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WTCR erstes Qualifying: Monteiro erobert für Honda die DHL Pole-Position

2019-10-25T07:13:29+02:00Oktober 25th, 2019|2019, WTCR-Rennen von Japan 2019|

Ein Jahr nach seiner Rückkehr nach einer schweren Verletzung sicherte sich Tiago Monteiro im strömenden Regen von Suzuka die DHL Pole-Position für Lauf 1 des WTCR JVCKENWOOD Rennen von Japan.

Die 30-minütige Session musste viermal unterbrochen werden, da die Fahrer bei extrem nassen Bedingungen Schwierigkeiten hatten, die Autos auf der Strecke zu halten. Monteiro lag über weite Strecken der Session in Front, ehe er von der Spitze verdrängt wurde. Dann schlug der KCMG-Fahrer mit seinem Honda Civic Type R TCR zurück und eroberte mit einer Zeit von 1:59.713 Minuten seine erste Pole im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR.

„In Suzuka läuft es einfach für mich“, sagt ein erleichtertet Monteiro. „Hier bin ich vor einem Jahr in den Rennsport zurückgekehrt, das war ein sehr emotionaler Moment. Seitdem habe ich mein Heimrennen in Portugal gewonnen und nun das – ich bin einfach glücklich. Unser Auto ist hier sehr schwer, aber der Regen hat uns ein wenig geholfen. Ich mag dieses Märchen.“

Die erste Rote Flagge wurde gezeigt, nachdem Daniel Haglöf von PWR Racing seinen CUPRA TCR ins Kiesbett gefeuert hatte. „Es ist etwas schwierig“, sagt er. „Ich bekam Aquaplaning und bin abgeflogen. Das Auto wurde nicht beschädigt, aber leider wurde meine besten Runde gestrichen. Das ist schade, denn ich lag in den Top 8.“

Kurz nach dem Neustart der Session wurde Haglöfs PWR-Teamkollege Mikel Azcona von Tom Coronel vom Comtoyou DHL Team CUPRA Racing, was für die nächste Unterbrechung sorgte. Der Spanier Azcona versuchte verzweifelt, seinen CUPRA TCR zurück an die Box zu schleppen, hatte aber ein Problem mit dem Vorderrad.

„Ich hatte Aquaplaning“, sagt Coronel. „Ich hatte vorne keinerlei Grip, konnte das Auto nicht anhalten und habe dann Azcona getroffen. Ich bin dann auch noch gegen die Wand geprallt, es ist einfach so unglaublich nass. Ganz seltsam, echt schlimmes Wetter.“

Drei Minuten nach dem nächsten Neustart wurde die Session zum dritten Mal unterbrochen. Yvan Muller war mit Aquaplaning in Kurve 1 von der Strecke gerutscht, nachdem er sich kurz zuvor auf Rang drei verbessert hatte. Da er die Unterbrechung verursacht hatte, wurde diese Zeit gestrichen. Sein Lynk & Co 03 TCR wurde beim Einschlag in die Streckenbegrenzung vorne schwer beschädigt.

Nach dem neuerlichen Neustart konnten sich einige Fahrer deutlich verbessern. Erst fuhr Andy Priaulx, dann Frédéric Vervisch an die Spitze, ehe Monteiro seine beste Runde fuhr. Sekunden später flog sein Teamkollege Attila Tassi ab und sorgte für die vierte Rote Flagge.

Als die Autos wieder auf die Strecke gingen, zeigte die Uhr nur noch vier Minuten an. Obwohl sich einige Fahrer steigerten und Monteiros Zeit attackierten, behielt der Portugiese seine DHL Pole-Position.

Hinter Monteiro komplettierte das ALL-INKL.COM Münnich Motorsport-Duo Esteban Guerrieri und Néstor Girolami für Honda auf deren Heimstrecke die Top 3. Guerrieri hat damit gute Chancen, die Gesamtführung im WTCR / OSCARO im ersten Rennen zurückzuerobern. Dank seiner vier Punkte aus dem ersten Qualifying verkürzte er den Rückstand auf Norbert Michelisz auf elf Zähler.

Comtoyou Team Audi Sport-Fahrer Niels Langeveld war vor seinem Teamkollegen Vervisch Viertschnellster, gefolgt von BRC Hyundai N Squadra Corse-Pilot Gabriele Tarquini.

Der japanische Wildcard-Starter Ritomo Miyata fuhr für das Audi Team Hitotsuyama auf einen starken siebten Platz, gefolgt von Thed Björk in seinem Cyan Racing Lynk & Co 03 TCR. Priaulx wurde Neunter vor SLR Volkswagen-Pilot Johan Kristoffersson auf Platz zehn.

Michelisz, der die Punktewertung der #ROADTOMALAYSIA anführt, landet auf Rang 14, zwei Plätze hinter dem Wildcard-Starter Ryuichiro Tomita vom Audi Team Hitotsuyama. Der dritte Wildcard-Starter Jim Ka To von der KC Motorgroup fuhr mit seinem Honda Civic Type R TCR auf Platz 19.

Das zweite Qualifying zum WTCR JVCKENWOOD Rennen von Japan findet um 15:30 Uhr Ortszeit statt.