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WTCR China 3. Rennen: Muller sichert sich zweiten Sieg

2019-09-15T10:54:41+02:00September 15th, 2019|2019, WTCR Race of China 2019|

Yvan Muller hat sich mit seinem zweiten Sieg beim WTCR-Rennen von China in den Titelkampf des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcups katapultiert.

Die Tourenwagen-Legende hielt von der DHL-Pole-Position aus die Konkurrenz hinter sich und gewann vor seinem Teamkollegen bei Lynk & Co Yann Ehrlacher, der außerdem sein Neffe ist. Die beiden Titelkandidaten Norbert Michelisz und Esteban Guerrieri gehörten zu den zahlreichen Fahrern, die es nicht ins Ziel schafften. Das Trio trennen jetzt gerade einmal 17 Punkte. Muller holte im WTCR-OSCARO einen neuen Rekord: Er holte die meisten Punkte an einem Rennwochenende überhaupt.

“Es war ein fantastisches Wochenende”, sagt der 50-Jährige, der im Funk witzelte, zurücktreten zu wollen. “Alle Jungs und Mädels bei Cyan Racing Lynk & Co verdienen das. Wir hatten einen harten Sommer, in dem wir darüber nachgedacht haben, was wir tun müssen. Wir sind fokussiert geblieben und haben an diesem Wochenende unser Ziel erreicht. Jetzt ist alles möglich.”

Muller und Ehrlacher erwischten einen sauberen Start am Ningbo International Speedway. Dahinter kam es gleich zu Kollisionen: Jean-Karl Vernay und Daniel Haglöf hatten einen Kontakt, in dem dann auch noch Frederic Vervisch und Guerrieri verwickelt wurden. Sowohl Vernay als auch Haglöf mussten das Rennen aufgeben. Danach erwischte Michelisz zum zweiten Mal das Heck von Andy Priaulx im Lynk & Co. Der Hyundai krachte in die Mauer und auch Michelisz musste aufgeben.

Das Safety-Car musste auf die Stecke kommen, damit die havarierten Fahrzeuge geborgen werden konnten. In Runde fünf wurde das Rennen wieder neu gestartet. In der nächsten Runde gab es einen Kontakt zwischen Tiago Monteiro und Niels Langeveld, der das Aus für den Comtoyou-Audi-Fahrer bedeutete. Danach krachte Monteiro nach einem Kontakt mit Mehdi Bennani heftig in die Mauer. Monteiro wurde nicht verletzt und Bennani bestraft.

Das Safety-Car musste wieder ausrücken, damit die Autos geborgen werden konnten. In Runde zehn ging es dann weiter. Guerrieri musste wegen eines früheren Kontakts plötzlich aufgeben, weil der Schaden schlimmer wurde und eine Weiterfahrt verhinderte. Damit verpasste er die Chance nach Michelisz Ausfall, die Führung zurückzuholen.

An der Spitze erwischten das Duo von Lynk & Co einen sauberen Start. Dahinter gab es einen harten Kampf um das Podium. Nicky Catsburg hatte nach einem Kontakt mit Aurelien Panis einen Reifenschaden. Augusto Farfus erbte den dritten Platz, gab diese Position aber an seinen Hyundai-Kollegen Gabriele Tarquini ab. Der Italiener kam hinter Muller und Ehrlacher ins Ziel, während Farfus sicher auf Platz vier fuhr.

Thed Björk stellte den dritten Lynk & Co in den Top 5. Die chinesische Marke erlebte damit ein erfolgreiches Heimrennen in China. Dahinter landeten Panis, Vervisch, Nestor Girolami und Kevin Ceccon, der von ganz hinten starten musste. Ma, dessen Team sein Auto noch für das dritte Rennen reparieren konnte, zeigte ein starkes Comeback. Das Auto war im 2. Rennen stark beschädigt worden.

Der Lokalmatador war auf Platz neun unterwegs, als sein Tag nach einem Kontakt mit Girolami frühzeitig beendet wurde. Der Lokalmatador musste aufgeben.

Johan Kristoffersson komplettierte die Top 10, während Priaulx, Tom Coronel, Attila Tassi, Bennani und Gordon Shedden noch Punkte holten. Dahinter kam kein weiterer Fahrer ins Ziel.

Die TAG Heuer Best Lap Trophy ging an Haglöf, der im zweiten Rennen stark unterwegs war. Im dritten Lauf erlebte er eine große Enttäuschung.