DIE STIMMEN DER RENNSIEGER IM ELSASS

2022-08-07T21:00:15+02:00August 7th, 2022|2022, WTCR Race of Alsace GrandEst 2022|

Was Nathanaël Berthon und Rob Huff nach ihren Rennsiegen beim Wochenende im Elsass zu sagen hatten.

RENNEN 1: Nathanaël Berthon (FRA), Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS

„Es war nicht einfach, Bebu [Girolami] hinter mir zu halten, denn er hat einen unglaublichen Job gemacht. Dennoch ist es wunderschön, hier in Frankreich zu gewinnen. Das letzte Mal ist schon eine Weile her. Drei Runden vor dem Schluss habe ich Vibrationen in den Reifen bekommen, wodurch ich Angst hatte, wieder einen Sieg zu verlieren. Bisher sind mir schon zwei Podiumsplätze und ein vierter Platz durch die Lappen gegangen und jetzt den Sieg zu verlieren, wäre eine Katastrophe gewesen. Aber jetzt habe ich endlich meinen Sieg beim Heimspiel. Es war sehr anstrengend, aber ich bin dennoch überglücklich. Unser Team arbeitet hervorragend zusammen, egal ob das die Fahrer, die Ingenieure oder die Teammanager sind. Wir scheuen uns auch nicht davor, neue Dinge auszuprobieren. Außerdem sind wir vier Autos, wodurch wir beispielsweise effektiver sind als die Hyundai, die nur zu zweit sind. Uns hat an diesem Wochenende aber auch geholfen, 40 Kilogramm Kompensationsgewicht vom Auto zu bekommen. Auch die lange Gerade hat uns beim Start in die Karten gespielt, denn so konnte ich den Windschatten [von Girolami] ausnutzen. Wir haben uns leicht berührt, aber ich war dennoch auf der Geraden schneller und konnte problemlos in die erste Kurve einbiegen. Danach habe ich die Zweikämpfe hinter mir beobachtet und das Rennen ein bisschen mehr kontrolliert. Es ist einfach großartig, den Sieg zu holen.“

RENNEN 2: Rob Huff (GBR), Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición

„Zunächst einmal ein großes Dankeschön an das Team, die das Auto nach dem ersten Rennen komplett verändert haben, was mir es erst möglich gemacht hat, das zweite Rennen zu gewinnen. Mein Start war der bisher Beste in dieser Saison und wahrscheinlich auch einer der wichtigsten. So konnte ich direkt an Mehdi vorbeigehen, aber ich glaube, er hat mich kommen sehen und absichtlich nicht versucht, die Tür zu schließen. Mir war klar, dass er sich sofort in meinen Windschatten setzen würde, um Norbi [Michelisz] keine Chance zu geben, ihn zu überholen. Aber wir sind alle sehr fair gefahren. In der ersten Runde ging es dann für mich darum, zu spüren, wie sich das Auto im Vergleich zum ersten Rennen verändert hat, denn wir haben es, wie bereits gesagt, komplett anders abgestimmt. Also musste ich schauen, wo wir stehen und es hat drei, vier Runden gedauert, bis ich in den Rhythmus gekommen bin. In dieser Zeit war Mehdi schneller als ich und er setzte mich ziemlich unter Druck. Ich musste also aufpassen, immer genug Abstand zu haben, damit er nicht irgendwo frech innen reinstößt. Im weiteren Verlauf des Rennens konnte ich mich stetig um ein paar Zehntel absetzen und am Ende des Rennens lag der Vorsprung bei sieben oder acht Zehnteln. Mehdi war stets in den ersten beiden Kurven extrem schnell, weswegen ich darauf angewiesen war, den Mittelsektor sauber zu durchfahren und dort die zwei oder drei Zehntel zu holen, die ich im ersten Sektor gegen ihn verlor. Das hat zum Glück auch hervorragend funktioniert. Am Ende habe ich die Runden gezählt und gebetet, dass es kein Safety-Car oder einen anderen Zwischenfall geben würde. Aber es hat alles geklappt und ich bin mega zu frieden.“