DAS ERSTE RENNEN IN RUSSLAND: MIKEL AZCONA GEWINNT DOCH YANN EHRLACHER IST CHAMPION

2021-11-28T11:47:21+01:00November 28th, 2021|2021, WTCR VTB Race of Russia 2021|

Mikel Azcona gewinnt das erste Rennen in Russland mit einem Überholmanöver in der letzten Runde gegen Jean-Karl Vernay. Doch der Mann des Tages ist Yann Ehrlacher. Der Franzose feiert dank eines sechsten Platzes auf dem Sotschi-Autodrom seinen zweiten Titel in Folge.

Bei seinem ersten Laufsieg des Jahres stürmte Mikel Azcona aus dem Team Zengő Motorsport vom achten Startplatz aus ganz nach vorne.

Das Auftaktrennen fand unter schwierigen Bedingungen statt. Trotzdem gab Frédéric Vervisch alles, um mit seinem Audi RS 3 LMS im Titelkampf zu bleiben. Doch am Ende reichte der dritte Platz nicht, um Yann Ehrlacher am Titelgewinn zu hindern.

„Das fühlt sich so extrem gut an“, sagte der 25-jährige am Funk nach der Zielankunft. „Wir sind Weltmeister! Zum zweiten Mal! Ja! Come on!“

Jean-Karl Vernay zeigte eine fantastische Leistung und sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Der Fahrer aus dem Engstler Hyundai N Liqui Moly Racing hatte einen hervorragenden Start und quetschte sich vor der ersten Kurve zwischen den beiden Audi vorbei. Doch Polesitter Gilles Magnus konnte auf dem langen Weg zu Kurve 2 kontern und sicherte sich so zunächst die Führung. Dahinter kämpften Esteban Guerrieri mit Frédéric Vervisch um Platz drei. Dabei verlor der Argentinier die Kontrolle seines Honda Civic Type R TCR und krachte in die Leitplanke. „Es tut mir leid, Leute“, sagte Guerrieri am Funk. „Ich bin auf den blauen Lackstreifen gekommen.“

In der anschließenden Safety-Car-Phase schilderte Yann Ehrlacher, wie er den Start aus seinem Auto miterlebt hat. „Es war das absolute Chaos“, sagte er. „Ich konnte nichts sehen. Aber das Wichtigste ist, dass es Esteban gut geht. Das war ein ziemlich heftiger Abflug und ich habe ihn live mitangesehen.“

Das Rennen wurde in Runde vier wieder aufgenommen und Jean-Karl Vernay ging sofort in den Angriffsmodus über. Er blieb in der langgezogenen Kurve 3 auf der Innenbahn und konnte so an Magnus vorbeiziehen und die Führung übernehmen. Der Belgier wurde anschließend sofort von den beiden CUPRA-Piloten Rob Huff und Mikel Azcona angegriffen. Letzterer ging in Runde fünf an seinem Teamkollegen vorbei. In der Zwischenzeit meldete Jean-Karl Vernay, dass sein Scheibenwischer nicht mehr funktioniert. Eine Runde später überholte Mikel Azcona Gilles Magnus für Rang drei und es dauerte nicht lange bis er sich an den zweitplatzierten Vervisch herangearbeitet hatte, der hinter Vernay auf Platz zwei lag.

Doch Magnus steckte nicht so leicht auf und attackierte die beiden CUPRA in der siebten Runde, wodurch die Reihenfolge erneut durcheinander gewürfelt wurde. Nun lag Rob Huff vor Mikel Azcona und Gilles Magnus auf dem dritten Rang.

Vorne kämpfte Frédéric Vervisch mit Jean-Karl Vernay um die Führung, wodurch Rob Huff herankam. Nun musste sich der Belgier auf einmal gegen den CUPRA-Fahrer verteidigen. Die beiden kollidierten Seite an Seite, wodurch die Aufhängung des CUPRA Léon Competicion von Rob Huff brach. Im Anschluss schleppte sich der Engländer zurück an die Box. Die neue Reihenfolge in der Schlussphase des Rennens lautete nun: Jean-Karl Vernay vor Mikel Azcona, Frédéric Vervisch und Gilles Magnuns.

In der letzten Runde nutzte Mikel Azcona den Windschatten von Jean-Karl Vernay, um die Lücke auf der Start-Ziel-Geraden zu schließen. Anschließend konnte er sich in der langgezogenen Kurve 3 neben ihn setzen und die Führung übernehmen. Nun stand dem ersten Rennsieg des Spaniers in der WTCR-Saison 2021 nichts mehr im Weg. Der letzte Podiumsplatz ging an Frédéric Vevisch, der das Rennen vor seinem Comtoyou-Kollegen Gilles Magnus beendete.

Dahinter komplettierte Nathanaël Berthon mit Platz fünf das Audi-Trio. Der Franzose hatte ein sehr ruhiges Rennen erlebt. Auf Rang sechs fuhr der alte und neue Champion Yann Ehrlacher ein. Der Lynk-&-Co-Pilot hielt sich aus allem raus und fuhr die Punkte ein, die er zum Titelgewinn benötigte.

Honda-Pilot Attila Tassi kämpfte sich an Yvan Muller vorbei und wurde Siebter. Die letzten beiden Plätze in den Top 10 gingen an die übrigen Lynk & Co von Santiago Urrutia und Thed Björk. Die verbleibenden Punkteränge belegten: Néstor Girolami (Honda), Norbert Michelisz (Hyundai), Luca Engstler (Hyundai), Gabriele Tarquini (Hyundai) und Jordi Gene (CUPRA). Für Gabriele Tarquini war es das vorletzte Rennen in seiner Karriere.

Das zweite Rennen des von VTB präsentierten Rennwochenendes in Russland startet um 12:15 Uhr deutscher Zeit.

 

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