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WTCR China 2. Rennen: Michelisz übernimmt mit dem Sieg die Gesamtführung

2019-09-15T09:12:23+02:00September 15th, 2019|2019, WTCR Race of China 2019|

Norbert Michelisz hat sich im zweiten WTCR-Rennen von China mit umgekehrter Startaufstellung am Ningbo International Speedpark einen dramatischen Sieg und damit auch die Gesamtführung im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup gesichert.

Nach einer Reihe von Unfällen in der ersten Runde landete der Ex-Tabellenführer Esteban Guerrieri in der Mauer, während Michelisz sich nach einem harten Kampf mit DHL-Pole-Setter Andy Priaulx den Sieg holte. Der Ungar führt jetzt im WTCR-OSCARO mit 16 Punkten Vorsprung auf Guerrieri.

Während nach der ersten Runde Priaulx und Michelisz an der Spitze entflohen, mussten sechs Fahrer bereits frühzeitig aufgeben. Dazu gehörten auch Augusto Farfus vom BRC Hyundai N LUKOIL Racing Team, SLR-Volkswagen-Pilot Benjamin Leuchter und Tiago Monteiro. Am dramatischsten war aber der Ausfall von Guerrieri, der in die Mauer flog. Ma Qinghua musste mit einer kaputten Aufhängung nach einem harten Kontakt mit seinem Alfa Romeo aufgeben. Frederic Vervisch musste mit einem Getriebeschaden aufgeben.

Anschließend folgte eine lange Safety-Car-Phase, weil die Strecke gesäubert werden musste. Währenddessen setzte leichter Regen ein, der für noch mehr Unklarheit sorgte. Das Rennen wurde in Runde sechs neugestartet. Daraufhin gab es bis zum Rennende überall im Feld viel Action.

Priaulx hatte an der Spitze schnell Probleme, Michelisz hinter sich zu halten, der den Briten unter Druck setzte. Dahinter hielt Hyundai-Teamkollege Gabriele Tarquini dem Ungar den Rücken frei. Bis Runde zwölf versuchte Michelisz alles, um an den Lynk & Co von Priaulx vorbeizukommen. Jedoch fing sich der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister an der Spitze dann einen Reifenschaden ein. Er musste deshalb früher bremsen, weshalb Michelisz ihm ins Heck krachte. Der Hyundai wurde dabei beschädigt.

Tarquini führte das Rennen anschließend an, jedoch ließ er Michelisz ziehen, um ihn im Titelkampf zu unterstützen. Der Ungar schaffte es trotz des Schadens auf Platz eins ins Ziel, Tarquini wurde Zweiter.

Nicky Catsburg und PWR-Racing-Pilot Daniel Haglöf stritten sich um den finalen Platz auf dem Podium. Der Kampf wurde aufgrund eines Kontakts zwischen den beiden in der vorletzten Runde entschieden. Yvan Muller schlüpfte durch und holte Platz drei – er war von Platz zehn gestartet. Sein Teamkollege von Lynk & Co, Thed Björk, wurde Vierter. Haglöf sicherte sich immerhin vor Attila Tassi, Rob Huff und Catsburg noch Platz fünf.

Weiter hinten im Feld gab es weitere Kämpfe: Tom Coronel holte vor Kevin Ceccon auf Platz neun wichtige Punkte. Jean-Karl Vernay, Mehdi Bennani, Johan Kristoffersson, Gordon Shedden und Yann Ehrlacher holten ebenfalls Zähler. Niels Langeveld konnte nicht starten, da das Getriebe den Geist aufgegeben hatte.

Michelisz äußert sich gegenüber Priaulx kritisch, wusste aber nichts vom Reifenschaden: “Ich bin so halb glücklich. Ich freue mich über den Sieg, aber wir haben einen großen Schaden. Ich hoffe, dass das Team den noch vor dem drittenRennen reparieren kann.”

Das dritte WTCR-Rennen von China findet um 15:50 Uhr Ortszeit statt.