WTCR Rennen 3: Tarquini und Michelisz holen BRC-Doppelerfolg

2019-04-28T18:54:10+02:00April 28th, 2019|2019, WTCR Race of Hungary 2019|

Gabriele Tarquini gewinnt Lauf 3 beim WTCR Rennen von Ungarn, während Teamkollege und Lokalmatador Norbert Michelisz als Zweiter für einen Doppelerfolg für BRC Hyundai N Squadra Corse sorgt.

Gabriele Tarquini im Hyundai i20 N TCR hat auf dem Hungaroring bei Budapest den dritten Lauf der zweiten Saisonstation 2019 im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) gewonnen. Zweiter wurde Teamkollege Norbert Michelisz, der damit vor heimischem Publikum für einen Doppelerfolg des Teams BRC Hyundai N Squadra Corse sorgte.

WTCR-Titelverteidiger Tarquini und Lokalmatador Michelisz übernahmen die beiden vorderen Positionen im Rennen, nachdem der anfängliche Spitzenreiter Esteban Guerrieri im Honda Civic Type R TCR von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport in Probleme geraten war.

Er hat Leistung verloren“, erklärt Tarquini, “und von da an musste ich das Rennen nur noch verwalten. Mein Auto lief fantastisch. Die Strecke war zwar noch ganz leicht feucht, aber für die Reifen war das kein Problem. Die Fahrzeugbalance war exakt so wie ich mir das gewünscht hatte. Deshalb geht mein Dank an das Team und an Hyundai.

Dass Teamkollege Michelisz vor heimischen Fans wie schon 2018 nicht gewonnen hat, lässt Tarquini tröstende Worte finden. “Es tut mir wirklich leid für ihn. Wir kamen schon im vorigen Jahr genau in dieser Reihenfolge ins Ziel und ich weiß, dass er hier unbedingt gewinnen wollte“, so der Italiener.

Beim Start ging Guerrieri zunächst an dem von der DHL Pole-Position gestarteten Michelisz vorbei. Der Ungar fiel in Kurve 2 auch gleich noch hinter Tarquini zurück, als der sich auf der Außenbahn vorbeischob. In der fünften Runde begannen die Probleme bei Guerrieri und er musste die beiden Hyundai-Piloten passieren lassen.

In Runde 11 dann flog Guerrieri, der augenscheinlich mit Bremsproblemen kämpfte, in der letzten Kurve der Strecke sogar von der Piste. Die Folge des Unfalls war eine Safety-Car-Phase. In Runde 15 wurde das Rennen wieder freigegeben, doch ein Unfall von Kevin Ceccon im Alfa Romeo Giulietta TCR vom Team Mulsanne sorgte dafür, dass das Rennen auch hinter dem Safety-Car zu Ende ging.

Hinter den beiden Hyundai-Piloten Tarquini und Michelisz kamen schließlich die Fahrer von fünf weiteren von Kundenteams eingesetzten Marken in den Top 10 ins Ziel. Die #WTCR2019SUPERGRID hat sich damit einmal mehr ausgesprochen abwechslungsreich präsentiert.

Yann Ehrlacher (Cyan Performance Lynk & Co.) belegte den dritten Platz vor Mikel Azcona, der im Cupra TCR von PWR Racing ein starkes Wochenende mit P4 abschloss. Thed Björk kam mit seinem Lynk & Co. auf P5 ins Ziel, gefolgt von Néstor Girolami, der mit seinem Honda die ersten beiden Läufe des Wochenendes gewonnen hatte und nun alleiniger Tabellenführer in der Gesamtwertung des OSCARO WTCR ist.

Im Kampf um P6 im Rennen hielt Girolami den Volkswagen Golf GTI TCR von Rob Huff, die beiden Hyundai von Augusto Farfus und Nicky Catsburg sowie den Audi RS3 LMS von Jean-Karl Vernay hinter sich. Die letzten Punktepositionen gingen an Aurélien Panis, Frédéric Vervisch, Tom Coronel, Attila Tassi und Mehdi Bennani.

Daniel Haglöf, der in Lauf 2 noch auf das Podium gefahren war, hatte diesmal Pech. Mit seinem Cupra von PWR Racing fiel er an neunter Stelle liegend mit einem Reifenschaden aus. Yvan Muller fing sich derweil eine Durchfahrtsstrafe ein, weil er in der Startrunde mit seinem Teamkollegen Andy Priaulx kollidiert war. Später gab der Franzose in Diensten von Cyan Racing Lynk & Co. ganz auf.