WTCR Qualifying 2: Lokalmatador Michelisz stürmt auf DHL Pole-Position

2019-04-28T18:55:43+02:00April 28th, 2019|2019, WTCR Race of Hungary 2019|

Zur Freude seiner heimischen Fans am Hungaroring hat Norbert Michelisz im Top-5-Shootout die DHL Pole-Position für das WTCR Rennen von Ungarn errungen.

Auf dem Hungaroring bei Budapest, Austragungsort der zweiten Saisonstation im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR), wurde das zweite Qualifying von Lokalmatador Norbert Michelisz gewonnen.

Mit seinem Hyundai i20 N TCR vom BRC Racing Team N Squadra Corse setzte sich Michelisz im Top-5-Shootout knapp gegenüber Esteban Guerrieri im Honda Civic Type R TCR von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport) und Yann Ehrlacher im Lynk & Co 03 TCR von Cyan Performance durch. Die Top 3 waren durch gerade mal 0,040 Sekunden getrennt.

Michelisz’ Teamkollege Gabriele Tarquini war Viertschnellster, gefolgt von Néstor Girolami, der Lauf 1 am Samstag für sich entschieden hatte.

Es war sehr schwierig“, sagte der erfreute Michelisz. “In Q3 spürte ich, wie die Strecke langsamer wurde und dachte, meine Zeit würde nicht schnell genug sein. Doch die anderen hatten auch zu kämpfen. Gestern hatte ich den ungarischen Fans noch nahegelegt, sie sollten mal besser keine Pole-Position erwarten. Glücklicherweise lag ich damit falsch.

Michelisz beendete zunächst das 20-minütige Q1 als Schnellster. Am nächsten kamen ihm in diesem Segment Girolami und Andy Priaulx (Cyan Performance), die sich in den Schlussminuten auf die Ränge zwei und drei nach vorn schoben, während Michelisz das Geschehen von der Box aus beobachtete.

Diejenigen, die den Sprung in die Top 12 und damit den Einzug ins Q2 gerade so schafften, waren Jean-Karl Vernay (Leopard Racing Team Audi Sport) auf P10, Tarquini auf P11 und der Sieger von Lauf 3 in Marrakesh: Thed Björk (Cyan Racing Lynk & Co.) auf P12.

Im Gegenzug verpassten allen voran Nicky Catsburg (BRC Hyundai N Lukoil Racing Team), Aurélien Panis (Comtoyou DHL Team Cupra Racing) und Björks Teamkollege Yvan Muller den Q2-Einzug. Warum hat es für Muller, der am Samstag noch als Dritter aufs Podium gefahren war, in Q1 nicht gereicht? “Ich habe keine Ahnung. Meine Runde war in Ordnung. Okay, die Balance war nicht perfekt, aber das ist sie nie. Ich muss mir die Daten anschauen”, so der Franzose sichtlich ratlos.

Im 12-köpfigen Q2 setzte zunächst Ehrlacher seine Zeit, die schnell genug für den Einzug ins Top-5-Shootout war. Letzten Endes erhielt er dort Gesellschaft von Girolami, Tarquini, Michelisz und Guerrieri.

Im Gegensatz dazu verpasste Mikel Azcona im Cupra TCR von PWR Racing mit P6 knapp den Shootout-Einzug. Auch Björk sowie Augusto Farfus (BRC Hyundai N Lukoil Racing Team) und Azconas Teamkollege Daniel Haglöf reihten sich in diese Gruppe ein. Der wichtige zehnte Platz in Q2, der die DHL Pole-Position für Lauf 2 bedeutet, ging an Vernay, nachdem sich der Franzose knapp gegenüber Rob Huff (SLR VW Motorsport) durchgesetzt hatte. Huff wiederum war zwar schneller als Landsmann Priaulx, leistete sich auf seiner letzten Runde aber einen entscheidenden Fehler.

Im Top-5-Shootout (Q3) setzte zuerst Girolami eine Zeit, verlor diese aber umgehend, weil er die Track Limits überschritten hatte. Damit stand direkt fest, dass er P5 belegen würde. Als nächster ging Michelisz auf die Bahn. Er wurde von seinem Ingenieur eingehend gewarnt, die Track Limits einzuhalten. Das tat der Ungar und setzte mit 1:52.784 Minuten die Richtmarke.

Als nächstes ging OSCARO WTCR Tabellenführer Guerrieri auf die Strecke. Der Argentinier war im zweiten und dritten Sektor schneller als Michelisz, unterlag dem Lokalmatador aber letztlich knapp um 0,008 Sekunden. Ehrlacher war nach seiner Q2-Bestzeit der nächste auf der Bahn. Allerdings konnte er weder Michelisz noch Guerrieri verdrängen. Mit lediglich 0,040 Sekunden Rückstand auf Michelisz war es aber äußerst knapp.

Somit war Tarquini der letzte, der seinem Teamkollegen Michelisz die Pole-Position hätte streitig machen können. Im zweiten Sektor war er zwar Schnellster, aber am Ende reichte es für den Italiener, der über Bremsprobleme klagte, nur zu P4. Somit ging die DHL Pole-Position für Lauf 3 zur Freude seiner heimischen Fans an Michelisz vor Guerrieri und Ehrlacher.

Ich hoffe auf einen guten Start und will dann meine Streckenkenntnis nutzen, um eine Position zu verteidigen“, so Michelisz, der bei seinem Heimrennen bereits im vergangenen Jahr von der DHL Pole-Position gestartet war, die Führung damals aber sofort an Tarquini verloren hatte. Mit Blick auf das diesjährige Rennen sagt der Ungar: “Ich habe ein gutes Gefühl, aber der Schnellste im Rennen werde ich wohl nicht sein.

Der Start zu Lauf 2 des WTCR Rennens von Ungarn erfolgt um 15:30 Uhr. Lauf 3 wird um 17:00 Uhr gestartet.