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WTCR-Piloten erinnern sich an Momente auf zwei Rädern

2020-01-11T06:00:40+01:00Januar 11th, 2020|WTCR Race of Malaysia 2019|

Im vergangenen Monat fuhren der FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR und die FIM Langstrecken-Meisterschaft zusammen die ersten “Races of Malaysia”.

Im Laufe der Veranstaltung wurden die WTCR-Piloten Thed Björk, Esteban Guerrieri, Norbert Michelisz und Yvan Muller gefragt, ob sie schon einmal Motorrad gefahren sind. Folgendes hatten Sie zu berichten:

“In jungen Jahren war das schnellste Motorrad, dass ich je gefahren bin, eine Simpson”, erinnert sich Hyundai N Squadra Corse-Fahrer Michelisz, der Malaysia nach seinem Titelgewinn als König des WTCR verlies. “Das war ein Motorrad aus Ost-Deutschland, hatte 3,5 PS und fuhr 55 km/h. Für mich war das auf zwei Rädern genug, ich fühle mich auf vier Rädern wohler.”

Im Gegensatz zu Michelisz zeigte Björk eine deutlich größere Leidenschaft für Motorräder. “Ich bin in Schweden einmal ein Rennen mit einer Supersport 600 gefahren”, sagt der Tourenwagen-Weltmeister von 2017. “Im Qualifying lief es ganz gut, aber im Rennen bin ich gestürzt und habe dann aufgehört. Ich war vier Sekunden langsamer als die Profis, aber es hat viel Spaß gemacht und gab einen großen Adrenalinschub. Ein Motorrad fährt man mehr mit dem Körper und völlig anders als ein Auto. Es ist richtig schnell, aber mein aktueller Vertrag verbietet mir Motorrad-Rennen. Also werde ich es nicht wieder tun.”

Sein Cyan Racing Lynk & Co-Teamkollege Yvan Muller sagt: “Ich bin einmal eine Ducati gefahren. Mein Ziel war, mit dem Knie den Boden zu berühren, und nachdem mir das mit beiden Knien gelungen war, habe ich mir gesagt: Okay, das reicht. Ich bin nicht gestürzt, aber es war genug. Ich hatte einen brandneuen Overall, aber die Knie sahen anschließend nicht mehr neu aus.”

“Das war auch mein Ziel”, ergänzt Björk. “Es hat eine Weile gedauert [bis ich mit dem Knie an den Boden kam], aber es hat sich gut angefühlt. Dann habe ich aber überbremst, einen anderen Fahrer getroffen, und dann war es Zeit aufzuhören.”

Guerrieri würde nur Action auf zwei Rädern nur in Erwägung ziehen, wenn er vorher ausreichend üben könnte. Aber selbst dann käme ein Rennen für den Argentinier nicht in Frage.

Der Honda-Pilot von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, der im Rennen um den WTCR-Titel 2019 hinter Michelisz Zweiter wurde, sagt: “Es wäre sicherlich schön, das einmal auszuprobieren. Aber nur zum Spaß und kein Rennen, denn man braucht eine Menge Training. Ein Motorrad zu fahren ist sicherlich schwieriger, man braucht wohl länger, um ans Limit zu kommen. Allerdings muss man auch im Auto ein Spezialist sein, um die letzte Sekunde zu finden.”

Während das Quartett also lieber weiter auf vier Rädern fährt, gefiel ihnen das Format mit der Doppelveranstaltung.

“Für die Fans ist es gut, wenn sie sich beides ansehen können”, sagt Björk. “In Schweden war es einige Jahre lang sehr populär, beides am gleichen Wochenende zu machen.”

Muller sagt: “Es ist wichtig, den Fans etwas neues zu bieten. Daher ist es eine gute Idee.”

“Man muss irgendwie Aufmerksamkeit erregen. Die EWC ist eine gute Meisterschaft, mir gefällt diese gemeinsame Veranstaltung”, so Michelisz.

“Was man bei den Motorrädern sieht, ist sehr beeindrucken. Ich habe eine Menge Respekt vor diesen Jungs”, sagt Guerrieri. “Und für die Fans ist es auch gut.”

Foto: FIMEWC.com