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WTCR Rennen 3 Flash: Guerrieri siegt, Tarquini holt den Titel*

2018-11-18T08:34:29+02:00November 18th, 2018|2018, WTCR-Rennen von Macau 2018|

Esteban Guerrieri siegt im Saisonfinale des WTCR – FIA World Touring Car Cup presented by OSCARO während Gabriele Tarquini sich den ersten Titel nach einem hoch spannenden Fernduell beim WTCR Rennen von Macau sichert*.

Während Guerrieri von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport das ganze Rennen lang unter dem Druck  des DHL Pole Position Starters Rob Huff stand, fuhr Tarquini von seinem 14. Startplatz auf Rang zehn vor, um sich einen Punkt zu sichern. Vor ihm verpasste Titelrivale Yvan Muller das Podium als Vierter knapp – nicht genug, um sich die Krone aufzusetzen. Tarquini blieb in der Gesamtwertung mit drei Punkten vorne.

“Ich bin so von meinen Emotionen übermannt, dass ich keinen Ton herausbekomme”, sagte ein freudestrahlender Guerrieri, der seinen zweiten Saisonsieg feierte. “Die Freude ist so gr0ß. Die Saison mit einem Sieg in Macau zu beenden war mein Ziel und jetzt habe ich es erreicht.”

Auch Tarquini zeigte sich nach einem Wochenende, an dem ihm der Titel fast durch die Finger gerutscht wäre, emotional. Grund war im Besonderen ein Unfall im Qualifying, der ihm seinen schlechten Startplatze eingebrockt hatte.

“Ich stand nach dem Qualifying unter Druck,” sagte der 56-Jährige. “Aber ich bin nicht umsonst als alter Fuchs bekannt und ich habe es geschafft.”

Guerrieri schnappte Huff am Start die Führung weg und gab sie bis zur Zieldurchfahrt nicht mehr ab. In der Lisboa-Kurve gab es weiteres Drama, als sich Timo Scheider und Frédéric Vervisch, der Sieger von Rennen 2, verbremsten. Tarquini erbte so einige Plätze und war am Ende der ersten Runde als Neunter bereits in den Punkterängen. Vor ihm hatte der von Position sechs gestartete Muller etwas Boden gutgemacht und sich auf Platz fünf geschoben.

An der Spitze setzten sich Guerrieri, Huff and Jean-Karl Vernay, der Sieger von Rennen 1, ab. Der Vorsprung war zunichte, als in Runde 3 das Safety-Car auf die Strecke kam. Grund: Aurélien Panis’ gestrandeter Audi musste abgeschleppt werden.

Nach dem Restart in Runde sechs fiel Tarquini auf Rang zehn zurück, weil Mullers YMR Teamkollege Thed Björk ihn kassierte – eine Aktion, die die Entscheidung in der Teamwertung entscheidend beeinflusste.

In Runde 11 beging Vernay in der Lisboa-Kurve einen Fehler und setzte seinen Audi in die Streckenbegrenzung. Norbert Michelisz vom BRC Racing Team rückte auf Rang drei vor, Muller auf Platz vier. Tarquini war wieder Neunter, ehe Nathanaël Berthon von Comtoyou Racing ihn erneut auf den letzten Punkterang verwies.

Eine Runde später verunfallte Zsolt Szabó in seinem Zengő Motorsport Cupra TCR in der letzten Kurve schwer. Das Wrack blieb mitten auf der Fahrbahn liegen und das Rennen musste hinter dem Safety-Car beendet werden.

Hinter Guerrieri, Huff, Michelisz und Muller wurde Yann Erlacher von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Fünfter vor Pepe Oriola, Kevin Ceccon, Björk, Berthon und Gesamtsieger Tarquini.

Das Ergebnis bedeutete auch, dass Muller für den Verlust des Fahrertitels zumindest etwas entschädigt wurde. Seine YMR Mannschaft holte den Teamtitel vor den Hyundai-Markenkollegen vom BRC Racing Team.

Vorläufige Gesamtwertung nach Rennen 3:
1 Gabriele Tarquini (Italien) 306 Punkte
2 Yvan Muller (Frankreich) 303
3 Esteban Guerrieri (Argentinien) 267
4 Norbert Michelisz (Ungarn) 246
5 Jean-Karl Vernay (Frankreich) 245
6 Pepe Oriola (Spanien) 245

*Vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIA