DAS ZWEITE RENNEN IN UNGARN: URRUTIA HÄLT HUFFS DRUCK STAND

2022-06-13T14:26:18+02:00Juni 12th, 2022|2022, WTCR Race of Hungary 2022|

Santiago Urrutia setzt sich im Reverse-Grid-Rennen beim Rennwochenende des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) gegen Rob Huff durch.

Der Uruguayer aus dem Team Cyan Performance Lynk & Co startete von der Poleposition und musste das gesamte Rennen über die Attacken von Rob Huff aus dem Zengő Motorsport abwehren. Dabei überstand er auch einen Safety-Car-Restart tadellos. Dank dieser Coolness gewinnt Santiago Urrutia das zweite Rennen in Ungarn vor einem sich aufopfernden Rob Huff.

„Es war sehr anstrengend und sehr warm im Auto“, sagte Urrutia erfreut. „Ich konnte mich keinen Augenblick des Rennens entspannen. Rob hat Druck gemacht und ich konnte mir keinen einzigen Fehler erlauben. Ich denke, ich habe das Rennen beim Neustart gewonnen. Wenn ich einmal eine Lücke hätte herausfahren können, hätte er nie wieder aufgeschlossen. Aber er hing immer an mir dran und hat mich unter Druck gesetzt. Was für ein Rennen. Vielen Dank an Rob für dieses saubere Rennen.“

„Mega“, sagte Huff. „Gratulation an Santi. Ich hatte ein leicht schnelleres Auto und habe alles reingeworfen, was ich hatte. Aber er hat mir keine Lücke angeboten, in der ich es mal hätte versuchen können. Nach dem Desaster des letzten Jahres [Unfall in Rennen 1, wodurch er seine Poleposition in Rennen 2 nicht nutzen konnte] wollte ich sicherstellen, dass wir in diesem Jahr ein solides Ergebnis einfahren und ein Podium beim Heimrennen des Teams ist absolut mega. Wir legen die Messlatte stets ein bisschen höher. Ich habe dieses Rennen sehr genossen.“

Dritter wurde Néstor Girolami aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, der mit diesem Ergebnis den Rückstand auf den amtierenden, von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader auf neun Punkte verringern konnte. Azcona, der das erste Rennen gewonnen hatte, wurde im zweiten Rennen Neunter, nachdem er von Platz zehn gestartet war.

„Das Team hat das gesamte Wochenende über einen hervorragenden Job gemacht und das Set-up immer weiter verbessert“, sagte Girolami. „Ich hatte im ersten Rennen zu kämpfen, weswegen wir uns entschieden haben, eine andere Richtung beim Set-up einzuschlagen, was sich als richtig herausgestellt hat. Wenn man bedenkt, dass wir mit 40 Kilogramm Ausgleichsgewicht am schwersten waren, war unsere Pace überraschend gut. Ich bin überglücklich und genieße es um die Meisterschaft zu kämpfen. Ich bin mehr als bereit dafür.“

Hinter Girolami landete der Lokalmatador aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Norbert Michelisz, der wiederrum Ma Qing Hua aus dem Team Cyan Performance Lynk & Co von Platz sechs verdrängte.

Platz sieben ging an Gilles Magnus von Comtoyou Audi Sport, der damit den Dritten des ersten Rennens, Nathanaël Berthon, hinter sich gelassen hat. Hinter ihm landete Mikel Azcona, dicht gefolgt von Yvan Muller, der Glück hatte, als das Safety-Car herauskam.

Muller befand sich in der ersten Kurve im Zweikampf mit Esteban Guerrieri, als der Audi von Mehdi Bennani in die Innenseite des Lynk & Co krachte. Muller konnte weiterfahren, aber Bennanis R3 LMS blieb mit einer gebrochenen Felge am linken Vorderrad auf der Stecke liegen.

Dabei verursachte Bennani bereits vor dieser Situation eine Kollision. Er touchierte den Lynk & Co von Thed Björk, der dann wiederrum den Cupra von Dániel Nagy krachte. Der Ungar konnte zunächst weiterfahren, wurde aber anschließend in der nächsten Kurve von Tom Coronel getroffen. Dadurch wurde diesmal Nagy in Björk reingeschoben, wodurch der Cupra beim Aufprall seinen rechten Hinterreifen verlor.

Esteban Guerrieri beendete das Rennen auf Platz elf, vor Tom Coronel sowie den beiden LIQUI-MOLY-Engstler-Piloten Attila Tassi und Tiago Monteiro.