DAS ZWEITE RENNEN IN PAU: AZCONA GEWINNT NACH STARTKOLLISION ZWISCHEN MICHELISZ UND TASSI

2022-05-08T18:35:37+02:00Mai 8th, 2022|2022, WTCR Race of France 2022|

Mikel Azcona war der lachende Dritte, nachdem Polesitter Norbert Michelisz und Attila Tassi direkt nach dem Start auf dem Circuit de Pau-Ville miteinander kollidierten. Der Spanier holt sich den Sieg im Reverse-Grid-Rennen zwei.

Hinter dem Mann aus dem Team BRC Hyundai N Squadra Corse landeten die beiden Lynk & Co von Santiago Urrutia und Ma Quing Hua. Aufregung gab es auch rund um den amtierenden „König“ des WTCR Yann Ehrlacher. Dieser lag zwischenzeitlich auf Platz drei, musste dann aber mit einem Reifenschaden an die Box.

Vorne erwischte Tassi den besseren Start, doch sein ungarischer Landsmann Michelisz zog nach rechts, um die Tür auf der Innenbahn zu schließen, wodurch die beiden Fahrer miteinander kollidierten. Der Honda von Tassi schlug in die Boxenmauer ein, während der Hyundai von Michelisz abprallte und wieder auf die Strecke rutschte, wodurch das gesamte Feld stark abbremsen musste. Weiter hinten im Feld kam es dann zu einer Kettenreaktion: Gilles Magnus knallte in das Heck des Lynk & Co von Yvan Muller und die Aufhängung des Audis von Mehdi Bennani brach ebenfalls. Folgerichtig kam das Safety-Car heraus, welches das gesamte Feld einige Runden lang durch die Boxengasse führte.

„Mein Start war eher durchschnittlich“, erklärte Michelisz. „Als ich in Kurve 1 einbog, berührten wir uns. Es war eine sehr unglückliche Situation und dafür entschuldige ich mich. So möchte man auf keinen Fall in die Saison starten. Ich würde gerne noch Bilder von außen sehen, aber es war definitiv Pech.“

Als das Rennen wieder aufgenommen wurde standen noch 23 Minuten und eine Runde auf der Uhr. Mikel Azcona ging den Re-Start eher vorsichtig an und wurde gleich von Santiago Urrutia unter Druck gesetzt. Doch der Spanier behielt einen kühlen Kopf, verteidigte die Positionen und setzte sich nach ein paar Runden ab. Nach 21 Runden betrug sein Vorsprung auf Urrutia 3,876 Sekunden.

„Ich bin sehr glücklich darüber, wie das erste Rennwochenende mit BRC und im Hyundai gelaufen ist“, sagte Azcona. „Ich kann jedem im Team nur beglückwünschen. Sie haben das gesamte Wochenende hart gearbeitet und einen hervorragenden Job gemacht. Ich stehe nur dank ihnen hier. Nun müssen wir genauso weitermachen.“

„Der Start war gut“, sagte Urrutia. „Im Freien Training haben wir bereits gezeigt, wozu wir fähig sind, auch wenn wir es im Qualifying nicht ganz umsetzen konnten. Aber ich wusste, dass ich von innerhalb der Top 10 aus kommend, gute Punkte holen werde, wenn ich das Auto nur auf der Strecke halten, denn auf einer so schwierigen Strecke kann viel passieren. Es war glücklich, mich am Start für die Außenbahn entschieden zu haben, so konnte ich diesem doch sehr heftigen Crash ausweichen.“

 

 

 

 

 

 

Es sah schon so aus, als würde Yann Ehrlacher seinem Lynk-&-Co-Kollegen Urrutia auf das Podium folgen, doch 12 Minuten vor dem Ende musste der Franzose mit einem Reifenschaden an die Box kommen, wodurch Ma in seinem ersten Rennwochenende für Cyan Performance einen Podiumsplatz erbte.

Mit einem vierten Platz konnte Nathanaël Berthon aus dem Team Comtoyou DHL Audi Sport die Enttäuschung aus dem ersten Rennen einigermaßen wieder wett machen. Esteban Guerrieri hingegen ließ seinem zweiten Platz aus dem ersten Rennen einen fünften Platz in Rennen 2 folgen. Sechster wurde Yvan Muller, der es trotz einer Kollision mit Gilles Magnus ins Ziel schaffte.

Der Sieger des erstens Rennen, Néstor Girolami, wurde Siebter. Rob Huff war mit Platz acht der beste CUPRA-Pilot und der bestplatzierteste WTCR-Trophy-Fahrer, und das obwohl er nur von Platz 13 ins Rennen gegangen war. Die Top 10 wurden von Thed Björk (Cyan Performance Lynk & Co) und Tiago Monteiro (Liqui Moly Team Engstler Honda) komplettiert.

Elfter wurde Dániel Nagy im zweiten CUPRA. Hinter ihm folgten der Audi von Tom Coronel und Wilcard-Fahrer Éric Cayrolle. Ehrlacher landete am Ende auf Platz 15 und nimmt somit wenigstens einen Zähler mit nachhause. Doch noch auf dem Weg zurück an die Box funkte er seinem Team: „I want to cry.“

Damit bleibt Néstor Girolami mit 49 Punkten der von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader. Sein Vorsprung auf Teamkollege Guerrieri beträgt sieben Punkte. Mikel Azcona lauert einen weiteren Punkt dahinter.

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