News

Rebernak und Stange gewinnen beim Esports-WTCR-OSCARO-Finale in Macao

2018-11-12T12:00:01+01:00November 12th, 2018|2018, eSports|

Die erste Saison des Esports WTCR OSCARO auf der Plattform RaceRoom wurde mit einem dramatischen Finale auf dem virtuellen Kurs von Macao am Sonntagabend beendet.

Bence Banki hatte den Titel bereits vor dem Rennen in Macao sicher gehabt und entschied sich, aufgrund des Risikos auf Strafen, nicht zu starten. Deshalb fielen alle Blicke auf den Kampf um Platz zwei in der Gesamtwertung. Kevin Siggy Rebernak und Jan Stange teilten sich bisher die Siege auf den Straßenkursen.

Rennen 1: Rebernak gewinnt nach Drama

Auf Sicherheit zu setzen, war genau die richtige Strategie der slowakischen Sensation Banki, der von Platz fünf gestartet wäre, hätte er sich nicht zurückgezogen. Er wäre höchstwahrscheinlich in einen Unfall mit gleich mehreren Beteiligten verwickelt worden. Der Crash passierte in der Mandarin-Kurve kurz nach dem Start des ersten Rennens.

Balint Benedek und Michael Rächl berührten sich, weshalb Dirk Knatz vom Gas ging, um einen Unfall zu verhindern. Er wurde aber von Guillaume Theot getroffen, der einen riesigen Crash auslöste. Mark Nandori überschlug sich gleich zweimal und landete auf dem Dach von Mark Balazsin. Er wurde gleich vier Meter in die Luft geschleudert, bevor er auf dem Dach zum Stehen kam.

Kevin Siggy Rebernak (EDGE Esports / Hyundai) hatte hingegen keine Probleme. Er war erstmals in der Saison von der Pole-Position aus gestartet und verteidigte sich gegen eine Attacke von Tim Jarschel. Rebernak schaffte es, die Führung zu behalten.

Es kam aber noch zu weiteren dramatischen Szenen – dieses mal in der Melco-Haarnadelkurve. Trotz der Gelben Flagge berührte Adam Pinczes das Heck von Rächls Audi und drehte ihn um. Somit war die Straße komplett blockiert.

Anschließend beruhigte sich das Rennen etwas, wobei sich die Honda-Piloten Jaroslav Honzik und Alexandre Vromant einen tollen Kampf um Platz fünf lieferten. Vromant gewann den Kampf, während Rebernak ohne große Gegenwehr auf Platz eins vor Jarschel und Florian Hasse landete. Hasse wurde das ganze Rennen über von Norbert Leitner unter Druck gesetzt. Er wurde zum vierten Mal bester Audi-Fahrer in einem Rennen.

Hinter Honzik auf Platz sechs landeten Gergo Baldi, Moritz Löhner, Attila Dencs und Jan Stange, der von Platz 16 aus ins Rennen gestartet war. Sie alle komplettierten die Top 10.

Rennen 2: Stange holt sich den Sieg

Stange und Dencs reihten sich für das zweite Rennen mit umgekehrter Startreihenfolge ganz vorne ein. Wieder war die Mandarin-Kurve Ort eines heftigen Unfalls.

Dieses Mal war es Baldi, der auf die dreckigen Stellen geriet und in die Mauer krachte. Wie ein Wunder kamen alle anderen Fahrer in den Top 10 an ihm vorbei. Jedoch erwischte es Mark Balazsin, der nicht mehr ausweichen konnte.

An der Spitze verwandelte Stange seine Pole-Position in eine solide Führung vor Dencs und Löhner. Löhner setzte Dencs unter Druck, der immer wieder die Mauern berührte. Dennoch blieb er vor seinem Konkurrenten.

Löhner versuchte, in der Lisboa-Kurve an Dencs vorbeizukommen, was aber fehlschlug. Er versuchte es wieder in der Mandarin-Kurve – nur eine Runde später. Dencs stieg auf die Bremse, weshalb Löhner in das Heck des Hondas knallte. Beide Fahrzeuge krachten in die Mauer und rissen noch Honzik und Leitner mit ins Verderben.

Nach diesem dramatischen Moment sicherten sich Elmar Kurbanov, Nuno Miguel Abreu und Pinczes die Plätze in den Top 10. Honzik hatte aufgrund seines beschädigten Autos Probleme und ließ nach und nach die Konkurrenten vorbei. So kam Kurbanov in seinem Alfa Romeo Giulietta auf Platz fünf.

An der Spitze behielt Stange die Führung. Er fuhr sich einen komfortablen Vorsprung auf Vromant, Hasse und Jarschel heraus. Vromant war am Ende schneller als Stange, kam aber nicht mehr an ihm vorbei. Stange gewann, obwohl er von Platz 16 aus gestartet war.

Pinczes kam an Abreu vorbei und sicherte sich nach einem Fehler des Portugiesen den sechsten Platz. In Runde acht versuchte Kurbanov in der Mandarin-Kurve an Pinczes vorbeizugehen. Das Manöver nutzte aber Leitner, der sich den siebten Platz sicherte. Jedoch knallte er wenige Minuten später in die Mauer. Es hätte das beste Resultat für Alfa Romeo in der Saison 2018 werden können.

Abreu war zurück auf Platz sieben vor Löhner und Rächl, der vom letzten Platz aus gestartet war. Dahinter lag Benedek. Vromant und Hassa komplettierten das Podium vor Jarschel, Pinczes und Leitner.

Jarschel Zweiter

Nach dem Macao-Rennwochenende sicherte sich Jarschel den zweiten Platz in der Gesamtwertung vor Rebernak, Stange und Hasse, die sich mit nur jeweils einem Punkt Rückstand die Plätze drei, vier und fünf sicherten. Bence Banki krönte sich trotz seines Rückzugs zum Esports-WTCR-OSCARO-Champion 2018.

Sie haben die Rennen verpasst?

Der Esports WTCR OSCARO wird im Jahr 2019 zurückkehren. Die Action der Saison 2018 ist auf YouTube und Facebook verfügbar.