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Rückblick: Die WTCR-Saison 2018 bisher - Teil 1

In Vorausschau auf das anstehende WTCR-Rennen von Portugal hier ein Überblick über die Stationen 1 und 2 der Premierensaison 2018 in Marokko und Ungarn.

WTCR AFRIQUIA Rennen von Marokko (7. bis 8. April):

Der FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) startete in den Straßen von Marrakesh auf elektrisierende Art und Weise in seine erste Saison.

Gabriele Tarquini gewann zwei der drei Rennen des Auftaktwochenendes. Am Steuer seines Hyundai i30 N TCR vom BRC Racing Team münzte Tarquini in Rennen 3 die DHL Pole-Position in den Sieg um. Der Italiener setzte sich dabei gegenüber Yvan Muller und Thed Björk durch, nachdem er tags zuvor bereits Rennen 1 für sich entschieden hatte.

Der viermalige Tourenwagen-Weltmeister Muller hatte sich neben Tarquini für die erste Startreihe qualifiziert, kam aber schlecht weg und verteidigte sich vehement gegenüber Tarquinis BRC-Teamkollegen Norbert Michelisz. So kam Björk in Kurve 1 an beiden vorbei auf Rang zwei nach vorn. Wenig später aber verlor der Schwede eine Position an Teamkollege und Boss Muller, als er versehentlich den Hauptschalter für die Elektrik seines Hyundai betätigte.

Das mit umgekehrter Startaufstellung gestartete Rennen 2 hatte Jean-Karl Vernay im Audi RS 3 LMS vom Audi Sport Leopard Lukoil Team gewonnen. Der Franzose siegte vor Lokalmatador Mehdi Bennani, der mit seinem Volkswagen Golf GTI von Sébastien Loeb Racing zur Freude seiner Landsleute auf das Podium fuhr. Platz drei ging an den von der Pole-Position gestarteten Pepe Oriola.

Weil Yann Ehrlacher im Honda von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport und Björk im Hyundai von Yvan Muller Racing auf den Plätzen vier und fünf ins Ziel kamen, sah dieses zweite Rennen fünf unterschiedliche Marken in den Top 5.

WTCR Rennen von Ungarn (28. bis 29- April):

Gabriele Tarquini brachte es auf dem Hungaroring im sechsten WTCR-Saisonrennen auf seinen bereits dritten Sieg, nachdem zuvor Yann Ehrlacher und Rob Huff ihren jeweils ersten Saisonsieg eingefahren hatten.

Ehrlacher, der Neffe von Yvan Muller, hatte in Rennen 1 von einigen Kollisionen profitiert und war von Rang fünf auf eins nach vorn gekommen. Für seinen Arbeitgeber ALL-INKL.COM Münnich Motorsport siegte er vor Teamkollege Esteban Guerrieri, während Lokalmatador Norbert Michelisz als Dritter das Podium komplettierte.

In Rennen 1 hatte Michelisz seine Pole-Position nicht in einen Heimsieg umwandeln können. In Rennen 3 hatte der Ungar eine weitere Chance. Doch mit einem im Vergleich zu BRC-Teamkollege Tarquini schlechteren Start vergab Michelisz zur Enttäuschung seiner einheimischen Fans auch diese Chance.

Muller fuhr genau wie in Rennen 2 auf den dritten Platz, indem er hinter Sieger Huff und dem ungarischen Wildcard-Starter Dániel Nagy ins Ziel kam. Jean-Karl Vernay punktete in allen drei Rennen, war ob seines Rückstands auf die Spitze aber enttäuscht. Thed Björk tat sich mit seinem Hyundai von Yvan Muller Racing ebenfalls schwer.