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Warum Tarquinis "bester Start" der Schlüssel zum Titelgewinn sein könnte

2018-11-17T12:01:33+01:00November 17th, 2018|2018, WTCR-Rennen von Macau 2018|

Laut Gabriele Tarquini könnte sein bisher „bestes Manöver“ entscheidend dazu beitragen, dass er am Sonntag erster Champion im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) wird.

Nach dem ersten von drei Finalläufen in Macau führt Tarquini in der WTCR-Fahrerwertung mit einem Vorsprung von 33 Punkten auf Yvan Muller, nachdem er im Samstagsrennen von P7 auf P4 vorgefahren ist. In den beiden noch ausstehenden Rennen am Sonntag werden noch insgesamt 55 Punkte vergeben.

Doch Tarquini geht mit einem Handicap in den Schlusstag der Saison: Er startet beide Male von Position 14. Die Punktechancen des italienischen Routiniers aus dem Team BRC Racing Hyundai sind damit vergleichsweise gering.

„Im ersten Rennen ist mir ein fantastischer Start gelungen. Das war der Schlüssel“, sagt Tarquini. „Ich wusste schon, dass ich [im Samstagsrennen] eine gute Gelegenheit für Punkte haben würde. In den Startaufstellungen der beiden anderen Rennen stehe ich deutlich weiter hinten. Deshalb musste ich meine Chance heute nutzen.“

„Alles war perfekt: der Start, die Anfahrt zur Mandarin-Kurve, das Anbremsen vor der Lisboa-Kurve. Ich fuhr gleich auf den vierten Platz nach vorne und hatte sogar [meinen Teamkollegen] Norbi [Michelisz] direkt hinter mir. Das war das beste Startmanöver meiner Saison 2018.“

Danach aber wurde es zäh für Tarquini: „Ich hatte nicht die Geschwindigkeit, um den drei Fahrern vor mir zu folgen. Wir haben hier ein bisschen mit der Motorleistung zu kämpfen. Ich hatte kein sehr gutes Gefühl, also entschied ich mich dazu, meine Position zu halten. Zum Glück ist es Norbi gelungen, direkt hinter mir zu fahren. So geriet ich nicht unter Druck. Das hat mir sehr geholfen, denn so konnte ich befreit fahren.“

„Der Abstand [in der Gesamtwertung] ist kleiner geworden. Yvan kann am Sonntag viele Punkte holen. Er ist hier sehr schnell. Das hat er heute wieder bewiesen. Er hatte ebenfalls einen sehr guten Start. Es dürfte also sehr, sehr eng werden [im Titelkampf].“

Muller beginnt die restlichen Saisonrennen von den Startpositionen fünf und sechs. Er meint: „Es gibt nicht allzu viele [mögliche] Szenarien. Ich muss einfach mein Bestes geben. Dann sehen wir am Ende, was dabei herauskommt. Ich muss noch immer viele Punkte auf ihn gutmachen. Für mich geht es also darum, möglichst nicht in Schwierigkeiten zu geraten.“