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WTCR zweites Qualifying: Kristoffersson erobert DHL Pole-Position

2019-10-25T12:02:30+02:00Oktober 25th, 2019|WTCR-Rennen von Japan 2018|

Johan Kristofferson hat seiner erste DHL Pole-Position im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR erobert.

Im Einzelzeitfahren von Q3 im zweiten Qualifying zum WTCR JVCKENWOOD Rennen von Japan war er heute Nachmittag der Schnellste.

Damit verwehrte der Volkswagen-Pilot von Sébastien Loeb Racing Tiago Monteiro auf der Heimstrecke von Honda eine zweite Pole. Auch Andy Priaulx setzte sich im dreiteiligen Qualifying stark in Szene. In Q1 und Q2 war er der Schnellste, ehe er durch einen Fehler in der letzten Kurve hinter den Drittplatzierten Mikel Azcona und den Vierten Esteban Guerrieri auf Rang fünf zurückfiel.

Kristoffersson, der zweimalige FIA Rallycross-Weltmeister, schätzte die Bedingungen perfekt ein und ließ auf seinem Volkswagen Golf GTI TCR vorne Slicks und hinten Regenreifen von Yokohama montieren. Damit lag er auf dem 2,243 Kilometer langen Ostkurs von Suzuka genau richtig.

„Es waren sehr interessante, sehr schwierige Bedingungen“, sagt der Schwede. „Wir hatten schon in Q1 Slicks ausprobiert, sie seitdem drauf gelassen und versucht, Temperatur in sie zu bekommen. Es war schön, eine freie Runde zu fahren, und letztlich hat alles gepasst.“

Monteiro ergänzt: „Es war sehr knapp. Man muss alles geben, und das habe ich versucht. Ich muss einfach einen besseren Start machen. Wir sind hier stark, im Trockenen hat es Spaß gemacht. Bis jetzt war es ein fantastischer Start.“

Priaulx voraus, Muller strauchelt an der ersten Hürde
In den 20 Minuten von Q1 waren die Bedingungen deutlich besser als früher am Tag im ersten Qualifying. Die Zeiten wurden aber nicht so stark wie erwartet verbessert. Bei Mischbedingungen war Cyan Performance Lynk & Co-Fahrer Andy Priaulx die Messlatte. Der dreimalige FIA Tourenwagen-Weltmeister fuhr in 1:00.627 Minuten die schnellste Zeit.

Fünf Minuten vor dem Ende verdrängt Kevin Ceccon vom Team Mulsanne Sébastien Loeb Racing Volkswagen Motorsport-Fahrer Rob Huff aus den wichtigen Top 12. Huff kämpfte sich aber zurück – auf Kosten seines Volkswagen-Markenkollegen Benjamin Leuchter. Acht Sekunden vor dem Ende der Session wurde dann die Rote Flagge gezeigt, nachdem BRC Hyundai N LUKOIL Racing Team-Fahrer Augusto Farfus in die Streckenbegrenzung gerutscht war. Die Session wurde nicht mehr neu gestartet.

Titelanwärter Esteban Guerrieri war sicher in Q2. Der ALL-INKL Münnich Motorsport Honda-Fahrer fuhr die zweitschnellste Zeit, auch der WTCR / OSCARO Gesamtführende Norbert Michelisz kam in seinem BRC Hyundai N Squadra Corse i30 N TCR weiter. Für Yvan Muller von Cyan Racing Lynk & Co war es hingegen einmal mehr ein schwieriges Qualifying.

Der 03 TCR des Franzosen war von seinem schwedischen Team nach seinem heftigen Unfall im ersten Qualifying repariert worden. Er konnte aber seine letzte Runde nicht mehr fahren. Daher muss der viermalige Weltmeister in den Rennen am Sonntag von Platz 17 starten.

Guerrieri in der Wand, Priaulx weiter vorne
Q2 startete mit einem Paukenschlag, denn Titelanwärter Esteban Guerrieri kam in der Aufwärmrunde in der letzten Kurve von der Strecke ab. Er schlug mit einem Honda Civic Type R TCR vorne links ein und musste zu einer Notreparatur direkt in die Box zurückfahren.

Andy Priaulx stach bei leicht besseren Bedingungen erneut heraus. Der Lynk & Co 03 TCR-Fahrer fuhr mit einer Zeit von 59.974 Sekunden als erster unter einer Minute.

Tiago Monteiro, der Schnellste aus dem ersten Qualifying, war erneut schnell unterwegs und fuhr locker unter die Top 5. Johan Kristoffersson brachte seinen Sébastien Loeb Racing Volkswagen Golf GTI TCR in Q3. Als erster Fahrer setzte er auf Slickreifen von Yokohama. Diese ließ er auf der Vorderachse montieren, während er auf der Hinterachse mit Regenreifen fuhr.

Guerrieri schaffte es mit dem hastig reparierten Honda zurück auf die Strecke und qualifizierte sich mit der drittschnellsten Zeit für Q3, während Priaulx seine Zeit auf 59.846 Sekunden verbesserte.

Den letzten Platz in den Top 5 sicherte sich PWR Racing-Pilot Mikel Azcona, während Thed Björk von Cyan Racing Lynk & Co knapp draußen war.

Es folgten Kevin Ceccon vom Team Mulsanne und der BRC Hyundai N Squadra Corse i30 N TCR von Gabriele Tarquini. Der Volkswagen von Rob Huff und der Hyundai von Norbert Michelisz komplettierten die Top 10. Damit sicherte sich die Meisterschaftsführende aus Ungarn die Pole in der umgekehrten Startaufstellung von Rennen 2 am Sonntagmorgen.

Kopfschmerzen für Priaulx, Kristofferson übernimmt
Da die Bedingungen immer besser wurden, entschieden sich die meisten Fahrer, im letzten Abschnitt des Qualifying so spät wie möglich auf die Strecke zu gehen. Johan Kristofferson fuhr als Erster, doch das zahlte sich aus. Seine Zeit von 59.627 Sekunden, die bisher Schnellste des Wochenendes, wurde nicht mehr geschlagen.

Als nächster ging Mikel Azcona auf die Strecke. Der Spanier fuhr im ersten Sektor schneller als der Schwede, verlor dann aber im zweiten Sektor Zeit und rutschte in der letzten Kurve mit seinem CUPRA TCR. Auf der Zielline hatte der 30-Jährige fast eine halbe Sekunde Rückstand.

Nun war der frühere Meisterschaftsführende Esteban Guerrieri an der Reihe. Der Civic Type R TCR des Argentinier war mit Duct-Tape geflickt worden. Auf Regenreifen hatte er aber Probleme, verlor in allen Sektoren Zeit auf Kristofferson und lag am Ende 0,565 Sekunden zurück. Durch die zwei Punkte für Platz vier reduzierte er Norbert Michelisz‘ Vorsprung in der Meisterschaft aber auf neun Zähler.

Tiago Monteiro, der Polesetter von Rennen 1, hatte diese Probleme in seinem KCMG Honda nicht. Im ersten Sektor war der Portugiese genau so schnell wie Kristofferson, fiel in den nächsten Sektoren aber zurück. An Ende fehlten ihm 0,153 Sekunden.

Andy Priaulx ging als Letzter auf die Strecke. Der 45-Jährige flog, war im ersten Sektor zwei Tausendstel schneller als Kristofferson und nahm ihm im zweiten Sektor weitere Zeit ab. Im dritten Sektor kam er aber von der Strecke ab, verlor mehr als eine Sekunden und wurde letztlich Fünfter.

Das Ergebnis des zweiten Qualifyings entscheidet über die Startplätze der Rennen 2 und 3 am Sonntag. Zum nächsten Mal geht der #WTCR2019SUPERGRID am Samstag um 15:05 Uhr Ortszeit für Rennen 1 auf die Strecke.