RENNBERICHT: GIROLAMI UND AZCONA DIE STARS BEIM SAISONAUFTAKT IN PAU

2022-05-08T21:00:06+02:00Mai 8th, 2022|2022, WTCR Race of France 2022|

Der Saisonauftakt des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) hatte einiges zu bieten. Während Néstor Girolami und Mikel Azcona jeweils einen Sieg einführen, erlebte der amtierende „König“ des WTCR einen frühen Rückschlag im Titelkampf. Der Franzose schaffte es in beiden Rennen nicht auf das Podium.

DAS ERGEBNIS DES ERSTEN RENNEN (30 Minuten + 1 Runde)

1. Néstor Girolami (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, 32:03.148 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 120,3 km/h

2. Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR ,+1,239 Sekunden

3. Yvan Mulller (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +2,314 Sekunden

4. Yann Ehrlacher (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +2,991 Sekunden

5. Ma Qing Hua (CHN) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +6,001 Sekunden

Schnellste Runde: Rob Huff (GBR) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, 1:22.293 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 120,7 km/h

DAS ERGEBNIS DES ZWEITEN RENNENS (25 Minuten + 1 Runde)

1. Mikel Azcona (ESP) BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, 31:55.170 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 122, 1 km/h

2. Santiago Urrutia (URY) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +3,876 Sekunden

3. Ma Qing Hua (CHN) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +4,378s

4. Nathanaël Berthon (FRA) Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +6,563s

5. Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, +7,679s

Schnellste Runde: Azcona, BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, 1:21.331 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 122,1 km/h

DER MEISTERSCHAFTSSTAND NACH ZWEI RENNEN

Der von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader: Néstor Girolami, 49 Punkte

2. Esteban Guerrieri, 42 Punkte
3. Mikel Azcona, 41 Punkte
4. Santiago Urrutia, 30 Punkte
5. Ma Qing Hua, 30 Punkte

Die Rückkehr einer Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf den Circuit de Pau-Ville lockte tausende von Menschen an die Strecke. Dabei wurde der Saisonauftakt des WTCR mit dem eTourenwagen-Weltcup (ETCR) zusammengeworfen, um den Zuschauern ein hochklassiges Motorsportprogramm zu bieten.

Girolami gewann Rennen 1 in seinem ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Honda Civic Type R TCR vor seinem Teamkollegen und argentinischen Landsmann Esteban Guerrieri. Yvan Muller komplettierte das Podium für Cyan Racing Lynk & Co.

In Rennen 1 gewann Néstor Girolami vor seinem ALL-INKL-COM-Münnich-Motorsport-Teamkollegen Esteban Guerrieri und Yvan Muller aus dem Team Cyan Racing Lynk & Co.

Mikel Azcona gewann das dramatische zweite Rennen. Direkt nach dem Start kollidierte dessen Teamkollege und Polesitter Norbert Michelisz mit Attila Tassi aus dem Team LIQUI Moly Engstler. Obwohl es dabei zu Schäden an mehreren Autos kam, konnte das Rennen frühzeitig wieder aufgenommen werden. Beim Re-Start wurde Azcona von Santiago Urrutia angegriffen, doch der Spanier verteidigte seine Position erfolgreich. Hinter dem Führungsduo sah Yann Ehrlacher wie der sichere Dritte aus. Allerdings musste er kurz vor Ende des Rennens an die Box kommen.

Dadurch erbte der Ma Quing Hua den letzten Podiumsplatz, der damit am ersten Rennwochenende nach zwei Jahren Pause im WTCR direkt auf das Siegertreppchen durfte. Nach dem Sieg im ersten Rennen und Platz sieben in Rennen 2 ist Néstor Girolami amtierende, von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader. Sein Vorsprung auf Esteban Guerrieri beträgt sieben Punkte. Einen weiteren Zähler dahinter liegt Mikel Azcona.

Ehrlacher begann die Mission Titelverteidigung mit einem vierten Platz in Rennen eins. Fünfter wurde Ma, gefolgt von Azcona, Urrutia, Gilles Magnus, Norbert Michelisz und Mehdi Bennani. Letzterer schloss das Rennen vor Tom Coronel und Rob Huff ab und war damit der erfolgreichste WTCR-Trophy-Fahrer.

Nachdem er den vierten Platz in Rennen 1 noch verpasst hatte, fuhr Berthon im zweiten Rennen genau auf dieser Position ein. Hinter im landeten Guerrieri, Muller, Girolami, Huff, Thed Björk und Tiago Monteiro. Huff war im zweiten Rennen der erfolgreichste WTCR-Trophy-Fahrer. Wilcard-Starter Éric Cayrolle aus Pau kam auf Platz 14 ins Ziel

RENNBERICHT RENNEN 1:

RENNBERICHT RENNEN 2:

 

DIE STIMMEN DER RENNSIEGER

RENNEN 1: Néstor Girolami (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR

„Es ist wirklich schön, so in die Saison zu starten. Am ersten Rennwochenende einen Doppelsieg zu holen, fühlt sich extrem gut an. Wir wussten, der Start würde entscheidend werden und es ist uns gelungen, gut wegzukommen – genau wie Esteban. Wir fahren die ganze Zeit vorne und konnten das Rennen kontrollieren. Allerdings war der Reifenverschleiß ziemlich hoch und ich wollte die Kerbs vermeiden, um die Reifen soweit es geht zu schonen. Als ich erfuhr, dass ein Audi einen Reifenschaden bekommen hatte, fuhr ich noch vorsichtiger. In der Mitte des Rennens ging es nur darum, das Auto nachhause zu bringen. Aber es ist extrem schwierig, auf einem Stadtkurs langsam zu fahren und es erfordert mehr Konzentration, weil man daran gewöhnt ist, immer einhundert Prozent zu geben. Deswegen habe ich dann wieder angefangen, jede Runde zu pushen, denn wenn man zu sehr verlangsamt, verliert man die Konzentration und dann passieren Fehler. Ich bin 80 oder 90 Prozent des möglichen Tempos gegangen und konnte damit das Rennen gewinnen.“

 

RENNEN 2: Mikel Azcona (ESP) BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR

„Ich bin überglücklich, es war ein tolles Rennen. Zuallererst möchte ich aber sagen, dass es mir für meinen Teamkollegen Norbi leidtut. Ich hoffe, es geht ihm gut. Es ist unglaublich, in meinem ersten Wochenende mit dem Team und mit Hyundai auf einer Strecke wie Pau, auf der ich noch nie gefahren bin, ein Rennen zu gewinnen. Aber sowohl die Strecke als auch das Auto waren fantastisch. Ab der Mitte des Rennens konnte mich ordentlich von Santiago absetzen. Auch die Reifen haben nicht zu sehr abgebaut, sodass ich das Auto in einem Stück nachhause bringen konnte. Während des Startcrashes habe ich in den Spiegel geschaut, denn ich wusste, Santiago hatte einen besseren Start als ich, also musste ich wissen, wo er ist, um mich zu verteidigen. Plötzlich sah ich, dass vor mir die beiden Autos kollidiert waren und ich musste extrem schnell ausweichen. Ich habe die Aufnahmen noch nicht gesehen, aber es tut mir extrem leid für Norbi.“