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Rückblick: Baldi und Rachel im Esports WTCR OSCARO top

2019-10-11T16:32:55+02:00September 30th, 2019|2019, eSports|

Gergo Baldi und Michael Raechl waren am Sonntagabend im virtuellen Suzuka die Sieger im Esports WTCR OSCARO.

Der Ungar Baldi gewann zum zweiten Mal im Jahr 2019 und übernahm damit die Meisterschaftsführung. Der junge Deutsche Raechl gewann zum ersten mal in dem RaceRoom-Wettbewerb.

Qualifying: Jarschel schlägt Keithley im Kampf um die Pole

Nachdem im Pre-Qualifying zur fünften Saisonveranstaltung der Deutsche Alexander Dornieden (FA Racing Esports / Lynk & Co) vor Gergo Baldi (M1RA Esports / Hyundai) die Bestzeit gefahren war, wurde für das Qualifying eine starke Vorstellung der asiatischen Marken erwartet. Am Ende eroberten aber ein CUPRA und ein Audi die erste Startreihe von Rennen 1. Der Deutsche Tim Jarschel (EURONICS Gaming / CUPRA) fuhr vor dem Briten Jack Keithley (Williams Esports / Audi) auf die Pole-Position.

Rennen 1: Baldi fährt von Platz sechs zum Sieg

Keithley fackelte nicht lange und ging innen an Jarschel vorbei in Führung. Jarschel wollte in der ersten Runde jedoch gleich kontern und griff den Audi in der Casio-Kurve an, wobei sich beide berührten. Keithley fiel durch einen Dreher ans Ende des Feldes zurück, während Nikodem Wisniewski (Williams Esports / CUPRA) vor Jarschel in Führung ging. Der Deutsche Julian Kunze (EURONICS Gaming / CUPRA) flog in derselben Kurve ab.

Wisniewski wurde vom entschlossen wirkenden Jarschel rasch unter Druck gesetzt. In Runde 3 wollte der Deutsche seinen Rivalen außen in Kurve 1 überholen. Dabei kam es zu einem Kontakt, und Jarschel landete in der Streckenbegrenzung.

Durch diese frühen Kämpfe rückte der von Platz sechs gestartete Gergo Baldi auf Rang zwei nach vorne, während mit Florian Hasse ein weiterer deutscher Pilot auf Platz fünf liegend in der Degner-Kurve abflog.

Kurz nach der Rennhalbzeit griff Baldi Wisniewski in Kurve 1 an. Anstatt es außen zu versuchen, stach Baldi innen hinein und verdrängte seinen Rivalen mit einem sauberen und beeindruckenden Manöver von der Spitze.

Der amtierende Meister Bence Bánki aus der Slowakei schloss zu Wisniewski auf, der seinerseits versuchte Baldi zu folgen. Der ließ sich seinen zweiten Saisonsieg aber nicht nehmen und gewann vor Wisniewski und Bánki.

Der Deutsche Moritz Löhner (Williams Esports) kam vor dem Ungar David Nagy (M1RA Esports / Hyundai) und Landsmann Alexander Dornieden auf Rang vier ins Ziel.

Das ungarische Duo Zoltan Csuti (M1RA Esports / Hyundai) und Norbert Leitner (Nice Gaming / CUPRA) erzielte mit den Plätzen sieben beziehungsweise acht ihre besten Saisonergebnisse. Michael Raechl (EURONICS Gaming) und Attila Dencs (ZENGO Esport) fuhren auf die Plätze neun und zehn, was bedeutete, dass in Rennen 2 zwei CUPRA in der ersten Reihe stehen würden.

Rennen 2: Youngster Raechl holt sich den Sieg

Dencs kam am Start besser weg, doch Raechl machte in der ersten Runde gleich viel Druck und überholte den Ungarn in der Haarnadelkurve. Dahinter lieferten sich die etablierten Simracer Dornieden und Leitner einen harten Kampf – inklusive Lackaustausch.

In Runde 3 überschritt Dencs die Track-Limits. Durch die dafür fällig Slow-Down-Strafe fiel er auf Platz sechs zurück. Doch es kam für den CUPRA-Fahrer noch schlimmer. In Degner 1 fuhr er zu hart über den Randstein und kam dann langsam vor Löhner wieder auf die Strecke. Es kam zu einer Berührung, Dencs rutschte über das Gras und kollidierte dann hart mit Löhner, als er in Degner 2 wieder auf die Strecke zurückkam.

An der Spitze musste sich Raechl hart gegen Leitner verteidigen. Dorneiden wurde unterdessen von den M1RA-Hyundais von Csuti und Nagy noch mehr unter Druck gesetzt. Nagy kam dann jedoch in Kurve 1 von der Strecke ab, als er Dorneiden auf der Außenbahn überholen wollte. Eine Runde später rutschen Leitner und Csuti in derselben Kurve von der Strecke und fielen auf die Plätze sieben beziehungsweise fünft zurück.

Dadurch war Droneiden nun Zweiter, doch sieben Minuten vor dem Ende erhielt er eine Slow-Down-Strafe. Plötzlich lagen Bánki und Baldi auf den Podiumsrängen und machten Jagd auf Raechl. Kurz vor Rennende hatten sie ihn eingeholt, aber Raechel behielt die Nerven und feierte seinen ersten Sieg im Esports WTCR OSCARO und bei RaceRoom überhaupt.

Baldi wurde Zweiter, Bánki Dritter vor Dornieden, Csuti, Wisniewski, Leitner, Jaroslav Honzik (Actrollvision / Hyundai), Jack Keithley und dem Spanier Nestor Garcia (Red Bull Racing Esports / Audi), der wegen einer Startplatzstrafe von hinten ins Rennen ging und eine beeindruckende Aufholjagd zeigte.

Nagy siegt auf dem zweiten Server

Der Ungar Balazs Nagy gewann das erste Rennen auf dem zweiten Server für Volkswagen vor Kamil Kurek (Audi) und Valentin Barrier (Lynk & Co). Im zweiten Rennen sorgten der Ungar Mate Mezoffy und der Südafrikaner Valentino Adams für einen Hyundai-Doppelsieg, der dänische Newcomer Jimmy Reimer fuhr im CUPRA auf Rang drei.

Wie steht es im Titelkampf des Esports WTCR OSCARO?

Nach zehn Rennen liegt Baldi sieben Punkte vor dem amtierenden Meister Banki und 20 Punkte vor Wisniewski. Florian Hasse verteidigte trotz eines schwierigen Wochenendes Rang vier vor Kuba Brzezinski aus Polen, Dornieden, Löhner und Jarschel. Stand jetzt würden diese acht Fahrer zum Finale im Dezember in Malaysia eingeladen.

Die Action von Suzuka noch einmal sehen?

Folgen Sie einfach diesem Linke: https://www.youtube.com/watch?v=6OctaA-xfzQ

Was kommt als nächstes?

Am Sonntag, 6. Oktober, findet die nächste Runde des Esports WTCR OSCARO im virtuellen Macau statt.