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WTCR Rennen 3: Kristofferson siegt, Guerrieri führt Meisterschaft an

2019-10-27T04:11:25+01:00Oktober 27th, 2019|2019, WTCR-Rennen von Japan 2019|

Johan Kristofferson gewann Lauf 3 des WTCR JVCKENWOOD Rennen von Japan, während Esteban Guerrieri mit Platz zwei die Gesamtführung im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR übernahm.

Kristofferson startete von der DHL Pole-Position, fiel beim Start aber hinter Tiago Monteiro zurück, der neben ihm aus Reihe eins startete. In Kurve 2 ging er aber wieder am Portugiesen vorbei und fuhr dann zu seinem zweiten Sieg im WTCR / OSCARO.

„Mein Start war nicht der besten, und Tiago ist vorbeigekommen. In Kurve 2 ist mir dann aber der Undercut gegen ihn gelungen“, sagt der SLR Volkswagen-Fahrer und zweimalige FIA Rallycross-Weltmeister. „Das war ein gutes Rallycross-Manöver.“

Das Rennen in Suzuka musste am Ende der ersten Runde mit dem Safety-Car neutralisiert werden. Wildcard-Starter Ritomo Miyata war mit Tom Coronel und Qing-Hua Ma kollidiert, woraufhin der Audi und der CUPRA im Kiesbett strandeten.

Beim Re-Start in Runde 8 führte Kristofferson vor Monteiro und Guerrieri. Dieser profitierte davon, dass Mikel Azcona auf Startplatz drei sein Auto am Start abgewürgt hatte. Durch Diskussionen am Boxenfunk wurde dann klar, dass KCMG-Pilot Monteiro seinen zweiten Platz an ALL-INKL.COM Münnich Motorsport-Pilot Guerrieri abgeben würde, um seinem Honde-Markenkollegen im Titelkampf zu helfen. In Runde 28 von 30 war das der Fall.

Kevin Ceccon war in seinem Alfa Romeo Giulietta Veloce TCR vom Team Mulsanne der Mann des Rennens. Von Startplatz sieben aus fiel er am Start um eine Position zurück. Eine Runde später eroberte der Italiener diese aber gegen Rob Huff zurück und überholte anschließend nacheinander Gabriele Tarquini und Andy Priaulx.

Später im Rennen ging Ceccon dann an Thed Björk vorbei auf Rang vier und landet am Ende unter kuriosen Umständen auf dem Podium. Das Rennen ging hinter dem Audi R8 Safety-Car zu Ende, nachdem Wildcard-Starter Tomita Ryuichiro abgeflogen war. Monteiro wäre dann beinahe zu früh in die Box abgebogen anstatt über die Ziellinie zu fahren, wodurch der Alfa vorbei ging.

„Ein Missverständnis würde ich sagen“, erklärt Monteiro. „Ich dachte, es wäre die letzte Runde, und klarerweise muss man auf der Strecke ins Ziel fahren. Ich habe am Funk gesprochen, nicht richtig aufgepasst und wollte in die Box abbiegen. Ich bin direkt wieder zurückgefahren, aber dann hat Kevin mich überholt. Das ist etwas seltsam, denn es war ja noch Safety-Car. Die Entscheidungen an diesem Rennwochenende verwirren mich. Das ist schwer zu schlucken.“

Monteiro kam vor Björk, Tarquini und Priaulx auf Rang vier ins Ziel. Huff wurde Achter. Rang neun kostete Norbert Michelisz die Gesamtführung im WTCR / OSCARO. Jean-Karl Vernay komplettierte in seinem Audi die Top 10.

Punkte gingen auch an Nicky Catsburg, Benjamin Leuchter, Frédéric Vervisch, Néstor Girolami und Yvan Muller. KCMG-Pilot Atilla Tassi, der als Neunter über die Ziellinie gefahren war, verlor diesen Rang am grünen Tisch. Weil er in der Startaufstellung nicht in der richtigen Position stand, erhielt er eine 5-Sekunden-Strafe.