DER WTCR GIBT IM NOVEMBER VOLLGAS: DIE FAHRER BEREITEN SICH AUF DIE STRASSENRENNEN BEI NACHT IN SAUDI-ARABIEN VOR

2022-11-21T06:00:51+01:00November 21st, 2022|2022, WTCR Race of Saudi Arabia 2022|

Der Kampf um die Fahrer- und Teammeisterschaften des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) erreicht vom 25. bis 27. November beim Rennwochenende in Saudi-Arabien seinen Höhepunkt. Nach 108 Rennen in fünf Saisons wird außerdem die Zielflagge für den WTCR gewunken.

Der amtierende, von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader, Mikel Azcona, kommt mit einen 60-Punkte-Vorsprung im Gepäck an den Dschidda Corniche Circuit. Er dürfte wissen, dass er sich nach einer grandiosen Saison in seinem vom BRC-Hyundai-Team eingesetzten Hyundai Squadra Corse Elantra N TCR in Dschidda nur noch selbst um den Titel bringen kann.

Tatsächlich würde ihm schon die schnellste Zeit im Qualifying reichen, um als erster Spanier und dritter BRC-Fahrer Titelträger zu werden. Sollte ihm dies gelingen, ist auch das Abschneiden seines engsten Titelverfolgers, Nestor Girolami, der einem Honda Civic Type R TCR für das Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport pilotiert, unbedeutend.

„Das WTCR-Wochenende in Bahrain war fantastisch, es lief sehr gut für uns“, sagte Azcona. „Das ist ein sehr wichtiger Moment in meiner Karriere und ich weiß, ich kann ein großartiges Resultat erzielen. Ich möchte die Weltmeisterschaft gewinnen und ich werde alles dafür tun, um es zu schaffen.“

Girolami, der 2022 zwei Rennen gewonnen hat, sagte: „Es wird sehr schwierig werden, den Titel zu gewinnen, aber es ist noch nicht vorbei. Wir werden in Dschidda mit allem, was wir haben, angreifen und am Ende sehen, wohin uns das gebracht hat.“

Während der 26-jährige Azcona also schon wie der sichere Titelsieger aussieht, ist das Rennen um den zweiten und dritten Platz in der Meisterschaft noch völlig offen. Auf der vor kurzem fertiggestellten, kurzen Streckenvariante können insgesamt noch vier Fahrer Vizemeister werden. Platz drei können sogar noch fünf Fahrer erreichen.

Das allererste WTCR-Rennwochenende in Saudi-Arabien, welches die erste Veranstaltung einer Tourenwagenweltmeisterschaft in diesem Land ist, wird für alle Fahrer komplettes Neuland werden.  Noch nie wurde auf dem 3,45 Kilometer langen, kurzen Streckenvariante des  Dschidda Corniche Circuit ein Wettbewerb ausgetragen.

Die kurze Streckenvariante führt die Fahrer nach dem Ausgang der dritten Kurve in Richtung der nach links gehenden Kurve 4. Doch anstatt auf dem normalen Streckenverlauf in Kurve 5 zu bleiben, biegen die Fahrer rechts in eine schnelle Haarnadelkurve ein, bevor sie Ausgangs von Kurve 6 wieder voll auf das Gas gehen können und in Richtung Kurve 7 fahren.

Norbert Michelisz, der „König“ des WTCR von 2019 und Rennsieger beim letzten Rennwochenende in Bahrain, sagte: „Ich kenne diese Strecke überhaupt nicht. Ich habe nur ein paar Formel-1-Rennen gesehen (auf dem langen Streckenlayout) und normalerweise kommen uns Straßenkurse entgegen. Und auch ich mag Stadtkurse wirklich sehr, aber Dschidda wird eine komplett neue Herausforderung.“

Esteban Guerrieri, der vor dem Rennwochenende in Saudi-Arabien mit zehn Rennsiegen den Erfolg für die meisten Siege im WTCR hält, sagte: „Es ist eine kurze Strecke. Mal sehen, was uns erwartet, wie schmutzig die Strecke anfangs sein wird und wie sehr sie sich im Verlauf des Wochenendes entwickelt. Um ehrlich zu sein, werde ich die Strecke erst kennenlernen, wenn wir rausfahren, aber ich werde mein Bestes geben.“

Das Qualifying findet am Samstagabend, 26. November, um 18:30 Uhr Ortszeit (20:30 Uhr deutscher Zeit) statt. Das erste Rennen folgt am Sonntag, 27. November, um 19:15 Uhr Ortszeit (21:15 Uhr deutscher Zeit) Zeit. Gefahren wird dabei 30 Minuten plus eine Runde. Das zweite Rennen startet um 22:15 Uhr Ortszeit (00:15 Uhr deutscher Zeit) und geht über 25 Minuten plus eine Runde. Das komplette Rennwochenende wird dabei live bei Eurosport und auf dem Eurosport Player übertragen. Auch andere Sender berichten auf der gesamten Welt über den WTCR.

DIE WICHTIGSTEN INFORMATIONEN ZUM RENNWOCHENENDE IN SAUDI-ARABIEN

Rennen: 17 und 18 von 18
Datum: 25. bis 27 November
Strecke: Dschidda Corniche Circuit
Ort: Dschidda Corniche, Saudi-Arabien
Streckenlänge: 3,450 Kilometer
Renndistanz Rennen 1: 30 Minuten plus eine Runde
Renndistanz Rennen 2: 25 Minuten plus eine Runde
WTCR-Rundenrekord im Qualifying: Noch nicht aufgestellt
WTCR-Rundenrekord im Rennen: Noch nicht aufgestellt

In 100 Worten: Der erste Besuch des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) in Saudi-Arabien verbindet internationalen Tourenwagensport mit aufregenden Rennen bei Nacht. Unterstützt wird er dabei von der Saudi Motorsport Company. Der WTCR ist die erste Rennserie, die auf der alternativen, 3,45 Kilometer kurzen Streckenvariante fährt, die ausgewählt wurde, weil ihr Design eine enge Strecke mit ebenso engen Rad-an-Rad-Duellen verspricht. Aus diesem Grund wurde sie extra für den internationalen Tourenwagensport homologisiert. Saudi-Arabien entwickelt sich dadurch immer mehr zu einer beliebten Motorsport-Destination. Nicht nur die Formel 1, sondern auch die Formel E und die Rallye-Weltmeisterschaft gastieren regelmäßig in diesem Land.

Der Zeitplan beim Rennwochenende in Saudi-Arabnien

Freitag, 25. November
19:30-20:30 Uhr: Testfahrten

Samstag, 26. November
13:00-13:45 Uhr: 1. Freies Training
16:00-16:30: 2. Freies Training
18:30-19:00 Uhr: Qualifying Q1 (Live im Eurosport Player und bei anderen Sendern weltweit)
19:05-19:20 Uhr: Qualifying Q2 (Live im Eurosport Player und bei anderen Sendern weltweit)
19:30-19:45 Uhr: Qualifying Q3 (Live im Eurosport Player und bei anderen Sendern weltweit)

Sonntag, 27. November
19:45 Uhr: Start Rennen 1 (30 Minuten plus eine Runde) (Live im Eurosport Player, Eurosport 1 und bei anderen Sendern weltweit)
Gegen 20:30 Uhr: Podiumszeromonie Rennen 1
22:15 Uhr: Start Rennen 2 (25 Minuten plus eine Runde) (Live im Eurosport Player, Eurosport 1 und bei anderen Sendern weltweit)
Gegen 22:50 Uhr: Podiumszeromonie Rennen 2

Die Teilnehmerliste
#5 Norbert Michelisz (HUN) BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR
#9 Attila Tasi (HUN) LIQUI MOLY Team Engstler, Honda Civic Type R TCR
#16 Gilles Magnus (BEL) Comtoyou Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS
#17 Nathanaël Berthon (FRA) Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS
#18 Tiago Monteiro (PRT) LIQUI MOLY Team Engstler, Honda Civic Type R TCR
#24 Ahmed Bin Khanen (SAU), Comtoyou Racing, Audi RS 3 LMS*
#29 Néstor Girolami (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR
#33 Tom Coronel (NLD) Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS
#72 Franco Girolami (ARG) Comtoyou Racing, Audi RS 3 LMS
#79 Rob Huff (GBR) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición
#86 Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR
#88 Nicky Catsburg (NLD) BRC Hyundai N Racing Team, Hyundai Elantra N TCR*
#96 Mikel Azcona (ESP) BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR
#99 Dániel Nagy (HUN) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición
#110 Viktor Davidovski (MKD) Comtoyou Racing, Audi RS 3 LMS*
*Wildcard-Fahrer

WTCR-RENNFORMAT

Gleiches Qualifikationsformat, aber geänderte Punktevergabe
Das dreistufige Qualifying-Format (Q1, Q2, Q3) bleibt unverändert, aber die Art und Weise, wie die Punkte vergeben werden, ist für 2022 völlig neu.

Ab diesem Jahr werden die schnellsten fünf Fahrer im Qualifying mit Punkten belohnt. Und zwar auf einer Skala von 10-8-6-4-2 – unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt sie ihre beste Runde gefahren haben oder ob sie in Q3 weitergekommen sind oder nicht.

Diese Änderung soll die Fahrer dazu ermutigen, in jeder Phase des Qualifyings schnelle Rundenzeiten zu fahren und der Versuchung zu entgehen, strategisch vorzugehen und zu versuchen, sich in Q2 den 10. Platz zu sichern, der mit der Pole-Position für das Rennen mit teils umgekehrter Startaufstellung verbunden ist.

Rennen 1 ist das Hauptrennen, Rennen 2 das mit teils umgekehrter Startaufstellung
Vor dem Rennen mit teilweise umgekehrter Startaufstellung gehen die Fahrer in Rennen 1 entsprechend den kombinierten Ergebnissen des Qualifyings an den Start. Sie fahren 30 Minuten plus eine Runde (35 Minuten plus eine Runde auf Stadtkursen, wenn das Safety-Car eingesetzt wird). Die sieben Erstplatzierten erhalten mehr Punkte als früher, wobei die Fahrer wie folgt gewertet werden:

Platz 1 = 30 Punkte; Platz 2 = 23; Platz 3 = 19; Platz 4 = 16; Platz 5 = 14; Platz 6 = 12; Platz 7 = 10; Platz 8 = 8; Platz 9 = 7; Platz 10 = 6; Platz 11 = 5; Platz 12 = 4; Platz 13 = 3; Platz 14 = 2; Platz 15 = 1

Rennen 2 wird zum Rennen mit teilweise umgekehrter Startaufstellung, bei dem die Fans 25 Minuten plus eine Runde lang unterhalten werden (30 Minuten plus eine Runde, wenn auf einem Stadtkurs ein Safety-Car-Einsatz erfolgt). Die Punkte werden wie folgt vergeben:

Platz 1 = 25 Punkte; Platz 2 = 20; Platz 3 = 16; Platz 4 = 13; Platz 5 = 11; Platz 6 = 10; Platz 7 = 9; Platz 8 = 8; Platz 9 = 7; Platz 10 = 6; Platz 11 = 5; Platz 12 = 4; Platz 13 = 3; Platz 14 = 2; Platz 15 = 1

Wie die Startaufstellung gebildet wird
Die Startaufstellung für Rennen 1 wird durch die Endergebnisse von Q3 (Positionen 1-5) und Q2 (Positionen 6-12) für die ersten 12 Startplätze bestimmt. Die Ergebnisse von Q1 bestimmen die restliche Startaufstellung für Rennen 1.

Für Rennen 2 werden die Startplätze 1-10 von den ersten 10 Fahrzeugen gemäß den endgültigen kombinierten Qualifying-Ergebnissen belegt, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Die Plätze 11 und 12 werden von den Fahrzeugen aus Q2 belegt, die nicht in umgekehrter Reihenfolge starten. Der Rest der Startaufstellung wird durch die Ergebnisse von Q1 ab den Positionen 13 abwärts bestimmt.
Die Renndauer wird erhöht und in Minuten, nicht in Kilometern gemessen

Rennen 1 dauert 30 Minuten plus eine Runde, Rennen 2 dauert 25 Minuten plus eine Runde. Bei Stadtrennen wird Rennen 1 im Falle eines Safety-Car-Einsatzes automatisch auf 35 Minuten plus eine Runde und das Rennen 2 auf 30 Minuten plus eine Runde verlängert. Ziel ist es, die Dauer jedes Rennens um zwei Runden zu verlängern, um den Teilnehmern mehr nutzbare Streckenzeit zu geben.

Reparaturzeit verlängert
Die Möglichkeit, zwischen den Rennen zu tanken, zu reparieren und das Set-up zu ändern, wurde von ehemals 20 auf mindestens 60 Minuten verlängert. Dadurch haben die Teams die Gelegenheit, Schäden aus Rennen 1 auf weniger intensive Weise zu reparieren oder eine neue Abstimmung zu wählen, die die Leistung des Autos für Rennen 2 verbessern und die Siegchancen erhöhen könnte.

Mit mehr Zeit, um die Autos für das zweite Rennen des Wochenendes vorzubereiten, sind die Fahrer eher geneigt, in Rennen 1 härter zu pushen, wobei ein besseres Rennen das eigentliche Ziel ist.

Kompensationsregeln überarbeitet
Die Regeln für das Ausgleichsgewicht wurden für 2022 überarbeitet und vereinfacht. Alle Autos werden bei der ersten Veranstaltung der Saison null Kilogramm Ausgleichsgewicht tragen. Bei der zweiten Veranstaltung wird das Ausgleichsgewicht für jedes Modell auf der Grundlage der besten Qualifikationszeit der vorangegangenen Veranstaltung festgelegt.

Ab der dritten Veranstaltung basiert das Ausgleichsgewicht auf der besten Qualifikationszeit, die bei einer der beiden vorangegangenen Veranstaltungen erzielt wurde, und nicht mehr auf dem Durchschnitt der besten zwei Rundenzeiten aus drei Veranstaltungen, wie es 2021 der Fall war. Das bedeutet, dass das Ausgleichsgewicht schneller aktualisiert werden kann und somit reaktionsschneller ist.

Außerdem wurde das maximale Ausgleichsgewicht von 60 auf 40 Kilogramm reduziert, um signifikante Leistungsunterschiede von Rennen zu Rennen zu vermeiden und so die Leistungsniveaus der einzelnen Marken noch näher zusammenzubringen. Die gleichen Prinzipien für das Ausgleichsgewicht gelten auch für die einzelnen Rennen.

Wussten Sie schon?

*Nach dem Rennwochenende in Bahrain ist der WTCR 106 Rennen alt. Tom Coronel und Esteban Guerrieri sind bei 105 angetreten, Norbert Michelisz bei 104.
*Mit zehn Rennsiegen ist Esteban Guerrieri Rekordsieger des WTCR. Er fährt in einem Honda für das Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport.
*Seit den Anfängen des WTCR 2o18 haben Gabriele Tarquini (einmal), Norbert Michelisz (einmal) und Yann Ehrlacher (zweimal) die Fahrertitel gewonnen.
*Das Rennwochenende in Saudi-Arabien ist die zweite WTCR-Veranstaltung im Nahen Osten. Saudi-Arabien wird damit zum 18. Land, in dem der WTCR gastiert hat.
*Keine der Fahrer des WTCR hat Erfahrung auf der kurzen Variante des Dschidda Corniche Circuit.
*Die hochmoderne Strecke, die an der Küste des Roten Meeres liegt, richtet seit 2021 den Formel-1-Grand-Prix von Saudi-Arabien aus.
*14 Nationalitäten sind auf der Startaufstellung des WTCR vertreten, zwei weitere kommen bei den Team und zwei weitere bei den Herstellern dazu. Das unterstreicht die internationale Ausrichtung des WTCR.
* Ahmed Bin Khanen wird der erste Fahrer aus dem Nahen Osten sein der im WTCR antritt. Allerdings war der erste arabische Fahrer Mehdi Benanni, der 2018 sein Debüt im WTCR gab.
*Von allen Fahrern im WTCR ist jediglich Dániel Nagy noch sieglos. Allerdings wurde er beim Rennwochenende in Spanien, wo er zwischendurch ein Rennen angeführt hat, Zweiter.
*Der Honda Civic Type R Limited Edition ist im dritten Jahr in Folge das offizielle Safety-Car des WTCR. Der Portugiese Pedro Couceiro wird beim Rennwochenende in Saudi-Arabien der Safety-Car-Fahrer sein.

Die Meisterschaftsstände

Die Fahrermeisterschaft nach 16 Rennen
Goodyear #FollowTheLeader: Mikel Azcona, 297 Punkte
2. Néstor Girolami, 237 Punkte
3. Nathanaël Berthon, 200 Punkte
4. Rob Huff, 187 Punkte
5. Norbert Michelisz, 179 Punkte

Die Teammeisterschaft nach 16 Rennen
1. BRC Hyundai N Squadra Corse, 476 Punkte
2. ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, 372 Punkte
3. Comtoyou DHL Team Audi Sport, 283 Punkte
4. Comtoyou Team Audi Sport, 277 Punkte
5. Zengő Motorsport, 251 Punkte

Die WTCR-Trophy-Meisterschaft nach 16 Rennen

1. Rob Huff, 124 Punkte
2. Mehdi Bennani, 91 Punkte
3. Tom Coronel, 87 Punkte
4. Dániel Nagy, 46 Punkte
5. Bence Boldizs, 7 Punkte

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