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WTCR Erstes Freies Training: Michelisz in Sepang vor seinen Titelrivalen

2019-12-13T04:35:16+01:00Dezember 13th, 2019|2019, WTCR Race of Malaysia 2019|

Für Norbert Michelisz begann der Kampf um den WTCR / OSCARO-Titel optimal: Im ersten Freien Training des WTCR-Rennen von Malaysia fuhr er die schnellste Zeit.

Michelisz, der die Gesamtwertung vor dem Super-Finale in Sepang anführt, umrundete die 5,543 Kilometer lange Strecke in 2:15.124 Minuten. Seine drei Rivalen, die ebenfalls noch den Titel im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR gewinnen können, kamen hingegen nur schwer in Fahrt.

“Es ist nur ein Freies Training, und ehrlich gesagt habe ich mich im Auto nicht besonders wohl gefühlt”, sagt der BRC Hyundai N Squadra Corse-Fahrer. “Wir hatten eine Menge Untersteuern, und die Balance des Autos war inkonstant. Es liegt also noch viel Arbeit vor uns. Es ist zwar schön, wenn man Erster ist, aber wenn wir uns nicht steigern, werden wir nicht dort bleiben. Wir müssen effizient arbeiten. Ich weiß nicht, was die anderen gemacht haben, aber wir sind von Beginn an mit neuen Reifen gefahren, und das hat sehr geholfen. Ich denke, wir hatten einen Reifenvorteil. Es ist ein wenig zu feucht, deshalb schwitzen wir stark, aber das ist okay.”

Néstor Girolami (ALL-INKL.COM Münnich Motorsport) gab seinem Teamkollegen Esteban Guerrieri, der um den Titel kämpft, Grund zum Optimismus. Mit 0,035 Sekunden Rückstand fuhr er mit seinem  Honda Civic Type R TCR. Dritter war Mikel Azcona in seinem PWR Racing CUPRA TCR, der gegen Girolami um den Titel des besten WTCR-Rookies kämpft. Leopard Racing Team Audi Sport-Fahrer Jean-Karl Vernay fuhr auf Rang vier, nachdem er gegen Mitte der 45-minütigen Session von der Strecke abgekommen war.

Mitchell Cheah Hyundai Team Engstler beeindruckte als Fünfter. Damit war er Schnellster der malaysischen Wildcard-Starter. Platz sechs ging an João Paulo de Oliveira im KC Motorgroup Honda, einem weiteren Gaststarter.

Cheah sagt: “Das war ein guter Start beim ersten offiziellen Training im WTCR. Ich habe weniger auf das Ergebnis geachtet, sondern habe mich vor allem auf mich selbst konzentriert und versucht, für das Wochenende so gut wie möglich in Form zu kommen. Ich glaube, wir machen gute Fortschritte. Vor dem Qualifying werden wir nur Kleinigkeiten ändern.”

Frédéric Vervisch, der zu Beginn der Session an der Abstimmung seines Comtoyou Team Audi Sport RS 3 LMS gearbeitet hatte, lag 15 Minuten vor dem Ende auf Rang fünf. Dann blieb er aber auf der Strecke stehen, was eine Full-Course-Yellow-Phase auslöste. Am Ende war er Siebter vor Gabriele Tarquini, Aurélien Panis und Nicky Catsburg. Benjamin Leuchter war als Elfter bester Volkswagen-Fahrer, sein SLR-Teamkollege Johan Kristoffersson wurde Zwölfter.

Kevin Ceccon lag als 13. in seinem Team Mulsanne Alfa Romeo Giulietta Veloce TCR by Romeo Ferraris einen Platz vor seinem Teamkollegen Qing-Hua Ma.

Esteban Guerrieri, der Zweite der Meisterschaftswertung, machte sich trotz Platz 15 keine großen Sorgen. “Die Position ist nicht so wichtig, es ist nur das erste Training. Wir haben uns wir geplant durch unser Programm gearbeitet, uns vor allem auf Abstimmungsarbeit konzentriert und sind in keiner schlechten Position. Im Qualifying zählt es.”

Das Cyan Racing Lynk & Co-Duo Yvan Muller und Thed Björk, das ebenfalls noch Titelchancen hat, landete nur auf den Plätzen 25 und 26. Der malaysische MotoGP-Star Hafizh Syahrin, der an diesem Wochenende Auch bei den 8 Stunden von Sepang der FIM Langstrecken-WM antritt, fuhr auf Platz 17.

Für Tom Coronel von Comtoyou DHL Team CUPRA Racing war das erste Freie Training schon direkt nach Beginn im Grunde gelaufen. Nach einer Berührung mit Tarquini musste er sein beschädigtes Auto in die Box zurückschleppen. Das zweite Freie Training beginnt um 12:45 Uhr Ortszeit.