EINE REVERSE-GRID-POLE IST IM WTCR KEINE SIEGGARANTIE

2021-12-29T06:00:37+01:00Dezember 29th, 2021|2021|

Insgesamt standen im FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) 2021 sieben verschiedene Fahrer auf der Reverse-Grid-Pole. Allerdings waren nur vier von ihnen in der Lage diese in einen Rennsieg umzumünzen. Grund genug, einen Blick zurückzuwerfen und herauszufinden, wieso die Erfolgsquote nicht höher war.

Das Rennwochenende in Deutschland: Yvan Muller startete in Rennen 1 für Cyan Racing Lynk & von der Reverse-Grid-Pole, wurde aber kurz vor dem Ziel vom Honda-Piloten Tiago Monteiro abgefangen.

Das Rennwochenende in Portugal: Gabriele Tarquini schloss das zweite Qualifyingsegment auf Rang zehn ab und sicherte sich somit Startplatz eins für das erste Rennen. Allerdings erlitt der Italiener am Steuer eines Hyundai Elantra N TCR einen Reifenschaden, wodurch alle Hoffnungen auf einen Rennsieg zerstört waren. Der Nutznießer in diesem Fall hieß Yann Ehrlacher. Der spätere Fahrerchampion sicherte sich im ersten Rennen in Portugal seinen ersten Saisonsieg.

Das Rennwochenende in Spanien: Gabriele Tarquini bekam im Motorland Aragon seine Wiedergutmachung für die Enttäuschung von Portugal. Der Hyundai-Pilot gewann das Reverse-Grid-Rennen von der Poleposition aus und setzte sich dabei gegen den Lokalmatador Mikel Azcona durch.

Das Rennwochenende in Ungarn:  Gilles Magnus aus dem Team Comtoyou Racing fuhr in einem Audi RS 3 LMS von der Poleposition aus zu seinem ersten WTCR-Sieg.

Das Rennwochenende in der Tschechischen Republik (abgebildet): Petr Fulín, der auf der Strecke, auf der er das Fahren gelernt hatte, auf der Pole stand, wurde nach einer Kollision in der ersten Kurve der märchenhafte Erfolg verwehrt. Der Rennsieg auf dem Autodrom Most ging an Néstor Girolami aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport.

Das Rennwochenende in Frankreich: Nachdem er beim Start fast hinter Thed Björk zurückgefallen war, erzielte Frédéric Vervisch aus dem Team Comtoyou Audi Sport als erster Fahrer seinen zweiten Saisonsieg im Jahr 2021.

Das Rennwochenende in Italien: Obwohl Esteban Guerrieri den Start gegen Polesitter Santiago Urrutia gewonnen hatte, musste er sich letztendlich doch gegen den Uruguayer aus dem Team Cyan Performance Lynk & Co geschlagen geben, nachdem Urrutia bereits in der ersten Runde seine Führung wieder zurückgewonnen hatte.

Das Rennwochenende in Russland: Gilles Magnus ist der einzige neben Gabriele Tarquini, der in der Saison 2021 zweimal auf der Reverse-Grid-Pole stand. Obwohl er auf dem Sotschi-Autodrom lange um den Sieg mitkämpfen konnte, reichte es am Ende nur für einen dritten Platz hinter dem Sieger Mikel Azcona aus dem Team Zengő Motorsport.