Vernay gewinnt vor 110.000 Zuschauern in Zandvoort

2018-05-21T20:39:07+02:00Mai 21st, 2018|2018, WTCR Race of Netherlands 2018|

Jean-Karl Vernay erlebte beim Rennen des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcups ein Wochenende, das er so schnell nicht vergessen wird. Er gewann in Zandvoort vor 110.000 Zuschauern und Formel-1-Star Max Verstappen das dritte von drei Rennen.

Nach dem ersten Rennen am Sonntag, das Vernay auf Platz fünf beendet hatte, musste das Audi Sport Leopard Lukoil Team über Nacht den Motor wechseln. Aufgrund dessen musste der Franzose im zweiten Rennen von ganz hinten starten. Vernay belohnte sein Team, in dem er sich die DHL Pole Position für das dritte Rennen sicherte, die er später am Tag in einen Sieg ummünzte.

Nachdem Yann Ehrlacher das ersten Rennen des WTCR Rennens in den Niederlanden gewonnen hatte, feierte der Franzose Aurélien Comte im zweiten Rennen seinen ersten WTCR Triumph. Er ist bereits der achte Sieger in der WTCR Saison 2018.

Comte kam in seinem DG Sport Compétition PEUGEOT 308TCR im ersten Rennen vor Rob Huff und Gordon Shedden ins Ziel. Im zweiten Rennen schlug er James Thompson im Honda Civic Type R TCR und siegte. Insgesamt haben damit bereits fünf verschiedene Hersteller im WTCR OSCARO gewonnen. Ehrlacher landete in seinem ALL-INKL-COM Münnich Motorsport auf Platz zwei. Zuvor wurde er von seinem Teamkollegen Thompson durchgelassen, da der Franzose gute Chancen auf den Titel hat.

Im dritten Rennen feierte Huff seine Rückkehr aufs Podium. In seinem Volkswagen Golf GTI TCR kam er vor Frédéric Vervisch für das Audi Sport Team Comtoyou ins Ziel, der nach seinem Defekt an der Antriebswelle ein starkes Comeback feierte.

Ehrlacher, der sowohl den TAG Heuer Most Valuable Driver Award als auch die TAG Heuer Best Lap Trophy für seine schnelle Runde im ersten Rennen gewann, führt jetzt die Meisterschaft mit neun Punkten vor seinem Onkel Yvan Muller an. Während Ehrlacher feierte, erlebte Muller in seinem Hyundai i30 N TCR ein Wochenende zum Vergessen. Aufgrund der Änderungen an der Balance of Performance war es dem Franzosen nicht möglich, mit der Spitze mitzuhalten. Nach einer heftigen Kollision mit Norbert Michelisz im ersten Rennen hatte die Mannschaft zudem viel zu tun.

Der Niederländer Tom Coronel fuhr sein bestes Ergebnis – einen siebten Platz – im ersten Rennen ein. Pepe Oriola holte im zweiten Rennen einen vierten Platz direkt vor Mehdi Bennani. Esteban Guerrieri kämpfte im dritten Rennen mit Shedden um Platz fünf. Wildcard-Pilot Prinz Bernhard von Oranje trat in allen drei Rennen an.

Die Stimmen der Rennsieger

Yann Ehrlacher, ALL-INKL.COM Münnich Motorsport (Rennen 1): „Wir wussten, dass es schwierig ist, auf dieser Strecke zu überholen, weshalb es wichtig war, einen guten Start hinzulegen. Das ist uns gelungen. Wir hatten wegen der Roten Flagge einige Probleme. Das Safety-Car zwei Runden vor Schluss hat noch einmal Spannung gebracht und für einige Schwierigkeiten gesorgt. Die Pace war da. Der Honda war schnell und dafür danke ich dem Team. Es arbeitet wirklich hart und verdient diesen Sieg. Ich freue mich, da wir nun im Kampf um die Punkte zurück sind. So können wir unser schwieriges Wochenende an der Nordschleife wieder vergessen. Wir hatten die Pace und die Fahrer hinter uns mussten kämpfen. Ich habe es geschafft, meine Reifen für die Schlussphase zu schonen. Das war eine gute Idee, denn so hatte ich hinten heraus noch etwas Luft. Das war wirklich gut, denn wir hatten auch nach dem Neustart die Pace. Es gab also keine Panik.“

Aurélien Comte, DG Sport Compétition (Rennen 2): „Gestern hatte ich einen guten Start, weshalb ich auf P2 ins Ziel gekommen bin. Das war für das Team und mich bereits ein gutes Resultat. Heute lief es ähnlich: Wir hatten einen guten Start und gingen nach Kurve 1 in Führung. An einigen Stellen war James schneller, aber ich habe es geschafft, die Pace bis zum Ende des Rennens zu halten. Wir standen unter Druck, aber darüber habe ich gar nicht erst nachgedacht. Ich habe das Rennen einfach angeführt und versucht, ins Ziel zu kommen.“

Jean-Karl Vernay, Audi Sport Leopard Lukoil Team (Rennen 3): „Es war ein toller Tag. Wegen der Rennen gestern war ich sehr motiviert. Ein Motorwechsel ist nie einfach. Wir wussten, dass wir ein Rennen opfern mussten. Bis zum Morgen war ich trotzdem der einzige Fahrer, der in allen Rennen Punkte gesammelt hat. Ich habe meiner Crew gesagt: ‚Macht euch keine Sorgen. Wir holen die Pole-Position und gewinnen das Rennen‘ und das haben wir auch geschafft. Das ist ziemlich cool. Das Team hat in der Nacht alles gegeben, um das Auto zu reparieren. Danach habe ich einfach meinen Job gemacht. Ich war sehr selbstbewusst, da die Balance des Autos sehr gut war. Ich habe alles gegeben und versucht, gut zu fahren.“