WTCR Rennen 3 Flash: Kristoffersson gewinnt, Michelisz ist Meister

2019-12-15T15:23:05+01:00Dezember 15th, 2019|2019, WTCR Race of Malaysia 2019|

Johan Kristoffersson hat von Startplatz 22 einen unglaublichen Sieg in Lauf 3 des WTCR Rennens von Malaysia erobert. Norbert Michelisz gewann den Meistertitel 2019 im WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup präsentiert von OSCARO in einem spannenden Superfinale in Sepang.

SLR Volkswagen Fahrer Kristoffersson setzte sich in einem spektakulären Vierkampf um den Sieg durch. Dieser Kampf kostete schließlich Esteban Guerrieri seine Chance auf den WTCR / OSCARO Titel. In den ersten Runden schwang das Pendel zwischen Guerrieri und Michelisz fast in jeder Kurve hin und her. Schließlich verlor der ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Honda Motorleistung, weil Guerrieri nach einem Kontakt mit Kristoffersson durch das Gras fuhr und dadurch der Kühler möglicherweise verstopft wurde.

Vorm Start weg duellierten sich die beiden Titelaspiranten, denn beide standen nebeneinander in der ersten Reihe. Michelisz, der von der DHL Pole-Position losfuhr, verlor in Kurve 1, denn Guerrieri setzte sich auf der Außenbahn durch. Dabei zog er auch Mikel Azcona von PWR Racing auf den zweiten Platz mit. Und das Drama begann bei Regen und unter Flutlicht.

Zu diesem Trio gesellte sich bald Kristoffersson, der aus dem Nirgendwo kam und daraus einen Vierkampf an der Spitze machte. Michelisz verlor einen weiteren Platz. Dann wurde das Safety-Car in Runde zwei losgeschickt, denn Augusto Farfus hatte seinen Hyundai in einem Kiesbett versenkt.

In Runde fünf wurde das Rennen freigegeben und die Top 4 zeigten ein unglaubliches Spektakel. Der Schlüsselmoment war ein Duell zwischen Guerrieri und Kristoffersson. Dieser berührte den Argentinier. Der Kontakt drückte den Honda für einen Moment aufs Gras. Später funkte Guerrieri, dass er Leistung verliert. Er fiel immer weiter zurück. Nachdem der Kühler gesäubert war, fuhr er noch die schnellste Rennrunde. Aber es wurde nur Platz 22.

Guerrieris Pech bedeutete, dass Michelisz auf Kurs zur WTCR /OSCARO Krone war. Er fiel auf den fünften Platz zurück. Vor ihm entwickelte sich ein Dreikampf um den Sieg, denn zu Kristoffersson und Azcona gesellte sich auch der Alfa Romeo Giulietta Veloca TCR des Teams Mulsanne von Kevin Ceccon.

Nach einer weiteren kurzen Safety-Car-Phase lieferte sich dieses Trio einen packenden Dreikampf, bis schließlich Kristoffersson das entscheidende Manöver gegen Azcona setzen konnte. In Runde 11 überholte er ambitioniert außen in der Zielkurve. Azcona machte bis zur Zielflagge in Runde 14 Druck. Ceccon komplettierte das Podest vor dem Comtoyou Team Audi Sport Fahrer Frédéric Vervisch und einem erleichterten Michelisz.

Dessen BRC Hyundai N Squadra Corse Teamkollege Gabriele Tarquini, der 2018 der Meister war, kam als Sechster ins Ziel. Dahinter folgten Guerrieris Teamkollege Néstor Girolami, KCMGs Tiago Monteiro und Thed Björk von Cyan Racing Lynk & Co. SLR Volkswagen Fahrer Benjamin Leuchter komplettierte die Top 10.