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WTCR China 2. Qualifying: Muller und Ehrlacher für Lynk & Co in Startreihe eins

2019-09-15T04:07:40+02:00September 15th, 2019|2019, WTCR Race of China 2019|

Yvan Muller und Yann Ehrlacher haben im zweiten Qualifying im Rahmen des WTCR-Rennens von China Lynk & Co in die erste Startreihe gestellt. Der chinesische Hersteller feiert in Ningbo sein Heimrennen. Lokalmatador Ma Qinghua hatte hingegen viel Pech.

Als der Regen das Qualifying zu einer Lotterie machte, waren der Onkel und Neffe die letzten, die im Top-5-Qualifying von Q3 auf der Strecke waren. Die beiden waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, weshalb Muller seine zweite DHL-Pole-Position an diesem Wochenende eingefahren hat.

“Meine Runde in Q2 hätte besser sein können”, sagt Muller, der vor dem Shootout nur viertschnellster Fahrer war. “Es war aber zu früh und es regnete zu heftig. Für Yann und mich war es die richtige Entscheidung, in Q3 als letztes zu fahren. Ich bin im Auto geblieben, um zu hören, welche Zeit er gefahren ist. Es wäre sein erstes Mal gewesen und ich wäre glücklich gewesen, wenn ich geschlagen worden wäre.”

Ehrlacher schaffte es aber nicht, seinen Onkel zu besiegen. Letztendlich durfte er sich aber über seinen zweiten Platz freuen. “Ich hatte gestern einige Probleme und war nicht selbstbewusst”, sagt Ehrlacher. “Ich bin bis 1 Uhr früh an der Strecke geblieben. Von Platz 15 auf Platz zwei zu fahren, ist großartig. Jetzt muss ich aber auch noch mehr aus den Rennen herausholen.”

Über seinen Onkel sagt der Franzose: “Das war nicht schlecht für einen 50 Jahre alten Mann!”

Ceccon in Problemen, Hoffnung für Ma in Q1

Die 20-minütige Q1-Session wurde mit einer gelben Flagge unterbrochen, nachdem Kevin Ceccon seinen Alfa Romeo Giulietta Veloce TCR vom Team Mulsanne auf der Strecke parken musste. Der Motor im Auto des Italieners wurde nach dem ersten Rennen gewechselt, da ein Stein den Kühler beschädigt hatte. “Wir müssen das Auto überprüfen, das ist sicher”, sagt Ceccon. “Es ist frustrierend, aber Suzuka wird sicher besser für uns. Das verspreche ich.”

Der Regen am Ende machte die Bedingungen nicht einfach und es war kaum vorhersehbar, was passieren wird. Trotz des Wetters gab es am Ende der Sitzung noch einige Verbesserungen, weshalb die Rangordnung durcheinander gewirbelt wurde.

Ma Qinghua fuhr mit einer Zeit von 1:49,980 Minuten die beste Rundenzeit. Er landete vor Norbert Michelisz, Aurelien Panis, Thed Björk und Yvan Muller. Zu den Top 12, die ins Q2 einziehen, gehörten auch WTCR-Gesamtführender Esteban Guerrieri und Gabriele Tarquini. Der Italiener schaffte es nur in die nächste Runde, weil die beste Zeit von Frederic Vervisch gestrichen wurde – er hatte die Track-Limits missachtet. Vervisch wurde auf Platz 15 gewertet. Vor ihm landeten Daniel Haglöf und Jean-Karl Vernay.

Weitere wichtige Namen, die es nicht in die nächste Runde schafften, waren Mikel Azcona auf Platz 16, der im ersten Rennen auf das Podium fuhr, Tiago Monteiro (Platz 18) und Rob Huff (Platz 20).

Drama wegen Girolami-Ma-Crash auf der Strecke

Die 10-minütige Q2-Session wurde frühzeitig abgesprochen, da Nestor Girolami es nicht schaffte, dem schnelleren Ma Platz zu machen. Der Alfa-Fahrer drehte sich, weshalb die roten Flaggen gezeigt werden mussten. Der Lokalmatador war enttäuscht und musste sich mit Platz zwölf hinter Andy Priaulx zufrieden geben.

Girolami sieht sich nicht als Schuldigen des Unfalls und sagt, dass er “keine Ahnung” hat, was passiert ist. Ma erklärt: “Das Auto lief besser als gestern, weshalb meine Pace stark war. Ich weiß nicht, was da mit Girolami passiert ist. Normalerweise machen die anderen Fahrer nicht solche Fehler im Qualifying. Ich habe ihm die Lichthupe gegeben, und das seit Beginn der Runde und ich dachte, dass er mich gesehen hätte. Ich dachte, er würde mir die Tür offen machen, hat er aber nicht. Ich war sehr überrascht. Ich denke, dass ich gut genug für die Pole gewesen wäre.”

Die fünf schnellsten Fahrer, die es ins Q3-Shootout schafften, waren Panis, Nicky Catsburg, Girolami, Muller und sein Teamkollege Yann Ehrlacher. Guerrieri verpasste das Q3 auf Platz sechs vor Tarquini, Augusto Farfus, Björk und Michelisz. Da der Ungar auf Platz zehn landete, bekam er die DHL-Pole-Position im zweiten Rennen mit umgekehrter Startreihenfolge. Das wird seine Chance auf die WTCR-OSCARO-Gesamtführung sicher steigern.

Panis erster in Q3, Muller holt Pole

Da die Chance auf Regen größer wurde, entschied sich Panis dazu, als erstes ins Q3 zu starten. Die Lotterie begann Chaos zu verursachen, als der Regen auf der Runde des Franzosen begann. Trotzdem schaffte er es in seinem DHL-CUPRA eine solide 1:50,536 Minuten in den Asphalt zu brennen.

Catsburg fuhr als zweites los, aber der Niederländer war nicht schnell genug, um Panis zu besiegen. Er war in seinem Hyundai des BRC Hyundai N LUKOIL Racing Team 0,199 Sekunden langsamer.

Girolami war als drittes dran. Der Fahrer von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport holte das Maximum aus seinem Auto raus und schlug Catsburg um 0,039 Sekunden. Auf seiner Auslaufrunde sagte er: “Wir hatten heute Glück!”

Muller war der nächste auf der Liste. Der Sieger des ersten Rennens war deutlich schneller als die Konkurrenz. Er schlug Panis um deutliche 0,362 Sekunden.

Zuletzt ging Mullers Neffe und Teamkollege von Lynk & Co auf die Strecke. Ehrlacher war im ersten Sektor noch schneller als sein Onkel, schaffte es aber nicht, den Vorsprung zu halten. In den zwei weiteren Sektoren war er langsamer, weshalb er sich mit einem Rückstand von 0,282 Sekunden den zweiten Platz hinter dem DHL-Pole-Setter holte.

Das zweite WTCR-Rennen von China findet um 14:30 Uhr Ortszeit statt. Das dritte Rennen ist um 15:50 Uhr geplant.