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WTCR Rennen 3: Michelisz siegt endlich im slowakischen Thriller

2018-07-16T13:53:07+02:00Juli 15th, 2018|2018, WTCR Rennen der Slowakei 2018|

Norbert Michelisz gewann in einem von Zwischenfällen geprägten dritten Lauf der WTCR-Rennen der Slowakei sein erstes Rennen im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR.

Der BRC Racing Team fuhr von der DHL Pole-Position aus zu einem ungefährdeten Triumph und ist nun der elfte Fahrer, der in dieser Saison ein Rennen gewinnen konnte. Ebenfalls unbedrängt fuhr Aurélien Comte in seinem DG Sport Compétition PEUGEOT 308TCR auf Rang zwei, doch dahinter ging es hoch her.

Michelisz kam beim Start sauber weg und ging als Führender in die ersten Kurven, während sich Yvan Muller innen an Comte vorbei auf Rang zwei schob. Weiter hinten rammte der Meisterschaftsführende Gabriele Tarquini, der das zweite Rennen gewonnen hatte, Benjamin Lessennes von Boutsen Ginion Racing und löste damit eine Massenkollision aus, in die zahlreiche Fahrer aus dem Mittelfeld verwickelt waren.

Esteban Guerrieri von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport war das erste Opfer der Kollision zwischen Tarquini und Lessennes. Die beiden schwer beschädigten Honda Civic Type R TCR und der Hyundai i30 N TCR landete im Kiesbett. Dort fand sich auch John Filippi vom Team OSCARO by Campos Racing mit seinem Cupra TCR wieder und musste das Rennen aufgeben.

Als die nachfolgenden Fahrer versuchten, dem Chaos zu entkommen, kam es zu einem zweiten Unfall mit mehreren Beteiligten. Als sich der Staub gelegt hatte, standen Mehdi Bennani, Gordon Shedden, Jean-Karl Vernay, Nathanaël Berthon und Norbert Nagy, der im zweiten Rennen am Samstag mit Platz zwei sein bestes Karriereresultat erzielt hatte, mit ihren beschädigten Autos in der Box und mussten aufgeben.

Nach dem Rennen entschieden die Sportkommissare, dass Tarquini als Auslöser der Kollision das Reglement verletzt hat. Beim ersten Lauf der WTCR-Rennen von China in Ningbo im September wird er daher in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt.

Das Audi R8 Safety-Car fing das Feld ein, ehe in Runde 5 der Restart erfolgte. Doch dann das nächste Drama. Muller, der dank der Probleme von Tarquini die Meisterschaftsführung im WTCR OSCARO hätte zurückerobern können, drehte sich noch vor dem Schwenken der Grünen Flagge ins Kiesbett, nachdem sein YMR-Hyundai das linke Vorderrad verloren hatte.

Mullers Pech brachte Comte zurück auf Rang zwei. Der Franzose konnte Michelisz beim Restart aber nichts entgegensetzen. Der Ungar fuhr anschließend einen Vorsprung heraus und letztlich zu seinem lange erwarteten ersten Sieg im WTCR OSCARO.

Hinter Comte musste Frédéric Vervisch vom Audi Sport Team Comtoyou hart um den dritten Platz kämpfen, denn Thed Björk, der von Startplatz 18 aus durch die Zwischenfälle in der ersten Runde viel Boden gutgemacht hatte, machte Druck.

Nach dem Restart griff Björk zunächst Fabrizio Giovanardi in seinem Team Mulsanne Alfa Romeo Giulietta TCR an und ging nach einer Berührung in Runde 9 vorbei. Anschließend verfolgte er auf der Jagd nach dem letzten Podiumsrang Vervisch. Nach einigen Berührungen, bei denen die Frontpartie von Björks YMR-Hyundai beschädigt wurde, fand er in der vorletzten Runde einen Weg vorbei. Vervisch konterte aber in Kurve 1 und fuhr letztlich auf das Siegerpodest.

Wildcard-Starter Petr Fulin war ein weiterer Star des Rennens und fuhr in seinem Fullin Race Academy Cupra TCR von Startplatz 16 aus auf Rang fünf. Der tschechische Fahrer ging dabei mit einem robusten Manöver an Giovanardi vorbei, durch das der Italiener hinter seinen neuen Teamkollegen Kevin Ceccon zurückfiel. Die Alfas kamen am Ende auf den Plätzen sechs und sieben ins Ziel, was das beste Gesamtergebnis für Team Mulsanne in dieser Saison war.

Tom Coronel kam in seinem Boutsen Ginion Racing Honda vor Pepe Oriola, dem Sieger des ersten Rennens, auf Platz acht ins Ziel. Zsolt Zsabó von Zengő Motorsport komplettierte die Top 10 und lag am Ende weniger als drei Sekunden hinter dem drittplatzierten Vervisch.

Aufgrund eines ausstehenden Protests sind die Ergebnisse des dritten Rennens zunächst vorläufig.