DAS ZWEITE RENNEN IN PORTUGAL: ROB HUFF SCHREIBT GESCHICHTE MIT SIEG BEIM 100. WTCR-RENNEN

2022-07-07T14:31:05+02:00Juli 3rd, 2022|2022, WTCR Race of Portugal 2022|

Rob Huff gewinnt das 100. Rennen in der Geschichte des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) in Vila Real. Für den Briten ist es der erste Sieg der Saison.

Dabei stürmte Huff von Startplatz vier aus nach ganz vorne, um den ersten Sieg für  Zengő Motorsport und für Cupra in dieser Saison einzufahren.

Yvan Muller startete von der Reverse-Grid-Pole vor Attila und dem amtierenden, von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader, Mikel Azcona. Rob Huff lag auf Position vier, als in der dritten Runde das Safety-Car herauskam. Lokalmatador Tiago Monteiro aus dem Team LIQUI MOLY Engstler kollidierte mit Esteban Guerrieri aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport. Beide prallten in einer Rechtskurve in die Leitplanke.

Nach der Wiederaufnahme des Rennens in Runde sechs kam die einzig für Vila Real eingeführte Joker-Runde zum Tragen, welche den Rennverlauf komplett auf den Kopf stellen sollte. Yvan Muller trat sie in Runde acht an, verbremste sich allerdings dabei, wodurch er auf den vierten Platz zurückfiel.

Rob Huff hingegen wartete und übernahm dadurch die Führung. Als er in Runde 12 seine Joker-Runde absolvierte, war sein Vorsprung groß genug, um die Position zu halten. Nur Sekunden später krachte sein Teamkollege, Dániel Nagy, nach der Schikane in die Mauer. Nathanaël Berthon konnte nicht mehr ausweichen und knallte in den Cupra hinein, was die zweite Safety-Car-Phase des Rennens auslöste.

Wenn der Unfall vor Huffs Joker-Runde passiert wäre, hätte der Brite das Rennen wahrscheinlich verloren. So war er nach der Safety-Car-Phase in Führung – eine Führung, die er bis zum Ende des Rennens nicht mehr abgeben sollte.

„Wir haben uns zum Glück nicht bis zum Safety-Car Zeit gelassen“, freute sich Huff. „Ich habe die Entscheidung getroffen. Die Beiden [Tassi und Azcona] haben nacheinander ihre Joker-Runde absolviert. Wir wussten, wir würden mit freier Fahrt eine Sekunde schneller sein. Mein Ingenieur hat mich dann über Funk auf dem Laufenden gehalten und wir konnten die Lücke zufahren. Das Auto war hervorragend und irgendwie – ich werde noch eine Weile brauchen, um herauszufinden, wie – haben wir das Rennen gewonnen. Das ist ein super Ergebnis für die Meisterschaft, für das Team, für die Zuschauer und für alle Leute zu hause.“

Zweiter wurde der Honda von Attila Tassi. Platz drei ging an Mikel Azcona, der damit seinen Vorsprung in die Fahrermeisterschaft weiter ausbaut.

„Bis jetzt ging für uns in dieser Saison nicht viel zusammen“, sagte Tassi. „Wir haben viel Pech gehabt, auch heute wieder, als Rob seine Joker-Runde eine Runde vor dem Safety-Car absolvierte. Dennoch, seine Pace war herausragend und er hat getan, was er tun musste. Ich denke, ich hätte nicht mehr aus dem Auto herausholen können. Ich habe die ganze Zeit aufgepasst, denn ich wusste, Mikel würde nach seiner Joker-Runde eine viel bessere Pace gehen können. Als er sie dann angetreten hat, habe ich alles herausgeholt und meine Joker-Runde gleich danach absolviert. Im Anschluss ging es nur noch darum, die Reifen zu managen.“

„Ich wollte das Rennen genau wie vor drei Jahren gewinnen. Doch Robs Pace war wirklich unglaublich. Zum Glück konnte ich dem Team dennoch etwas zurückgeben, denn sie haben wirklich hart gearbeitet. Hoffentlich können wir daran anknüpfen.“

Azcona freute sich darüber, seinen Status als amtierender, von Goodyear präsentierter #FollowTheLeader verteidigen zu können. Sein Vorsprung auf Santiago Urrutia beträgt nun 16 Punkte, vier weitere Punkte dahinter lauert Yann Ehrlacher. Rob Huff ist durch den Sieg auf Rang vier in der Meisterschaft vorgerückt.

„Es ist immer ein gutes Gefühl, die Goodyear-Mütze zu tragen. Das bedeutet, wir führen weiterhin die Meisterschaft an. Wir haben gute Punkte in einem eigentlich schwierigen Wochenende geholt und stehen am Ende mit Platz drei auf dem Podium.“

Platz vier ging an Yvan Muller, dicht gefolgt von Norbert Michelisz aus dem Team BRC Hyundai N Squadra Corse. Mehdi Bennani konnte sich der Angriffe von Ma Qing Hua und Yann Ehrlacher erwehren und Platz fünf nachhause bringen. Nach seinem Podium im ersten Rennen landete Néstor Girolami auf Platz neun, vor Santiago Urrutia und Thed Björk.

Tom Coronel wurde in seinem Audi Zwölfter. Gilles Magnus beendete das Rennen auf Platz 13.