ESTEBAN GUERRIERI: STARTCRASH ÜBERLEBT UND YVAN MULLER AUF ABSTAND GEHALTEN

2022-05-11T18:00:29+02:00Mai 11th, 2022|2022, WTCR Race of France 2022|

Nach dem Startcrash in Rennen 2 von Norbert Michelisz und Attila Tassi, hatte Esteban Guerrieri Angst, dass ihm jemand hinten in das Auto reinfährt. In Rennen 1 arbeitete sich Yvan Muller durch das Feld – Guerrieri hatte keine Atempause auf dem Circuit de Pau-Ville.

Dennoch beendete Guerrieri da erste Rennen beim Wochenende in Frankreich auf Platz zwei hinter seinem Teamkollegen und Sieger Néstor Girolami. Ihr Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport startete damit mit einem Doppelsieg in die neue Saison des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR).

Nachdem er heil durch das Startchaos gekommen war, beendete Guerrieri das zweite Rennen auf Position fünf. Mit insgesamt 42 Punkten liegt er damit auf Platz zwei der Fahrermeisterschaft, sieben Punkte hinter dem von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader Néstor Girolami.

„Es war ein schwieriger Start und es tut mir leid für Attila“, sagte Guerrieri. „Ich musste schnell reagieren, um bremsen und auszuweichen. Es war extrem knapp und ich habe ehrlich damit gerechnet, dass es zur Kollision kommen wird. Danach kamen wir gut in das Rennen und haben versucht, Druck nach vorne auszuüben. Wir freuen uns unheimlich, auf Platz 1 zu liegen [in der Teamwertung]. Es ist immer besser, am Anfang viele Punkte zu holen, sodass die anderen einen einholen müssen. Damit haben wir unser Ziel für dieses Wochenende erreicht.“

Auf seine Leistung in Rennen 1 angesprochen, sagte Guerrieri. „Es war besonders mental ein sehr schwieriges Rennen, vor allem weil man den Abbau der Reifen spürt. Die gesamten Ablagerungen und Trümmerteile greifen die Reifen an, weswegen man aufpassen muss, dass man es nicht übertreibt. Allerdings bereiten einem auch die Bremsen Probleme. Es geht also darum, das Auto richtig zu managen, was sehr knifflig ist. Gleichzeitig muss man hoch konzentriert sein, was mental unheimlich schwierig ist. Ein kleiner Fehler reicht und du landest in der Mauer. Trotzdem war es ein gutes Rennen mit einer gute Pace. Auch Néstor konnte vorne ein gutes Tempo gehen und, wodurch wir den Abstand zu Yvan halten konnten. Aber entspannt war es deshalb noch lange nicht. Ich habe versucht, ihn besonders in den Kurven 2 und 3 auf Distanz zu halten, denn das waren die einzigen Stellen, wo er wirklich nah herankam. Daraufhin habe ich das Team gebeten, Néstor zu sagen, er soll ein paar Zehntel schneller fahren, was er dann auch tat, wodurch wir den Abstand verwalten konnten. Es war eine tolle Teamleistung.“