EIN INTERVIEW MIT FFSA-PRÄSIDENT NICOLAS DESCHAUX

2021-10-15T12:00:48+02:00Oktober 15th, 2021|2021, WTCR Race of France 2021|

An diesem Wochenende kehrt Frankreich als Gastgeber in den FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) zurück. Auf dem Circuit Pau-Arnos werden die Läufe elf und zwölf der diesjährigen Saison ausgetragen.

Doch im Südwesten Frankreichs gastiert neben dem WTCR auch die vollelektrische PURE-ETCR-Rennserie.

Dabei rutschte Frankreich erst am Anfang des Jahres in den Rennkalender. Aufgrund der weltweiten Gesundheitskrise und den damit einhergehenden Reisebeschränkungen sagte WTCR-Veranstalter Eurosport Event die Asienetappe ab. Dadurch wurden neben Frankreich auch die Tschechische Republik und Russland in den neu gestalteten und rein europäischen Kalender aufgenommen.

Der Präsident der Fédération Française du Sport Automobile, Nicolas Deschaux, äußerte sich im Vorfeld der Rückkehr des internationalen Tourenwagensports nach Frankreich wie folgt.

Was halten Sie davon, dass Frankreich zum ersten Mal im WTCR-Kalender vertreten ist?

„Es ist eine große Ehre für Frankreich, mit dem Finale der Pure-ETCR-Rennserie und des WTCR wieder internationale Tourenwagenveranstaltungen auszurichten. Dadurch wird die Welt unsere großartige Strecke Pau-Arnos kennenlernen, die sehr technisch und hügelig ist. Eric Barbaroux, der bereits in der Vergangenheit in unserem Verband gearbeitet hat, und Bernard Teulé haben das Kunststück vollbracht, die Veranstaltung in nur zwei Monaten zu organisieren. Dazu möchte ich ihnen gratulieren.“

Wie wichtig ist der Tourenwagensport für die FFSA?

„Der Tourenwagensport war für uns schon immer wichtig. Während der WTCC-Ära waren wir stets im Rennkalender vertreten – erst mit dem Stadtkurs von Pau und später in Paul Ricard. Dabei wurde Frankreich mit dem Hersteller Citroën und den Fahrern Sébastien Loeb und Yvan Muller würdig vertreten. Die PURE-ETCR-Rennserie, die auf ein rein elektrisches Antriebkonzept setzt, wird das Rennwochenende einzigartig machen. Dadurch leisten wir einen Teil zum Erbe des Motorsports. Durch die Förderung aus Innovation und Tradition wird die Vision der FFSA für die kommenden Jahre perfekt widergespiegelt. “

Was lässt Sie glauben, dass diese Veranstaltung ein Erfolg wird?

„Eric Barbaroux hat sein Talent und seine Erfahrung als Organisator des Paris-ePrix unter Beweis gestellt. Er setzt sich stark für erneuerbare Energien ein. Außerdem ist es ein nicht zu vernachlässigender Vorteil, dass der Circuit Pau-Arnos für die Fahrer und Teams absolutes Neuland ist. Des Weiteren wird dieses Wochenende in den Medien auf große Resonanz treffen. Neben der Fernsehübertragung von Eurosport wird auch der Konkurrenzkampf der Franzosen Nathanaël Berthon, Yann Ehrlacher, Jean-Karl Vernay und Yvan Muller genau verfolgt werden. Der letzte Faktor sind die Fans, die trotz eines sehr kurzen Organisations – und Werbezeitraums anwesend sein werden.“