DAS ZWEITE RENNEN IN RUSSLAND: ROB HUFF GEWINNT SOTSCHI-KRIMI

2021-11-28T13:45:49+01:00November 28th, 2021|2021, WTCR VTB Race of Russia 2021|

Rob Huff feierte im letzten Rennen des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) 2021 seinen ersten Saisonsieg. Das zweite Rennen beim Wochenende in Russland sorgte für einen packenden Abschluss des Jahres.

Dabei setzte sich Rob Huff im Kampf um den Sieg gegen Frédéric Vervisch durch. Doch der Belgier sicherte sich mit dem zweiten Platz die Vizemeisterschaft.

Das gesamte Rennen war actiongeladenen. Gleich am Start verlor Yvan Muller seine Führung an Mikel Azcona und auch Néstor Girolami ging sofort am Franzosen vorbei. Doch Muller eroberte später in der Runde den zweiten Platz zurück. Dessen Lynk-&-Co Kollege, Santiago Urrutia, schaffte es zwischenzeitlich auf Platz drei vor. Doch der Uruguayer beschädigte sich bei seinem Weg nach vorne das Fahrzeug, wodurch er letztendlich in die Box zurückkehren musste.

Doch auch weiter hinten ging es in der Anfangsphase heiß her. Gilles Magnus und Attila Tassi kollidierten direkt nach dem Start, wodurch der Belgier in seinem Comtoyou-Audi auf der Strecke stehen blieb. Als Folge dessen kam das Safety-Car, ein Honda Civic Type R Limited Edition, heraus.

Eigentlich hätte das Rennen in Runde vier fortgesetzt werden sollen. Doch als das Safety-Car an die Box kam und das Feld in die letzte Kurve einbog, krachte Yvan Muller in das Heck von Mikel Azcona, wodurch beide zur Aufgabe gezwungen waren. „Ich weiß nicht, was passiert ist. Es tut mir leid“, sagte ein enttäuschter Muller.

Auch Mikel Azcona, der das erste Rennen gewonnen hatte, zeigte sich niedergeschlagen. „Das Auto ist total zerstört“, sagte er. „Ich bin sehr enttäuscht von Yvan Muller und kann nicht verstehen, dass einem Fahrer mit so viel Erfahrung so ein Fehler passiert. Er hat mein Rennen ruiniert. Vielen Dank dafür.“

Damit führte Néstor Girolami das Rennen an, doch es dauerte nicht lange bis zum nächsten Unfall. Bence Boldisz und Wildcard-Pilot Ladygin kollidierten in der langgezogenen Kurve drei, wodurch der CUPRA-Pilot sehr hart in die Leitplanke anschlug. Dennoch war Boldizs in der Lage, die Szenerie zu Fuß zu verlassen.

Letztendlich wurde das Rennen in Runde sieben fortgeführt. Zunächst konnte Girolami die Attacke von Rob Huff und Frédéric Vervisch in die erste Kurve hinein abwehren. Doch in Kurve 13 gelang es Huff mit einem großartigen Manöver, die Führung zu übernehmen. Im Anschluss setzte sich der CUPRA-Fahrer sofort ab und fuhr einen Vorsprung heraus, der reichten sollte, um der zwölfte Sieger im 16. WTCR-Rennen in dieser Saison zu werden.

„Nach einem Jahr mit sieben Ausfällen haben wir uns dieses Ergebnis verdient“, freute sich Huff. „Es ist eine großartige Art und Weise, die Saison zu beenden. Wir haben es geschafft, obwohl wir Fehlzündungen hatten. Einfach brillant.“

Doch die Positionen hinter dem Mann aus dem Team Zengő Motorsport waren noch stark umkämpft. Frédéric Vervisch übte lange Zeit Druck auf Néstor Girolami aus und fand letztendlich in der zehnten Runde mit einem grandiosen Manöver seinen Weg vorbei. „Ich weiß nicht was ich sagen soll und muss das erstmal sacken lassen.“, sagte Vervisch, der sich mit diesem Ergebnis die Vizemeisterschaft hinter Yann Ehrlacher sicherte. „Ich sollte auf das Auto springen, denn mit einem neuen Fahrzeug eine solche Saison zu fahren, ist eine riesige Leistung.“

Mit Nathanaël Berthon komplettierte ein weiterer Audi-Fahrer das Podium, nachdem er quasi das gesamte Rennen über um Positionen gekämpft hatte. Hinter ihm landete Attila Tassi aus dem Team ALL-INKL.DE Münnich Motorsport. Der Ungar stürmte von Startplatz zwölf auf Rang vier vor und landete am Ende vor Jean-Karl Vernay und Champion Yann Ehrlacher, der wie bereits im ersten Rennen Sechster wurde.

Deutlich schlechter lief es am Ende für Néstor Girolami. Der Argentinier fiel auf Rang sieben zurück. Die letzten Plätze in den Top 10 gingen an Norbert Michelisz (Hyundai), Tom Coronel (Audi) und Luca Engstler (Hyundai). Thed Björk wurde Elfter vor Jordi Gené. Der Spanier schaffte es trotz eines Rammstoßes von Gabriele Tarquini ins Ziel. Für den Italiener war es ein enttäuschendes Ende seiner WTCR-Karriere. Er musste seinen Hyundai Elantra N TCR in der achten Runden mit einer beschädigten Front abstellen.