Eine reife Leistung lenkt die Aufmerksamkeit auf einen WTCR-Junior

2021-06-09T06:00:19+02:00Juni 9th, 2021|2021, WTCR Race of Germany 2021|

Luca Engstlers erstes Podium im FIA-Tourenwagen-Weltcup (WTCR) war ein Durchbruch und zeitgleich ein Signal, dass er sich in der Rennserie vorne festsetzen kann. Allerdings ging diesem Ergebnis eine “dumme” Fahrt des 21-Jährigen voraus.

Trotz eines herausragenden zweiten Platzes auf der 25,378 Kilometer langen Nordschleife am Nürburgring glaubt Engstler, dass er es noch besser hätte machen können in seinem mit Goodyear-Reifen ausgestatteten Hyundai Elantra N TCR.

“Es war schwierig hier auf der Nordschleife alles zusammen zu bringen”, sagte Engstler, nachdem er im zweiten Rennen hinter seinem Teamkollegen Jean-Karl Vernay ins Ziel gekommen war. “Ich habe von der ersten bis zur letzten Runde angegriffen. Ich wollte diesen Sieg, und wahrscheinlich war ich ein bisschen zu jung und zu dumm, und habe das Auto überfahren, um ehrlich zu sein. Aber trotzdem stehen wir hier mit einem Doppelsieg.”

Engstlers Podium war die mit Abstand beste Leistung seiner jungen WTCR-Karriere und der Bayer zögerte nicht, die Arbeit seines Engstler Hyundai N Liqui Moly Racing Teams zu loben.

“Vielen Dank an das Team und an Hyundai, dafür, dass sie uns so ein tolles Auto an diesem Wochenende gegeben haben”, sagte Engstler. “Ich glaube, dass Rennen war definitiv ein Glücksspiel und wir hatten Recht damit, alles auf trocken zu setzen. Wenn es allerdings ein paar Regentropfen gegeben hätte, wären wir weit zurückgefallen, aber wir haben uns dazu entschieden, alles auf ein trockenes Auto zu setzen. Darum sind wir jetzt hier.”

Im Hinblick auf die kommenden Rennen, fügte Engstler hinzu: “Wir kommen jetzt an Strecken, an denen ich noch nie gewesen bin. Ich möchte einfach weiter hart an mir arbeiten und das Momentum aufrechterhalten. Ich bin ein Fahrer, der es genießt, sich auf Rennen vorzubereiten, und das werde ich auch weiterhin tun.”

Engstler hat am Wochenende auch am ADAC TOTAL 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife teilgenommen und gemeinsam mit seinen Teamkollegen Vernay und Hendrick Still den zweiten Platz in seiner Kategorie belegt, erneut in einem Hyundai i30 N TCR. Engstlers weitere Teamkollegen Marc Basseng, Manuel Lauck und Moritz Oestreich erzielten im Hyundai Elantra N TCR den Klassensieg.