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WTCR Macau: Wie sich Ehrlacher drehte und einen Platz gewann

2019-11-14T05:26:35+01:00November 14th, 2019|2019, WTCR Race of Macau 2019|

Yann Ehrlacher erinnert sich an den Moment, als er in der vergangenen Saison beim WTCR-Rennen von Macau durch einen Dreher einen Platz gewann.

Ehrlacher, der damals für das Honda-Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport fuhr, hatte sich nach einer Berührung mit Pepe Oriola kurz nach dem Start von Rennen 2 in der Anfahrt zur Lisboa-Rechtskurve um 360 Grad gedreht.

Trotz des Drehers machte Ehrlacher aber eine Position gut und kam letztlich auf Rang sechs ins Ziel.

“Darauf sprechen mich noch viele Leute an”, sagt Ehrlacher, der im von OSCARO präsentieren FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR für Cyan Performance Lynk & Co fährt. “Das war verrückt, ich habe sogar einen Platz gewonnen, bin nicht gecrasht und habe das Rennen beendet. Das hätte viel schlimmer enden können. Ein 360-Grad-Dreher in Macau geht selten gut aus. Weil das so war, ist es eine gute Erinnerung.”

Ehrlacher erklärt, wie sich das Drama entwickelte. “Ich war hinter Yvan[Muller], also ging ich kein Risiko ein. Dahinter bremste Pepe etwas spät, traf mich an der hinteren rechten Ecke und ich drehte mich vor Lisboa. Ich schlug rückwärts an die Wand an und schaffte es, das Auto einzufangen. Es gab ein kleines Chaos, als Pepe in die anderen Jungs fuhr, weil er ein Rad verloren hatte. Ich habe es gerade so geschafft durchzukommen. Das Auto sah von innen gut aus, der Flügel war etwas verbogen. So ist es passiert.”

Auf die Frage, was sein damaliger Ingenieur Dave Scott zu sagen hatte, erinnert sich Ehrlacher, dass dieser den Vorfall nicht live gesehen hat.

“Er war ein wenig auf seine Papiere konzentriert und hatte es nicht live gesehen. Ich habe ihm am Boxenfunk gefragt, ob er das Auto sehen konnte und es okay war? Er antwortete nur und sagte: ‘Warum sollte es nicht in Ordnung sein?’ Und ich antwortete nur: “f*ck, ich habe gerade einen 360er vor Lisboa gemacht”, dann sah er sich die Wiederholung an und sagte einfach “heilig sch****”. Ich fragte, ob der Heckflügel in Ordnung sei, und er sagte: “Es sieht gut aus”. Also sagte ich: “Um Mandarin ohne zu Lupfen zu fahren brauche ich mehr als ‘sieht gut aus’. Aber er sagte: “Es wird alles gut” und drei Runden danach haben wir unsere schnellste Runde gedreht.”

Ehrlacher ist auf Stadtkursen gut in Form. Beim WTCR-Rennen von Portugal wurde er TAG Heuer Most Valuable Driver, nachdem er am Wochenende die meisten Punkte gesammelt hatte.

“Ich mag Stadtkurse sehr gerne und ich fühle mich im Lynk & Co sehr wohl, sodass ich das volle Potenzial in den Sessions recht schnell ausschöpfen kann”, sagte der Franzose. “Vila Real war gut, aber die einzige Gemeinsamkeit ist, dass es ein Stadtkurs ist. Macau ist schnell und es gibt all die Jungs wie Rob [Huff] mit ihrer Erfahrung, die hier wirklich stark sind. Es wird hart werden. Letztes Jahr haben wir in beiden Qualifikationen P3 und die Top 5 erreicht, also habe ich ziemlich große Erwartungen. Ich bin gespannt darauf, wie unser Tempo im Vergleich zu den anderen sein wird und will so viele Punkte wie möglich für mich und das Team sammeln.”