MEIN WTCR-WOCHENENDE - VON TOM CORONEL

2022-05-11T06:00:10+02:00Mai 11th, 2022|2022, WTCR Race of France 2022|

Tom Coronel legte einen ordentlichen Start in den Tourenwagen-Weltcup (WTCR) 2022 hin. Beim Rennwochenende in Frankreich fuhr er in seinen mit Goodyear-Reifen ausgerüsteten Audi RS 3 LMS in beiden Rennen in die Punkte.

Dennoch blickt der Niederländer aus dem Team Comtoyou DHL Audi Sport mit gemischten Gefühlen auf das Wochenende auf dem Circuit de Pau-Ville zurück, auf dem er zuletzt 2009 gefahren war.

Samstag, 7. Mai

„Ich musste erstmal wieder in den Rhythmus kommen. Eigentlich haben wir in den Freien Trainings eine ordentliche Pace gezeigt, was mir Hoffnung für das Qualifying gegeben hat. Deswegen ist es wirklich enttäuschend, dass am Ende nur Platz 16 rausgesprungen ist. Ich habe einfach keine saubere Runde zusammenbekommen. Einmal habe ich einen Fahrfehler gemacht, einmal bin ich im Verkehr stecken geblieben und beim letzten Versuch hatte ich dann schleichenden Plattfuß am rechten Vorderreifen. Theoretisch wäre der Speed da gewesen, um es weiter nach vorne zu schaffen, aber auf einem Stadtkurs muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um eine ordentliche Runde fahren zu können. Es ärgert mich schon sehr, dass das nicht geklappt hat.“

Sonntag, 8. Mai

„Im ersten Rennen hatte ich einen Raketenstart. Kurve 1 ist sehr eng, weswegen es zu einigen Berührungen kam. Ich konnte das dadurch entstehende Chaos ausnutzen und an Tiago Monteiro und Rob Huff vorbeigehen, womit ich schonmal zwei Plätze gut gemacht hatte. Danach war ich in einen netten Zweikampf mit Huff verwickelt, der eigentlich das gesamte Rennen über andauerte. Mein Heck war beschädigt und er hat alles dafür gegeben, vorbeizukommen. Es war ein wirklich schönes und faires Duell. Wir sind beide Vollblutrennfahrer und wissen, wie man miteinander umgeht. Am Ende kam ich als Elfter ins Ziel, was nicht schlecht ist, wenn man auf einem Stadtkurs fährt und von Platz 16 starten musste.“

„Auch der Start in Rennen 2 war mega. Ich bin sofort auf die Innenbahn gegangen und konnte dadurch drei Fahrer überholen, doch dann staute sich alles vor mir. Ich musste stark abbremsen und war auf einmal hinter meinen Teamkollegen eingeschlossen, wodurch ich wieder zurückfiel. Also musste ich wieder von ganz hinten losfahren. Dennoch konnte ich einige Fahrer überholen und wurde am Ende Zwölfter. Platz 11 und 12 – das sind keine schlechten Resultate, wenn man von Rang 16 aus startet. Es war ein ordentlicher Saisonstart und wir sind ohne nennenswerte Schäden durch das Wochenende gekommen. Wir waren clever, wir haben Punkte geholt – das ist das Wichtigste.“