EKSTRÖM: FÜHRENDER IN DER PURE-ETCR DANK DER HILFE EINES WTCR-TEAMS

2021-07-18T06:00:47+02:00Juli 18th, 2021|2021|

Im Motorland Aragon wurde Mattias Ekström nach einem souveränen Sieg im DHL-Superfinale B das erste Mal zum “König des Wochenendes” in der PURE-ETCR gekrönt.

Der CUPRA-Pilot führte an einem heißen Tag, an dem die Streckentemperaturen über 50 Grad Celsius betrugen, praktisch über die gesamte Distanz das Rennen an. Dabei gelang es ihm, seine Goodyear-Reifen und seine 40 Sekunden Power-Up optimal zu nutzen.

Nachdem der Schwede am Start Jean-Karl Vernay überholt hatte, vergrößerte er den Abstand zum Hyundai-Piloten bis zur Mitte des Rennens auf zwei Sekunden. Diesen Vorsprung hielt er für die restlichen sieben Runden.

Mit diesem Sieg sicherte er sich nicht nur den Titel des “Königs des Wochenendes”, er übernahm auch mit 22 Punkten Vorsprung auf Vernay die Führung in der Meisterschaft. Außerdem wurde er vor Augusto Farfus, dem Sieger des DHL-Superfinales A zum von TAG Heuer präsentierten „wertvollsten Fahrer“ gekürt.

Der Erfolg von Farfus war deutlich schwieriger gewesen als der von Ekström. Er hatte sich einen erbitterten Kampf mit Mikel Azcona geliefert, der erst endete, als der Spanier durch einen kleinen Kontakt in Kurve 3 aus dem Rennen geworfen wurde.

Zweiter hinter Farfus wurde Romeo-Ferraris-Pilot Rodrigo Baptista.

Nachdem er einen Kontakt mit der Giulia ETCR von Stefano Coletti überstanden hatte, sicherte sich CUPRA-Pilot Jordi Gené den dritten Platz. Als Strafe erhielt Coletti, der sich bei dieser Aktion drehte, zehn Punkte Abzug in der Meisterschaftswertung.

Oli Webb erzielte dank eines geschickten Gebrauchs des Power-Ups sein bisher bestes PURE-ETCR-Ergebnis mit Platz drei im Superfinale B. Durch den Power-Up kann die maximale Leistung vorübergehend auf 500 kW erhöht werden, was unglaublichen 670 PS entspricht.

Der Pechvogel des Tages war Luca Filippi, der durch ein elektrisches Problem mit mehreren Runden Rückstand in das Superfinale B starten musste.

Mattias Ekström (CUPRA X Zengő Motorsport) sagte: „Ich bin mit diesem Wochenende und mit meiner Leistung sehr zufrieden – abgesehen vom Qualifying, bei dem ich eine sehr konservative Runde gefahren bin. Es wäre schön gewesen, auch gegen Luca Filippi im Superfinale anzutreten, denn ich habe mich sehr auf diesen Kampf gefreut. Ich hätte nicht erwartet, dass mir die PURE-ETCR so gut gefällt, aber mit jedem Wochenende genieße ich es mehr. Es wäre schön, wenn noch mehr Hersteller und Fahrer in die Serie einsteigen und mit uns kämpfen würden, denn das Konzept ist sehr cool und ich denke, wir haben bewiesen, dass es auch ziemlich viel Action bietet.“

Augusto Farfus (Hyundai Motorsport N) sagte: „Es war ungewohn,t beim Superfinale B zuzusehen und das Ergebnis nicht in der eigenen Hand zu haben. Aber Mattias ist ein hervorragendes Rennen gefahren. Wir bieten den Motorsport-Fans ein einzigartiges Rennformat. Ich hatte meinen Job perfekt erledigt und musst anschließend abwarten, wie das Superfinale B ausgeht. Zurückzukommen, nachdem mir der Sieg in Vallelunga aus den Händen geglitten war, ist ein schönes Gefühl, denn dadurch bin ich auch in der Meisterschaft wieder weiter nach vorne gekommen.“

Rodrigo Baptista (Romeo-Ferraris-M1RA) sagte: „Dieses Wochenende war nicht für mich, sondern für das ganze Team ein Erfolg. Seitdem ersten Battle wusste ich, dass das Auto gut sein würde. Im Qualifying war ich mit meiner Runde nicht zufrieden, dafür mit meinem Ergebnis im Superfinale. Es ist schwierig vorherzusagen, ob wir kurz vor einem Sieg stehen, denn das nächste Wochenende findet auf einem Stadtkurs statt, also weiß niemand, was uns erwartet. Aber ich habe das Gefühl, das wir nah dran sind.“

Die PURE-ETCR ist die vollelektrische Tourenwagenserie von Eurosport Events, dem Veranstalter des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR).