RENNBERICHT: GIROLAMI UND MICHELISZ NUTZEN IHRE CHANCE IM VÖLLIG OFFENEN TITELKAMPF

2021-10-11T06:00:44+02:00Oktober 11th, 2021|2021, WTCR Race of Czech Republic 2021|

Durch die Erfolge von Néstor Girolami und Norbert Michelisz am Rennsonntag auf dem Autodrom Most kann der FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) 2021 nun zehn verschiedene Sieger aus zehn Rennen vorweisen.

Die Top 3 des ersten Rennens in der Tschechischen Republik

 

1. Néstor Girolami (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, 26:26.520 Minuten

2. Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, +1,060 Sekunden

3. Yann Ehrlacher (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, +1,440 Sekunden

Schnellste Runde: Néstor Girolami (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, 1:40.057s, Durchschnittsgeschwindigkeit 151,5 km/h

Die Top 3 des zweiten Rennens in der Tschechischen Republik

1. Norbert Michelisz (HUN) BRC Hyundai N LUKOIL Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, 43:40.427 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 152 km/h

2. Mikel Azcona (ESP) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competitión, +1,508 Sekunden

3. Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, +11,043 Sekunden

Schnellste Runde: Mikel Azcona (ESP) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competitión, 1:39.503 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 152,3 km/h

 

Die Top 5 der Gesamtwertung nach dem Rennwochenende in der Tschechischen Republik

1. Yann Ehrlacher (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, 135 Punkte

2. Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, 115 Punkte

3. Mikel Azcona (ESP) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competitión, 109 Punkte

4. Santiago Urrutia (URY) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, 105 Punkte

5. Jean-Karl Vernay (FRA) Engstler Hyundai N Liqui Moly Racing Team, 102 Punkte

Néstor Girolami, der für das Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport einen mit Goodyear-Reifen ausgerüsteten Honda Civic Type R TCR fährt, gewann das erste Rennen vor seinem Teamkollegen Esteban Guerrieri. Im zweiten Rennen verteidigte sich Norbert Michelisz die gesamte Zeit über gegen Mikel Azcona und holte schließlich seinen ersten Sieg im WTCR seit Malaysia 2019. Der Ungar fährt einen Hyundai Elantra N TCR für das Team BRC Hyundai N LUKOIL Squadra Corse.

Der von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader Yann Ehrlacher baute seinen Vorsprung in der Meisterschaft dank eines dritten und eines vierten Platzes weiter aus. Der Abstand zwischen ihm und den neuen Zweitplatzierten Esteban Gurrieri beträgt vor seinen Heimrennen in Frankreich 20 Punkte. Der WTCR gastiert am kommenden Wochenende, vom 15. bis 17. Oktober, auf dem Circuit Pau-Arnos.

Die Fahrer Yvan Muller, Thed Björk und Jean-Karl Vernay zeigte im ersten Rennen ebenfalls starke Leistungen. Sie belegten die Plätze vier, fünf und sechs, wobei Yvan Muller der Einzige war, der auch im zweiten Rennen in die Top 6 fuhr. Vor ihm landete mit Nathanaël Berthon der bestplatzierte Audi-Pilot. Er wurde Fünfter hinter Yann Ehrlacher.

Obwohl Mikel Azcona der erste Saisonsieg verwehrt blieb, nachdem er in Kurve 1 die Kontrolle verloren hatte, rundete der zweite Platz und der Gewinn der Tag-Heuer-Trophäe für die schnellste Rennrunde ein denkwürdiges Wochenende für den Spanier ab. Nachdem Qualifying am Freitag flog er zurück in seine Heimat. Dort gewann er dank eines komfortablen Sieges im ersten Rennen den Titel in der TCR Europa. Im Anschluss daran stieg der CUPRA-Pilot erneut in den Flieger, um in der Tschechischen Republik an den beiden Rennen des WTCR teilzunehmen.

Luca Engstler beendete beide Rennen als bestplatzierter WTCR-Juniorenfahrer. Tom Coronel und Gilles Magnus waren jeweils die erfolgreichsten WTCR-Trophy-Fahrer.

Neben dem WTCR wurde im Rahmen des Most World Weekend auch das epische Finale der FIM Motorrad-Langstrecken-Meisterschaft ausgetragen. Am Ende trennte das Team BMW Motorrad World Endurance 70 Millisekunden von der Mannschaft von YART-Yamaha.

RENNBERICHT RENNEN 1

RENNBERICHT RENNEN 2

DIE STIMMEN DER SIEGER

RENNEN 1: Néstor Girolami (ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR)

„Ich war vor dem Start sehr besorgt, weil die erste Kurve so eng ist und ich wusste, dass man auf der schmutzigen inneren Spur relativ leicht die Kontrolle verlieren kann. Aus diesem Grund schaltete ich frühzeitig in den ersten Gang herunter, was sich als goldrichtig herausstellte, denn so konnte ich nach der Kollision Vollgas geben und mich in Kurve 2 wieder einsortieren. Wir haben uns auch bei Starts verbessert, was sehr wichtig ist. Ich hatte bei keinem Übungsstart so viel Grip. Das haben die Ingenieure analysiert und eine Lösung gefunden. Dafür möchte ich mich bei ihnen bedanken. Im weiteren Rennverlauf habe ich dann versucht, die Reifen zu schonen. Ich erfuhr, dass Attila zur Mitte des Rennens einen Reifenschaden bekam. Allerdings waren noch fünf oder sechs Runden zu fahren. Ich wollte keine Dirty-Air für Esteban [Guerriri] erzogen, weswegen ich immer Abstand zu ihm gehalten habe, sobald die Ingenieure mich darum baten. Wir haben das alles in allem sehr gut gemacht. Herzlichen Glückwunsch an ALL-INKL.COM, das ganze Team und besonders an meine Crew. Sie arbeiten sehr hart und haben diesen Erfolg verdient. Und auch für Honda ist es ein schöner Doppelsieg. Also auch herzlichen Glückwunsch an Esteban. Ich habe dieses Gefühl vermisst. Gratulation auch an Yann [Ehrlacher]. “

RENNEN 2: Norbert Michelisz (BRC Hyundai N LUKOIL Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR)

„Ich wusste, dass dieser Rennsieg bald kommen würde. Es war eines der schwierigsten Rennen in meiner Karriere. Als ich bemerkte, dass ich vor Mikel lag, wusste ich, dass ich alles würde geben müssen. Zum Glück war das Auto einfach großartig. Auch wenn ich ein wenig gerutscht bin, als ich pushte, hatte das Auto immer die richtige Balance. Am Ende habe ich es geschafft, 15 Runden ohne große Fehler hinter mich zubringen. Dennoch habe ich diesen Zweikampf wirklich genossen. Ich glaube, dass die Leute von außen gar nicht verstanden haben, was passiert ist, aber ich habe von der ersten bis zur letzten Runde 110 Prozent gegeben. Für einen Rennfahrer gibt es angenehmere Dinge, als Mikel im Rückspiegel zu haben. Aber ich hatte das nötige Vertrauen in mich und in das Auto. Ich möchte mich beim Team für dieses hervorragende Set-up bedanken. Wenn man als Fahrer so ein gutes Auto hat, heißt das nicht, dass es einfach ist, aber man hat das Vertrauen und kann pushen, ohne Fehler zu machen. Es war ein unglaublicher Kampf mit Mikel, Gratulation an ihn. Und auch an Esteban, denn er ist heute zwei fantastische Rennen gefahren. Aber um ehrlich zu sein, freue ich mich auch für mich selbst. Das ist genau der Vertrauensschub, den ich gebraucht habe.“

DIE ERGEBNISSE DES WTCR-WOCHENENDES IN DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK

DER MEISTERSCHAFTSSTAND IM WTCR

WAS KOMMT ALS NÄCHSTES?

Das WTCR-Wochenende von Frankreich, Circuit Pau-Arnos, 15. bis 17. Oktober