DAS ERSTE RENNEN IN SPANIEN: GILLES MAGNUS SIEGT SOUVERÄN VOR ROB HUFF

2022-06-26T12:47:36+02:00Juni 26th, 2022|2022, WTCR Race of Spain 2022|

Gilles Magnus hielt im ersten Rennen des Wochenendes in Spanien auf dem schwülen Motorland Aragon den enormen Druck von Rob Huff stand und sicherte sich den Sieg in Rennen 1.

Die beiden lieferten sich vom Start weg bis hin zur Zielflagge ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Huff gab in seinem Cupra Leon Competición alles, fand aber keinen Weg am Audi RS3 LMS von Gilles Magnus vorbei. Der Belgier feiert damit seinen zweiten WTCR-Sieg und den ersten Audi-Erfolg in diesem Jahr.

Polesitter Magnus hatte seine Mühe, die Führung in den ersten Kurven zu verteidigen. Währenddessen fiel Nathanaël Berthon vom zweiten auf den vierten Platz zurück. Sowohl Yann Ehrlacher, der amtierende „König“ des WTCR, als auch Rob Huff überholten den Franzosen in den ersten beiden Kurven. Wenig später zog Huff auch an Ehrlacher vorbei, wodurch er nun auf Platz zwei liegend die Verfolgung auf Gilles Magnus in Angriff nehmen konnte.

In der zweiten Runde holte sich Berthon seinen Platz gegen Yann Ehrlacher zurück. Allerdings kam es dabei zu einem Kontakt, wodurch der Lynk-&-Co-Fahrer drei Plätze verlor, da nun auch Yvan Muller und der amtierende, von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader, Mikel Azcona, an Ehrlacher vorbeigehen konnten. Azcona, der in Spanien seine Heimrennen bestreitet, überholte im Anschluss Muller und war den Rest des Rennens Berthon auf den Fersen, fand aber keinen Weg an ihm vorbei und verpasste damit das Podium denkbar knapp.

„Es war ein hartes Rennen und ich bin sehr glücklich“, sagte Magnus sichtlich erfreut. „Sechzehn Runden mit Mr. Senior im Nacken, wie ich Rob Huff nenne, war wirklich hart. Ich habe das gesamte Rennen über geschwitzt, aber letztendlich haben wir es geschafft. Platz ein und Platz drei sind großartige Ergebnisse für das Team. Schade, dass Nat den zweiten Rang nicht halten konnte. Ich glaube, wir hatten beide einen schlechten Start. Bei mir lag es war wahrscheinlich am Stress. Aber letztendlich haben wir gewonnen.“

Auch Huff freute sich über seinen zweiten Platz in Folge: „Der Cupra von Zengő Motorsport ist im Moment auf einer Mission“, sagte er. „Jedes Mal werden wir schneller und schneller. Wir fühlen uns wohl haben jetzt mehr Selbstvertrauen. Ich weiß, dass ich das immer wieder sage, aber es ist wahr und es zeigt sich auch auf der Strecke. Der Start war großartig und ich konnte Nat überholen. Dann war ich auch in den Kurven 2 und 3 auf der Innenseite von Yann und wollte nicht zurückstecken.“

„Danach baute ich so viel Druck wie möglich auf Gilles auf. Er machte auch ein paar kleine Fehler, aber es hat nie gereicht, um vorbeizukommen. Zweimal war ich neben ihn. Aber jetzt bin ich einfach nur super zufrieden und freue mich über die Punkte.“

„Das war wie immer nicht einfach“, sagte Berthon. „Sie hatten ein unglaubliches Tempo. Gratulation an Gilles, ein Sieg ist immer schön. Ich wollte am Start nicht zu aggressiv sein, denn wir sind Teamkollegen. Ich habe mein Bestes gegeben, aber letztendlich habe ich zwei Positionen verloren, was es nicht einfach gemacht hat. Danach hatte ich einen schönen Zweikampf mit Yvan. Leider kam er mir beim Anbremsen ein bisschen in die Quere, sodass ich nicht ausweichen konnte. Es war nur eine kleine Berührung, die aber bei diesen Geschwindigkeiten große Auswirkungen hat. Nichtsdestotrotz haben wir uns das Podium mit unserer Pace verdient.“

 

Auch der zweite Hyundai Elantra N TCR erwies sich als schnell, wodurch sich Norbert Michelisz von Rang neun bis vor auf Platz fünf arbeiten konnte. Am Ende landete er direkt hinter seinem Teamkollegen Mikel Azcona. Yvan Muller musste seinen Neffen, Yann Ehrlacher, vorbeilassen, wodurch dieser Sechster wurde. Wirklich glücklich war er aber damit nicht.

Santiago Urrutia startete das Renen von Rang sechs und wurde am Ende Achter. Sein Lynk-&-Co-Kollege, Thed Björk, arbeitete sich von Platz zwölf auf Rang neun vor. Dadurch kamen vier Lynk & Co hintereinander ins Ziel. Mehdi Bennani komplettierte in seinem ersten Rennen auf dem Motorland Aragon die Top 10.

Esteban Guerrieri war mit Platz elf der beste Honda-Pilot. Hinter ihm landete sein Teamkollege Néstor Girolami. Ma Qing Hua, der Rennen 2 vor der Pole aus starten wird, und Tiago Monteiro belegten die Plätze 13 und 14.

Attila Tassi, Tom Coronel und Dániel Nagy schieden alle aus dem Rennen aus. Nagy fuhr hart über einen Randstein, wodurch eine Felge brach, er den Radkasten verlor und sich einen Plattfuß einfuhr.

Mit diesem Ergebnis führt Mikel Azcona mit acht Punkten Vorsprung auf Gilles Magnus die Fahrermeisterschaft an. Yann Ehrlacher und Néstor Girolami liegen punktgleich auf Rang drei.

Das zweite Rennen in Spanien beginnt um 15:15 Uhr.