Tarquini: Norbi sollte mich nach seiner WTCR-Niederlage in der Heimat hassen

2019-05-01T06:00:49+02:00Mai 1st, 2019|2019, WTCR Race of Hungary 2019|

Gabriele Tarquini würde es verstehen, wenn ihn sein Teamkollege Norbert Michelisz bei BRC Hyundai N Squadra Corse nun hasst.

Tarquini hat Michelisz beim WTCR-Rennen in Ungarn geschlagen und sich seinen zweiten Sieg eingefahren. Am Sonntag gewann er im dritten Rennen am Hungaroring.

Wie im Jahr 2018 startete Michelisz von der DHL-Pole-Position. Er schaffte es aber nicht, Tarquini – der im Jahr 2018 den von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup gewann – aufzuhalten. Trotz der Unterstützung seitens der ungarischen Fans, gelang es Michelisz nicht, einen Angriff zu setzen. Er musste sich mit Platz zwei zufrieden geben.

“Es ist schade für Norbi, aber für mich war es einfach ein großartiges Rennen”, sagt Tarquini. “Ich weiß, dass Norbi mich hasst! Er hätte mich auf dem Podium am liebsten umgebracht. Das ist normal, denn jeder will vor seinem Heimpublikum gewinnen – gerade nach so einem guten Qualifying. Er hätte es verdient, vorne zu sein. Der Start und der Kampf in der ersten Kurve haben ihn wohl die Position gekostet. Er kam sehr langsam aus der ersten Kurve heraus. Da habe ich meine Möglichkeit wahrgenommen und ihn überholt.”

Michelisz antwortet: “Mein Start war okay. Esteban hat einen guten Start erwischt. Er war innen. In der zweiten Kurve hat es mich nach hinten geworfen. Ich denke, dass ich zu nah an ihm dran war. Das hat meinem Momentum geschadet. Ich bremste für Kurve zwei, als Esteban und Gabriele außen waren. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, vor Gabriele zu bleiben. Ich wollte das Rennen unbedingt gewinnen, aber es gibt schlimmeres, als am Hungaroring auf Platz zwei zu landen – gerade weil wir [in Marrakesch] nicht schnell genug waren.”

“Wenn man auf den Plätzen eins und zwei fährt geht es immer um das Resultat für das Team, auch wenn man eigene Ziele hat. Ich wollte nah an ihm dran bleiben, falls er einen kleinen Fehler macht. So wollte ich innen vorbei schlüpfen. Er hat aber nicht viele Fehler gemacht.”