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Rennvorschau: Niederländisches WTCR-Trio und Max in Zandvoort

2019-05-15T14:40:30+02:00Mai 14th, 2019|2019, WTCR Race of Netherlands 2019|

Nicky Catsburg, Tom Coronel und Niels Langeveld starten am kommenden Wochenende als Lokalmatadoren im WTCR / OSCARO in Zandvoort, wo im Rahmen der Jumbo Racedagen auch Max Verstappen vor Ort sein wird.

Im Kalender des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcups WTCR 2019 steht am kommenden Wochenende das WTCR-Rennen der Niederlande auf dem Programm. Auf der westlich von Amsterdam gelegenen Rennstrecke in Zandvoort werden Nicky Catsburg, Tom Coronel und Niels Langeveld die niederländischen Farben vertreten. Zudem dürfen sich die mehr als 100.000 erwarteten Zuschauer auf Demorunden von Formel-1-Pilot Max Verstappen in seinem Red-Bull-Boliden freuen.

Die bisherige Saison 2019 in Zahlen
Im bisherigen Verlauf der Saison 2019 im WTCR / OSCARO haben sechs Fahrer gewonnen, fünf standen auf der DHL Pole-Position und sechs erzielten die schnellste Rennrunde. Ein Beispiel für die Leistungsdichte im Feld war Q2 des zweiten Qualifyings auf dem Hungaroring, als sich zwölf Fahrer von sechs von Kundenteams eingesetzten Marken innerhalb von 0,6 Sekunden klassierten.

In Reihen der drei niederländischen Fahrer war Catsburg bis dato am nächsten an einem Saisonsieg dran. Er lag beim zweiten Saisonrennen in Marrakesh in Führung, bevor er mit Bremsversagen ausschied. In der Slowakei stand Catsburg zweimal auf der Pole-Position, konnte aber keinen Sieg an Land ziehen. Derweil hat Coronel an allen bisherigen Rennwochenenden dieser Saison Punkte gesammelt. Langeveld fuhr in der Slowakei seine ersten WTCR-Punkte ein.

Keine Verschnaufpause im WTCR / OSCARO
Das WTCR-Rennen der Niederlande ist in der Saison 2019 des WTCR / OSCARO das dritte Rennwochenende innerhalb von vier Wochen. Vom Slovakiaring am vergangenen Wochenende haben sich die Teams direkt auf den Weg in Richtung Zandvoort begeben.

Coronel fordert Verstappen heraus
Tom Coronel ist überzeugt, dass er Max Verstappen zum Staunen bringen könnte, würde er die Chance erhalten, dessen Formel-1-Boliden von Red Bull fahren zu dürfen. Verstappen wurde in einem Interview befragt, wie lange es Coronel in einem Formel-1-Auto aushalten würde. Seine Antwort mit eine Grinsen war, dass „ihm nach zwei Kurven der Kopf von den Schultern fallen“ würde, weil die Fliehkräfte so hoch sind.

Coronel, der ein Freund der Verstappen-Familie ist, reagierte mit den Worten: „Ich werde ihm das Gegenteil beweisen! Ich würde sagen, ich schaffe zehn Runden! 60 schaffe ich ganz sicher nicht, aber zehn bestimmt! Ich trainiere grundsätzlich sehr hart und wenn ich weiß, dass ich die Chance zum Fahren bekomme, werde ich noch härter trainieren. Ich bin schon in der Formel Nippon gefahren und weiß somit, was mich erwarten würde. Aber es wird ohnehin nicht passieren. Genau wie die Verstappens sind auch wir von Motorsport besessen. Ich werde ihn aber nicht meinen Cupra TCR fahren lassen, weil er nach zwei Kurven abfliegen würde!

Willkommen zum #WTCR2019SUPERGRID
Das #WTCR2019SUPERGRID steht für sieben Teilnehmer im Feld des WTCR / OSCARO 2019, die es zusammengerechnet auf 14 WM-Titel in FIA-Rennserien gebracht haben. Hinzu kommen auf das Starterfeld verteilt 29 weitere namhafte Titelgewinne.

Gabriele Tarquini führt die Liste an. Der Titelverteidiger im WTCR / OSCARO fuhr beim Saisonauftakt 2019, dem WTCR AFRIQUIA Rennen von Marokko, seinen ersten Saisonsieg ein. Mit der Startnummer 1 auf seinem von BRC Hyundai N Squadra Corse eingesetzten Hyundai i30 N TCR hat er seitdem einen weiteren Sieg folgen lassen: Auf dem Hungaroring gewann Tarquini Lauf 3 vor seinem Teamkollegen und Lokalmatador Norbert Michelisz.

Yvan Muller, der im siebenköpfigen Titelkampf in Macau 2018 um drei Punkte unterlag, tritt in dieser Saison für Cyan Racing mit einem von der Geely Motorsport Group in China entwickelten Lynk & Co. 03 TCR an. Auf dem Hungaroring fuhr Muller erstmals in dieser Saison auf das Podium, auf seinen ersten Saisonsieg wartet er aber noch.

Thed Björk, der wie Muller für Cyan an den Start geht, brachte seine Jagd auf einen zweiten FIA-Titel mit dem historischen ersten Sieg eines Lynk & Co. in Schwung, als er in Marokko gewann. Die Rennwochenenden in Ungarn und der Slowakei liefen aber enttäuschend für Björk, weshalb er in den Niederlanden entschlossen sein wird, mehr Punkte denn je einzufahren.

Rob Huff, der für Sébastien Loeb Racing einen VW Golf GTI TCR fährt, ist einer von zwölf Piloten, die in der Saison 2018 siegten und auch in dieser Saison wieder im WTCR / OSCARO starten. In Lauf 2 in der Slowakei verpasste Huff seinen ersten Podestplatz der Saison knapp.

Augusto Farfus (BRC Hyundai N LUKOIL Racing Team), Johan Kristoffersson (SLR Volkswagen) und Andy Priaulx (Cyan Performance Lynk & Co.) sind allesamt Weltmeister unterschiedlicher Rennserien und gleichzeitig sie Rookies in der WTCR-Saison 2019.

Esteban Guerrieri, der für ALL-INKL.COM Münnich Motorsport einen Honda Civic Type R TCR steuert, siegte in Lauf 1 in Marrakesh. Nach Lauf 1 auf dem Hungaroring war er Tabellenführer, schied in Lauf 3 aber mit Unfall aus und verlor die Führung in der Gesamtwertung wieder. In Lauf 2 auf dem Slovakiaring meldete sich Guerrieri mit einem zweiten Platz im Titelkampf zurück.

Jean-Karl Vernay (Leopard Racing Team Audi Sport) – im vergangenen Jahr Sieger in Zandvoort – ging in Lauf 2 auf dem Hungaroring von der Pole-Position ins Rennen. Mit dem ersten Saisonsieg für den Franzosen klappte es aber nicht. Aufgrund eines Kupplungsproblems wurde er Zweiter vor dem eindrucksvollen Rookie Daniel Haglöf (PWR Racing). Vernay und Teamkollege Gordon Shedden gehören zu einer Reihe von WTCR-Piloten, die vor Saisonbeginn in Zandvoort testeten.

Die für Comtoyou Racing starteten Niels Langeveld und Frédéric Vervisch runden das Audi-Aufgebot ab. Vervisch kommt mit dem Rückenwind seines ersten Saisonsieges (Slowakei) nach Zandvoort. Derweil will Langeveld sein in der Slowakei begonnenes WTCR-Punktekonto beim Heimspiel in den Niederlanden weiter aufstocken.

Zu den aufstrebenden Nachwuchspiloten im WTCR-Feld 2019 zählen Mikel Azcona, der aus der TCR Europe kommt und für PWR Racing einen Cupra TCR fährt, sowie sein langjähriger Rivale Attila Tassi, der für KCMG einen Honda fährt.

Kevin Ceccon (Team Mulsanne) und Yann Ehrlacher (Cyan Performance Lynk & Co.) haben im WTCR bereits Rennen gewonnen. Im Alter von 25 beziehungsweise 22 Jahren zählen auch sie zu den aufstrebenden Nachwuchspiloten. Dieser Gruppe gehört auch Aurélien Panis an, der für das Comtoyou Team DHL CUPRA Racing einen Cupra fährt. Der ehemalige Formelpilot Ceccon fuhr in der Slowakei zweimal auf das Podium, wohingegen Ehrlacher im vergangenen Jahr in Zandvoort einen Lauf gewann.

Tom Coronel ist bei Comtoyou Teamkollege von Panis und einer der absoluten Lieblinge des Publikums. Er kommt nach einer starken Vorstellung in der Slowakei mit Rückenwind zu seinem Heimspiel. Landmann Nicky Catsburg (BRC Hyundai N LUKOIL Racing Team) ist einer der Rookies im WTCR, fuhr in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) aber bereits Siege ein. Benjamin Leuchter hat sich in der TCR Germany einen Namen gemacht und war maßgeblich an der Entwicklung des Volkswagen Golf GTI TCR beteiligt.

Néstor Girolami (ALL INKL.COM Münnich Motorsport Honda) ist ein weiterer Neuling im diesjährigen Starterfeld, der in der WTCC bereits Rennen gewonnen hat. Der Argentinier ist nach seinem dritten Saisonsieg, den er am vergangenen Wochenende in der Slowakei eingefahren hat, der aktuelle Tabellenführer im WTCR / OSCARO. Derweil machte sich Qing Hua Ma mit seinem im Alfa Romeo Giulietta TCR vom Team Mulsanne eingefahrenen Sieg in Lauf 3 auf dem Slovakiaring zum ersten chinesischen Rennsieger des WTCR.

Tiago Monteiro fährt seine erste volle Saison nach seinen schweren Kopf- und Nackenverletzungen vom September 2017, die seiner Jagd auf den WTCC-Titel damals ein jähes Ende bereiteten. Der Portugiese, der in der Formel 1 einen Podestplatz eingefahren hat, fährt im WTCR 2019 für KCMG einen Honda Civic Type R TCR. Monteiros ehemaliger Teamkollege Norbert Michelisz, der für BRC Hyundai N Squadra Corse antritt, fuhr beim WTCR-Rennen der Slowakei zweimal auf das Podium.

Heimspiel in Zandvoort: Die Stimmen der drei Niederländer
Das bevorstehende Rennwochenende in Zandvoort ist für den von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR das zweite seiner Geschichte auf der niederländischen Rennstrecke, die ab 2020 auch wieder die Formel 1 beherbergen wird. Mit welchen Erwartungen die drei Lokalmatadoren Nicky Catsburg, Tom Coronel und Niels Langeveld auf den 5,922 Kilometer langen Kurs gehen, lässt sich folgenden Stimmen entnehmen:

Nicky Catsburg (BRC Hyundai N LUKOIL Racing Team):Die Jumbo Racedagen sind ein richtig cooles Event. Es wird Formel-1-Demorunden geben und viele der mehr als 100.000 erwarteten Zuschauer werden wegen Max [Verstappen] anreisen. Ich fuhr das erste Mal in Zandvoort, als ich 15 Jahre alt war. Als Zuschauer war ich aber schon vorher vor Ort. Ich erinnere mich, wie ich als Kind in den Dünen saß, um das Formel-3-Masters zu verfolgen. Jetzt bin ich im WTCR einer von drei Niederländern. Für Niels [Langeveld] hege ich großen Respekt. Er hat schwer dafür gearbeitet, dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Ich war sehr glücklich, als ich erfuhr, dass er bei Audi eine Chance bekommt. Tom [Coronel] kenne ich schon sehr lange. Wir fahren oft gemeinsam zu den Rennen, aber er ist in den Niederlanden viel bekannter als ich. Wenn man im Supermarkt Leute fragt, ob sie Tom Coronel kennen, kommt als Antwort: „Klar kenne ich Tom Coronel.“ Wenn man sie fragt, ob sie Nicky Catsburg kennen, haben sie keine Ahnung. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn das so bleibt.

Tom Coronel (Comtoyou DHL Team CUPRA Racing):Es ist eine stressige Phase der Saison mit drei Rennwochenenden in vier Wochen, aber auf meinem Heimrennen liegt für mich natürlich ein besonderer Fokus. Erstens aufgrund der Fans und zweitens, weil ich die Strecke in Zandvoort seit fast 20 Jahren sehr gut kenne. Der ‚Stress‘ wird sich an diesem Wochenende auch dahingehend äußern, dass ich viele PR-Anfragen bekommen werde. Ich bin jedenfalls zuversichtlich und freue mich, in Holland zu fahren, wo der WTCR von Beginn an im Fernsehen zu sehen ist. Max [Verstappen] mag zwar im Mittelpunkt stehen, aber was das Racing betrifft, steht der WTCR im Mittelpunkt. Der Wettbewerb ist so eng, man kann auf P10 oder aber ganz vorn sein. Man weiß nie, was passiert und das macht es aufregend.

Niels Langeveld (Comtoyou Team Audi Sport):Es ist natürlich sehr aufregend für mich, im WTCR ein Heimrennen zu haben. Ich denke schon darüber nach, wie aufregend es wäre, es sogar zu gewinnen. Ich muss aber aufhören, darüber nachzudenken, sondern muss sicherstellen, dass alles zu 100 Prozent vorbereitet ist. Zandvoort ist eine Strecke, die ich sehr gut kenne. Meine Lieblingskurve ist Scheivlak – die einzige Kurve mit einer eigenen Website, als ich anfing Rennen zu fahren! Es ist die Kurve, wo es die meisten Unfälle gab. Es ist die schnellste Kurve und es ist eine Kurve, in der man sich wie in einer Achterbahn fühlt. Man kommt über die Kuppe, dann geht es bergab. Gleichzeitig muss man nach rechts einlenken, dabei aber den Speed und die Linie halten. Die Autos neigen in dieser Kurve zum Übersteuern. Ich selbst hatte dort schon im Swift-Cup und im Clio-Cup einige haarige Momente. Es ist eine atemberaubende Kurve, in der man alles richtig machen muss.