News

Rennvorschau: Die Slowakei ist bereit für hohe Geschwindigkeiten und große WTCR Kämpfe

2019-05-03T12:00:28+02:00Mai 3rd, 2019|2019, WTCR Race of Slovakia 2019|

Bei den WTCR Rennen der Slowakei, einer Doppelveranstaltung der besonderen Art, kehrt der Gesamtführende Néstor Girolami an die Stätte seins FIA WTCC Debüts zurück.

Die Fans am Solvakiaring können dabei nicht nur die Läufe des von OSCARO präsentieren FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR anschauen, sondern auch High-speed-Action auf zwei Rädern aus der FIM Langstrecken-WM verfolgen. Wie der WTCR / OSCARO wird die EWC von Eurosport Events ausgerichtet.

Das vollgepackte Wochenende wird dazu zweigeteilt. Die EWC Fahrer sind am Donnerstag und Samstag (der Renntag der 8 Stunden auf dem Slovakiaring) auf der Strecke, die WTCR-Piloten am Freitag für die Freien Trainings und Qualifyings sowie am Sonntag für aller drei Rennen.

Der Slovakiaring, auf dem 2012 erstmals Welt-Tourenwagenrennen der FIA stattfanden, ist wegen seiner schnellen Kurven und der technischen Abschnitte bei den Fahrern sehr beliebt. Kurve 2 wird mit 225 km/h gefahren, was sie zu einer der schnellsten Kurven der gesamten Saison macht.

Wo für Girolami alles begann
2015 hatte Néstor Girolami zwar die Súper TC2000 in seinem Heimatland gewonnen, war aber außerhalb von Argentinien weitgehend unbekannt, als er auf dem Slovakiaring sein Debüt in der FIA Tourenwagen-WM gab. Damals fuhr er gleich im ersten Rennen in die Punkteränge. Jetzt führt er nach seinem Doppelsieg auf dem Hungaroring die Gesamtwertung des WTCR / OSCARO an.

„Es war ein fantastisches Wochenende, da kaum besser hätte sein können„, sagt Honda Pilot Girolami. „Siege und die Meisterschaftsführung: Einfach unglaublich! In der Slowakei hat alles angefangen, daher kann ich es kaum erwarten zurückzukommen. Es wird nicht einfach, aber hoffentlich liege ich nach dem Wochenende immer noch in Führung.“

Super enger Wettbewerb garantiert
Im WTCR / OSCARO geht es 2019 wirklich eng zu. Alleine im Qualifying in Ungarn passierte Folgendes:

*Norbert Michelisz holt mit 0,008 Sekunden Vorsprung die DHL Pole-Position für Rennen 3
*Im dramatischen Einzelzeitfahren Q3 sind die Top 3 nur durch 0,040 Sekunden voneinander getrennt
*Sechs Marken und zwölf Fahrer in Q2 innerhalb von 0,6 Sekunden
*Die Top 21 in Q1 des zweiten Qualifyings innerhalb von 0,8 Sekunden

Dürfen wir vorstellen? Der #WTCR2019SUPERGRID
The #WTCR2019SUPERGRID feiert die Tatsache, dass sieben WTCR / OSCARO Fahrer zusammen 14 FIA WM-Titel und 29 weitere wichtige Meisterschaften gewonnen haben. Gabriele Tarquini, der das Unternehmen Titelverteidigung mit einem Sieg in Rennen zwei in Marrakesch begann, führt die Liste an. Mit der Startnummer 1 auf seinem BRC Hyundai N Squadra Corse i30 N TCR feierte Tarquini im vergangenen Monat am Hungaroring seinen zweiten Sieg im Jahre 2019, als er Lokalmatador Norbert Michelisz in Rennen drei schlug.

Nachdem er im Siebenkampf um den ersten Titel im vergangenen November in Macau um drei Punkte unterlegen war, fährt Yvan Muller in diesem Jahr einen von Geely Group Motorsport aus China entwickelten Cyan Racing Lynk & Co 03 TCR. Er fuhr auf dem Hungaroring zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podium, wartet aber noch auf seinen ersten Sieg im Jahr 2019.

Thed Björk, der an der Seite von Muller bei Cyan fährt, feierte auf dem Weg zu seiner zweiten FIA Meisterschaft in Marokko für Lynk & Co einen historischen Sieg. Das Wochenende in Ungarn verlief für ihn hingegen frustrierend. Umso mehr will der Schwede nun viele Punkte holen.

Rob Huff (SLR VW Motorsport Golf GTI TCR), FIA Tourenwagen-Weltmeister des Jahres 2012, ist einer der zwölf von insgesamt 15 Rennsiegern des Jahres 2018, die auch in dieser Saison wieder antreten. Nach einem schwierigen Saisonstart will der Brite in die Erfolgsspur zurückkehren. BRC Hyundai N LUKOIL Racing Pilot Augusto Farfus, das FIA WRX Ass Johan Kristoffersson (SLR Volkswagen) und Andy Priaulx (Cyan Performance Lynk & Co) sind Champions, die 2019 neu im WTCR sind.

Esteban Guerrieri (ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Honda Civic Type R TCR), der Sieger von Rennen 1 in Marrakesch, führte die Gesamtwertung nach Rennen 1 in Ungarn noch an. Aufgrund einer gebrochenen Lenkung verunfallte er aber in Rennen 3. In der Slowakei will er jetzt zurückschlagen.

Jean-Karl Vernay (Leopard Racing Team Audi Sport) machte sich in Ungarn große Hoffnungen auf seinen ersten Sieg 2019, als er in Rennen 2 auf der Pole der umgekehrten Startaufstellung stand. Aufgrund eines Problems mit der Kupplung missglückte aber sein Start, und so musste sich der Franzose mit Rang zwei begnügen. Dritter wurde der beeindruckende Newcomer Daniel Haglöf (PWR Racing). Vernays Teamkollege Gordon Shedden und das Comtoyou Racing Duo Niels Langeveld und Frédéric Vervisch komplettierten die starke Vorstellung von Audi. Vervisch hatte Björk im vergangenen Jahr in Rennen 3 auf dem Slovakiaring im Fotofinish geschlagen.

Einige aufstrebende Talente wollen das Fest 2019 aufmischen. Dazu zählt Mikel Azcona, der als Meister der TCR Europe in den WTCR aufgestiegen ist, wo er einen PWR CUPRA fährt. Für Attila Tassi, seinen ärgsten Rivalen der vergangenen Saison, ist das WTCR Rennen der Slowakei so etwas wie ein zweites Heimrennen. Der 19-jährige KCMG Honda Pilot wohnt in Budapest.

Kevin Ceccon (Team Mulsanne) und Yann Ehrlacher (Cyan Performance Lynk & Co) haben im WTCR bereits Rennen gewonnen, sind aber gerade einmal 25 beziehungsweise 22 Jahre alt und zählen auch 2019 zur Gruppe der starken jungen Fahrer. Genau so wie Aurélien Panis, der 2019 zu Comtoyou Team DHL CUPRA Racing gewechselt ist. Ceccon debütierte im vergangenen Juni in der Slowakei im WTCR. Eigentlich sollte dies sein einziger Start sein, doch nach einer starken Leistung und Meisterschaftspunkten bekam der Italiener einen festen Vertrag und fährt auch 2019 einen Team Mulsanne Alfa Romeo Giulietta TCR by Romeo Ferraris.

Nicky Catsburg (BRC Hyundai N LUKOIL Racing Team) ist 2019 neu im WTCR, hat in er Tourenwagen-WM aber bereits Rennen gewonnen. ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Fahrer Néstor Girolami, ist ein weiterer Newcomer, der schon ein WTCC Rennen gewonnen hat, während Benjamin Leuchter in der TCR Germany starke Leistungen gezeigt und bei der Entwicklung des Volkswagen Golf GTI TCR eine wichtige Rolle gespielt hat. Qing-Hua Ma bringt die Erfahrung von WTCC Siegen mit und gewann in der vergangenen Saison am Steuer eines Team Mulsanne Alfa Romeo Giulietta als erster Chinese WTCR Punkte. Der niederländische Showman Tom Coronel fährt an der Seite von Panis bei Comtoyou und ist einer der Publikumslieblinge.

Tiago Monteiro fährt seiner erste volle Saison, seitdem schwere Kopf und Nackenverletzungen 2017 seinen Traum vom WTCC Titel platzen ließen. Der Portugiese, der in der Formel 1 auf dem Podium stand, fährt einen Honda Civic Type R TCR für das in Hongkong beheimatet Team KCMG. Monteiros früherer Teamkollege Norbert Michelisz von BRC Hyundai N Squadra Corse ist ein weiterer Titelanwärter. Wie Tassi hofft auch Michelisz, der im vergangenen Juni Rennen 2 in der Slowakei gewann, auf Unterstützung von Fans aus der Heimat.

Lernen steht für WTCR Wildcard Engstler im Mittelpunkt
Luca Engstler wird in der nächsten Wochen im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR debütieren. Dabei wird für den deutschen Teenager das Lernen im Vordergrund stehen.Der 19-Jährige nimmt mit einem Hyundai i30 N TCR unter der Bewerbung von Team Engstler als Wildcard-Starter am WTCR Rennen der Slowakei teil. Engstler, der bereits die TCR Asia, Malaysia und Middle East gewonnen hat, fährt aktuell in der TCR Europe und gilt als großes Talent. Sei Vater Franz war in der FIA Tourenwagen-WM erfolgreich. „Ich bin mehr als glücklich und stolz, dass ich auf dem Slovakiaring im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR fahren kann“, sagt Engstler, der im März 19 Jahre alt wurde. „Ich freue mich sehr über diese Gelegenheit und bin für die Unterstützung sehr dankbar. Mit 19 Jahren in einer offiziellen FIA Serie zu fahren, ist einfach toll. Ich stehe ein bisschen unter Druck und bin schon etwas nervös, aber ich versuche das positiv zu sehen und will eine Menge lernen.“