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WTCR Rennen 3: Tarquini gewinnt packendes Finalrennen in Suzuka, Strafe für Ceccon

2018-10-29T13:00:23+02:00Oktober 28th, 2018|2018, WTCR-Rennen von Japan 2018|

Mit einem Sieg im aufregenden dritten Lauf der WTCR JVCKENWOOD Rennen von Japan in Suzuka hat Gabriele Tarquini seine Gesamtführung im von OSCARO präsentierte FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR ausgebaut.

Der BRC Racing Team Hyundai i30 N TCR Fahrer übernahm beim Start die Führung, doch dann ging sein italienischer Landsmann Kevin Ceccon wieder an ihm vorbei. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Team Mulsanne Alfa Romeo Giulietta TCR nicht korrekt auf der Startposition der DHL Pole-Position gestanden hatte, weshalb Ceccon eine 5-Sekunden-Strafe erhielt. Im Wissen um diese Strafe konnte Tarquini dem Alfa folgen und wusste, dass er trotzdem gewinnt.

„Es tut mir für Kevin leid, denn er ist ein fantastisches Rennen gefahren“, sagt Tarquini. „Sie haben mir die Strafe am Boxenfunk mitgeteilt, deshalb habe ich ihn vorbeigelassen. Ich wusste, dass ich nur innerhalb von fünf Sekunden bleiben muss, um das Rennen zu gewinnen.“

Aus Reihe 1 neben DHL Polesetter Ceccon war Tarquini ein toller Start gelungen, in Kurve 1 übernahm er die Führung. Der Alfa Pilot fand sich auf der Außenbahn wieder und wurde auch von den aus Reihe 2 gestarteten Yann Ehrlacher und Aurélien Comte überholt.

Doch Ceccon, der das erste Rennen gewonnen hatte, war schnell genug um seinen schlechten Start auszugleichen. Am Ende der ersten Runde überholte er Comte, eine Runde später dann auch Ehrlacher.

In Runde 5 wurde dann die erwähnte Strafe bekannt gegeben. Tarquini, der sowohl um das Tempo als auch um die Strafe für Ceccon wusste, ließ ihn in Runde 7 vorbei. Er kontrollierte dann den Rückstand und fuhr einen im Kampf um den WTCR OSCARO Titel vorentscheidenden Sieg ein. Vor den letzten drei Rennen in Macau hat er nun 39 Punkte Vorsprung.

Ceccon wurde hinter Comte auf Platz drei gewertet. Ehrlacher verlor ein sicher scheinendes Podium in Runde 7, als er seinen ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Honda Civic Type R TCR wegen eines Problems am rechten Vorderrad abstellen musste.

Mehdi Bennani von Sébastien Loeb Racing wurde Vierter, nachdem er in der letzten Runde in der Spoon-Kurve mit seinem Volkswagen Golf GTI TCR an Aurélien Panis von Comtoyou Racing vorbeigegangen war. Hinter den beiden ging es richtig zur Sache.

Eine Gruppe von Autos, die von ALL-INKL.COM Münnich Motorsports Esteban Guerrieri angeführt wurde, begeisterte die Zuschauer in Suzuka mit packendem Rennsport. In Runde 3 war Guerrieri am Hyundai von Yvan Muller vorbeigegangen, im gleichen Atemzug ging auch Pepe Oriola in seinem Team OSCARO by Campos Racing Cupra TCR vorbei. Zu diesem Trio schlossen dann auch Rob Huff, der Sieger aus Rennen 2, BRCs Norbert Michelisz and Comtoyous Frédéric Vervisch auf. Ein unberechenbarer Kampf war eröffnet.

Oriola erhielt eine Durchfahrtsstrafe, weil er mehrmals in der Schikane abgegürzt hatte. Guerrieri fiel nach einem wilden Ausrutscher in der schnellen 130R-Linkskurve in Runde neun zurück. Dann kam Muller nach einer Berührung mit Michelisz in der Schikane von der Strecke ab. Er fiel weit zurück und musste schließlich aufgeben, womit Tarquinis Vorsprung im Titelduell größer wurde.

Damit kam am Ende Huff auf Rang 6, vor Vervisch und dem YMR Hyundai von Thed Björk, der von Startplatz 13 auf Rang acht fuhr. Michelisz landete nach der Berührung mit Muller vor Jean-Karl-Vernay auf Platz neun ins Ziel.

Rückkehrer Tiago Monteiro verpasste als Elfter knapp die Punkteränge. Er lag vor John Filippi vom Team OSCARO by Campos Racing und Timo Scheider von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport.