für das Team. Das hat sich heute ausgezahlt.“

Néstor Girolami wurde Zweiter, vor Gilles Magnus im anderen Comtoyou-Audi und Mikel Azcona aus dem Team im BRC Hyundai N Squadra Corse. Damit verkürzte Girolami seinen Rückstand auf den amtierenden, von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader, Mikel Azcona, von 32 auf 25 Punkte, was genau der Punkteanzahl entspricht, die noch im zweiten Rennen heute Nachmittag zu vergeben sind.

Esteban Guerrieri hingegen musste frühzeitig an die Box, um sich neue Reifen abzuholen. Dadurch kam er allerdings mit großem Rückstand auf den Rest des Feldes wieder auf die Strecke. Immerhin reichte es noch für Platz zehn und die schnellste Rennrunde.

Grund für seinen außerplanmäßigen Boxenstopp war eine Berührung mit Gilles Magnus, der allerding weiterfahren und das Rennen auf Platz drei beenden konnte. Die Rennleitung erklärte, man würde den Zwischenfall nach dem Rennen untersuchen.

Platz fünf ging an Norbert Michlisz aus dem BRC-Hyundai-Team, der fünf Runden vor dem Ende den Audi von Tom Coronel überholte. Daraufhin kam der Niederländer in der nächsten Kurve zu weit heraus, wodurch er nicht nur den sechsten Platz, sondern auch die Auszeichnung des bestplatziertesten WTCR-Trophy-Fahrers an Rob Huff aus dem Team Zengő Motorsport verlor.

Der andere Zengo-Pilot, Dániel Nagy, machte in den letzten Runden noch drei Plätze gut und wurde am Ende Achter. Platz neuen ging an Tiago Monteiro aus dem Team LIQUI MOLY Engstler. Dessen Teamkollege, Attila Tassi, lag drei Runden vor dem Schluss auf Platz sieben, als er sich durch eine Berührung vorne links einen Reifenschaden einfing. Die Folge war ein wilder Rutscher über die Strecke und ein außerplanmäßiger Boxenstopp. Auslöser war Mehdi Benanni, der danach mit einer Runde Rückstand als Elfter ins Ziel kam.